Robert Grunenberg ist eine aufstrebende zeitgenössische Kunstgalerie, die im April 2018 in Berlin-Charlottenburg gegründet wurde.

Die Mehrheit der in der Galerie Robert Grunenberg vertretenen und ausgestellten Künstler wurden zwischen 1989 und den frühen 1990er Jahren geboren. Die meisten von ihnen gehören zur ersten Generation, die mit der Kultur des Internets und des Digitalen aufgewachsen ist. Kensise Anders, Filip Henin, Maxim Gunga, Agostino Iacurci, Nam Kim, Stefan Knauf, Brandon Lipchik, Ivana Vladislava, Sonja Yakovleva und Jan Zöller.
Seit 2022 vertritt Robert Grunenberg Rainer Fetting, einen etablierten deutschen Maler, der 1949 geboren wurde.

Auch wenn ihre künstlerischen Strategien unterschiedlich erscheinen, gibt es grundlegende Zusammenhänge. Alle arbeiten überwiegend im übertragenen Sinne, mit "klassischen" Materialien und Medien (Malerei, Zeichnen, Papierschneiden, Skulptur). Es gibt viele enge Hinweise auf Handwerk, Volkskunst, dekorative Kunst, Techniken und Medien, die oft weibliche, häusliche oder autodidaktische Konnotationen haben. Traditionelle oder marginalisierte Praktiken und Materialien werden verwendet, um sie diskursiv und formell zu erweitern, oft in einem queeren oder feministischen Kontext.

Das Galerieprogramm konzentriert sich auf verschiedene Möglichkeiten der komplexen Beziehung zwischen Zivilisation und Natur im Anthropozän, Geschlecht, Mythologie und Identität und der Untersuchung des Erbes von Kolonialismus und Moderne. Die Künstler nähern sich ihren Themen in erster Linie durch den physischen, analogen Umgang mit bestimmten Materialien oder Techniken durch Geste, Effekt, Haptik, Intuition und Subjektivität. Diese Haltung des "praktischen" steht nicht im Gegensatz zum Konzeptionellen und Analytischen, ist keine Gegenreaktion auf das Virtuelle und Digitale und bedeutet keine "Rückkehr" zum Authentischen.
Vielmehr stellt es einen Versuch dar, eine undogmatische, offenere, integrativere und zeitgemäße Praxis zu entwickeln.