Linz
Museum

OK Linz

OK Platz 1, 4020 Linz

Das OK (Offenes Kulturhaus) in Linz ist eine wichtige Institution für zeitgenössische Kunst und kulturellen Diskurs. Die Institution hat sich als Museum für die Stadtbevölkerung etabliert, das relevante und gesellschaftlich bedeutsame Themen aufgreift und verhandelt. Ausstellungen wie »Queer«, die in Linz stattgefunden haben, zeigen, dass das OK in der Lage ist, die Einwohner der Stadt für wichtige und oft herausfordernde Themen zu sensibilisieren und zu aktivieren. Diese Fähigkeit, aktuelle gesellschaftliche Diskurse aufzugreifen und kritisch zu reflektieren, macht das OK zu einem zentralen Ort für eine junge, künstlerisch und kritisch denkende Community.

 

Mit seiner einzigartigen und vielseitigen Raumstruktur, die von klassischen Klassenzimmern über ein schier grenzenloses Parkdeck bis hin zu einem weltweit einzigartigen metallenen Ausstellungsraum in schwindelerregender Höhe reicht, bietet das OK ideale Bedingungen für zeitgenössische und kritische Kunstformate.

 

In den kommenden Jahren stehen wichtige Entwicklungsprojekte für das OK an. Dazu gehört die Schaffung eines neuen Eingangsbereiches, der das Haus noch einladender und zugänglicher machen soll. Darüber hinaus sind diverse Umbauten geplant, um die Raumstruktur weiter zu optimieren und den Bedürfnissen zeitgenössischer Kunstausstellungen noch besser gerecht zu werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bespielung der Außenflächen, die das OK noch stärker in das öffentliche Leben der Stadt integrieren und die Sichtbarkeit des Hauses erhöhen wird.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das OK in Linz ein dynamischer und flexibler Ort für zeitgenössische Kunst und kritischen Diskurs ist, der sich ständig weiterentwickelt, um auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Gesellschaft und der Kunstszene zu reagieren.

Veranstaltungen und Ausstellungen

07.03.26 - 13.09.26

GLUMPERT – Peter Fellner

Nachhaltige Mode als Safe Space

 

In GLUMPERT verknüpft der österreichische Designer Peter Fellner nachhaltige Materialstrategien mit einer bewussten, queeren Symbolik. Aus gebrauchten Alltagsgegenständen wie Stickbildern, Häkeldeckchen, Tüchern und Regenschirmen schafft er Kleidungsstücke, deren Spuren sichtbar bleiben und eine erzählerische, identitätsstiftende Narration tragen. Schon im Materialfindungs- und Schnittprozess wird eine Grenze zwischen Funktion und Bedeutung verschoben: Gewöhnliche Objekte erhalten neue Wertschätzung, nehmen eine neue Form an und erschaffen neue Wirklichkeiten.

 

Die Symbolik der Schnecke durchzieht die Kollektion als Sinnbild von Fluidität – ein queeres Vorbild aus der Natur. Fellner nutzt dieses Symbol auch, um einen Safe Space zu verorten und zugleich den Modemarkt zu entschleunigen: Eine Zero-Waste Schnitttechnik entsteht, die Identität performativ sichtbar macht und den Blick auf heteronormative Dresscodes verschiebt. Kleidung wird hier nicht nur getragen, sondern gezeigt, diskutiert und verhandelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie »repurpose« (kann mit »Umnutzung« übersetzt werden) fokussiert gebrauchte Materialien und steht somit für ökologische Verantwortung und eine politische Botschaft: Gegenstände, Menschen und Lebewesen, die als »ungeachtet« gelten, finden neue Wertschätzung.

 

Fellners Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Körperpolitik und queerer Ästhetik: ein Hybrid aus Kunst und Mode, die Gegenwartskritik sichtbar macht und Raum für Vielfalt eröffnet.

 

Kuratorin: Sandra Kratochwill

28.03.26 - 13.09.26

Pleas of Resistance – Carlos Motta

Politik der Sichtbarkeit

 

Carlos Motta (*1978, Kolumbien) ist ein multidisziplinärer Künstler, der in seinen Arbeiten soziale Strukturen und politische Kämpfe sexueller, geschlechtlicher und ethnischer Minderheiten untersucht. Durch Akte der Selbstrepräsentation hinterfragt er normative Diskurse und eröffnet Einblicke in bislang wenig beachtete Lebensrealitäten. Mit einem zugleich historischen und künstlerischen Blick erforscht Motta die Erfahrungen postkolonialer Subjekte und Gesellschaften. Sein Werk umfasst Video, Installationen, Skulptur, Zeichnung, webbasierte Projekte, Performance und Symposien.

 

 

Zeit sammeln, Praxis teilen

 

Pleas of Resistance markiert die erste große europäische Museumsausstellung, die Motta in seiner künstlerischen Entwicklung umfassend erlebbar macht. Sie vereint mehr als fünfundzwanzig Jahre künstlerischer Praxis und bringt frühe fotografische Selbstporträts mit jüngeren Videoperformances und Installationen in vier miteinander verflochtenen Kapiteln zusammen. Diese widmen sich vorspanischer Homoerotik, der Politik der Fürsorge als Raum queerer Befreiung, Akten der Selbstbestimmung jenseits des Menschlichen sowie dem Erzählen verschwiegener Geschichten als Praxis des Teilens, des gegenseitigen Nährens und des Widerstands.

 

 

Geschichte & Gegen-Geschichte

 

Mottas gesamtes Werk ist getragen von einem entschiedenen Engagement für Minderheitengemeinschaften dissidenter Identitäten und deren Kampf gegen Auslöschung und epistemische Gewalt. Häufig in künstlerischen Kooperationen agierend, entfaltet er das transformative Potenzial von Fiktion und performativen Umschreibungen der Geschichte und unterwandert dabei konsequent offizielle Narrative – in einer Praxis, die stets blasphemisch, körperlich und politisch zugleich ist.

 

Kuratiert von Agustín Pérez Rubio und Susanne Watzenboeck

 

Eine Ausstellung des MACBA – Museu d’Art Contemporani de Barcelona, realisiert in Zusammenarbeit mit dem OK Linz.

24.05.26 - 26.07.26

Open Sunday – voestalpine OPEN SPACE

Ein Sonntag. Ein Raum. Unzählige Möglichkeiten.

 

Diesen Sommer wird der OPEN SPACE zum lebendigen Treffpunkt in Linz: offen, kostenlos und für alle da. Ein Ort zum Ankommen, Durchatmen, Austauschen – und zum Mitgestalten.

 

Hier treffen Ideen aus der Stadt auf Impulse des Museums. Gemeinsam mit Communities und Besucher:innen entsteht ein vielfältiger Raum, der sich ständig weiterentwickelt. Ob Workshop, Performance, Gespräch oder spontanes Mitmachen: Beim OPEN SUNDAY wird der OPEN SPACE zur Bühne für neue Perspektiven und gemeinsame Erlebnisse.

 

Wir wollen wissen, was die Menschen in Linz brauchen. Besucher:innen und Gruppen können Inhalte mitbestimmen und mitgestalten. Wir möchten zuhören, Fragen stellen und gemeinsam ins Gespräch kommen.

 

Jeden Sonntag erwartet euch ein abwechslungsreiches Programm – von Familienangeboten bis hin zu Community-Events, Talks und kreativen Formaten. Alles kann, nichts muss: vorbeikommen, bleiben, einbringen. Teilt eure Ideen, gestaltet mit und erlebt, was entsteht, wenn viele Perspektiven zusammenkommen.

 

Unter der Woche kann der voestalpine OPEN SPACE kostenlos besucht werden.

Standort
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OK Platz 1, 4020 Linz
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–20:00
Samstag10:00–20:00
Sonntag10:00–18:00
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