Das Potsdam Museum ist ein veranstaltungsorientiertes Stadtmuseum, das sich seit 2012 in der historischen Mitte Potsdams befindet. In seinem eindrucksvollen Museumsbau präsentiert das Potsdam Museum auf 1.300m² Ausstellungsfläche vielfältige Objekte zur Kultur und Geschichte der Stadt.
Die Ständige Ausstellung »Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte« lädt zu einem Spaziergang durch über 1000 Jahre Potsdamer Geschichte ein. Dabei erleben die Besucher, wie sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat. Parallel dazu werden wechselnde Sonderausstellungen zur Stadt-, Kunst- und Kulturgeschichte mit überregionaler Strahlkraft gezeigt. Das Forum für Kunst und Geschichte bietet darüber hinaus ein umfassendes Begleit- und Veranstaltungsprogramm zu den Ausstellungen und aktuellen Themen der Landeshauptstadt an. Für unsere kleinen Besucher gibt es abwechslungsreiche und spannende museumspädagogische Angebote.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Theo von Brockhusen »Farben im Licht«. Künstler des deutschen Impressionismus
Theo von Brockhusen ist ein bedeutender postimpressionistischer Künstler, der ab 1904 in Berlin lebte, aber seine wichtigsten Bilder am Schwielowsee in Geltow verwirklichte. Sein Gesamtwerk entstand zwischen 1902 und 1919.
Wie viele seiner Malerkolleginnen und -kollegen reiste Brockhusen in andere europäische Länder und setzte sich dort mit der avantgardistischer Kunst des Impressionismus als Inspiration für sein eigenes Werk auseinander. Er war Mitglied einflussreicher Künstlervereinigungen wie die der Berliner Secession und der Freien Secession, die sich in Berlin gründeten und Kunstwerke präsentierten, die mit der herkömmlichen Kunsttradition brachen. Atmosphäre und Licht rückten in den Mittelpunkt der Farb- und Formauffassung der deutschen Moderne.
Es ist den persönlichen Lebensumständen Brockhusens geschuldet, dass er mit 37 Jahren verstarb und aufgrund seines frühen Todes lange nicht zu den geläufigen Namen der Berliner Secession wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Walter Leistikow, Karl Hagemeister oder Lesser Ury zählte. Sein von farbprächtigen Landschaften dominiertes Werk ist in den letzten Jahren mehr und mehr vom Kunsthandel und Museen wiederentdeckt.
Diesem außergewöhnlichen Maler, dem nur wenige Lebens- und Schaffensjahre vergönnt waren, wird sich die Sonderausstellung widmen und an seinem Beispiel die Etablierung des deutschen Impressionismus in Berlin und Brandenburg um 1900 vorstellen. Der monografische Teil der Ausstellung ist mit Werken ausgewählter Zeitgenossinnen und Zeitgenossen ergänzt, die die Entwicklung des deutschen Impressionismus im thematischen Kontext der Landschaft nachzeichnen.
»Drei Jahre verlebte ich hier die schönste Zeit, fand mehr als reine Schönheit – (Harmonie) der Natur. Die Harmonie scheint alles hier zu einem Klange zu verbinden, so dass ich glaube, dass ohne die Besitzerin des Gastlichen Hauses, ohne dies von ihr unermüdlich geleitete, so gastliche Haus, Baumgartenbrück, ein fremdes würde.«
Eintrag Theo von Brockhusens in das Gästebuch der Gastwirtschaft Baumgartenbrück, Baumgartenbrück/Geltow Juni 1909)
Die Ausstellung wird von Dr. Hendrikje Warmt, wiss. Mitarbeiterin Sammlung Moderne und Zeitgenössische Kunst am Potsdam Museum, kuratiert.
LICHT AN! Zur Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung
Vor 50 Jahren erlosch in Babelsberg die letzte Gaslaterne. Damals nahm kaum jemand Notiz davon – und bis heute fällt die Straßenbeleuchtung meist erst dann auf, wenn sie ausfällt.
Unsere Sonderausstellung widmet sich diesen nächtlichen Wegbegleitern und führt durch mehrere Jahrhunderte: von den ersten spärlichen »Lichtern auf den Gassen« bis hin zur elektrischen Moderne, die eine ganz neue Helligkeit in die Nacht brachte.
Straßenbeleuchtung – das ist ein Aspekt des Potsdamer Alltagslebens, der überraschend viele Facetten zeigt: etwa, wie Öllaternen einst Potsdamer Soldaten an der Flucht hinderten, wie Laternendiebe mit Landesverweis bestraft wurden oder wie riesige Kandelaber auf Wunsch des Kaisers die Lange Brücke schmückten.
Zu sehen sind originale Laternenmodelle wie das »Potsdamer Ei«, der »Koffer« oder der »Kochtopf«.
Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte der Potsdamer Straßenbeleuchtung. Licht an in der dunklen Jahreszeit!

