Berlin
Museum

Schwartzsche Villa

Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin

Die Schwartzsche Villa ist nicht nur Galerie mit wechselnden Ausstellungen, sondern auch Konzertsaal, Atelier, Zimmertheater und Café.

 

Die Schwartzsche Villa kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Mit dem Bau des Hauses als Sommersitz der Familie Carl Schwartz wurde 1895 begonnen. 1915 wurde es umgebaut, verschiedene Mitglieder der Familie Schwartz wohnten dort. Gabriele Schwartz, eine Tochter von Carl Schwartz, starb in den letzten Kriegswochen 1945 bei einem Bombenangriff. Kurz danach verstarb auch die letzte Bewohnerin des Hauses, und es stand völlig leer. Zeitweilig war ein Waisenheim untergebracht, dann ein Lager für Butter Beck.

 

 

Viele Jahre bis zum Kulturhaus

 

1961 wurde das Grundstück durch das Land Berlin erworben. Im Laufe der Jahre wechselten die Vorstellungen über eine Neubebauung. Seit 1981 setzte sich die »Kulturinitiative Lankwitz« für den Erhalt des Hauses und eine Nutzung als Kulturhaus ein. Es vergingen jedoch noch mehrere Jahre, bis 1992 die Grundsteinlegung zum Umbau als Kulturhaus in der Trägerschaft des Bezirksamtes erfolgen konnte.

 

 

Ein Haus – vielfältige Nutzung

 

Das Haus ermöglicht eine vielfältige Nutzung: Im Dachgeschoss gibt es ein Atelier, das für mehrere Wochen vergeben wird. Im Obergeschoss befinden sich die Galerie und das Zimmertheater, im Erdgeschoss der Große und Kleine Salon mit einem Flügel sowie das Kaminzimmer als Sitzungsraum. Im Keller gibt es eine Radierwerkstatt, ein Fotolabor sowie eine Probebühne.

Veranstaltungen und Ausstellungen

09.10.26 - 31.01.27

Isaac Chong Wai & Käthe Kollwitz – Die Mütter

Der in Berlin und Hongkong lebende Künstler Isaac Chong Wai führt in der kommenden Duo-Ausstellung in der Schwartzschen Villa einen posthumen Dialog mit Käthe Kollwitz, einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Thematisch stehen in der von Christine Nippe kuratierten Ausstellung Mütter und ihre Angst vor dem Krieg im Hinblick auf ihre Kinder im Fokus. Welche Gefühle der Schuld, Trauer und Wut begleiten sie? Die Beziehung zwischen Müttern und Kindern wird beleuchtet, ebenso die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart.

 

Käthe Kollwitz verlor selbst im Jahr 1914 ihren Sohn Peter und setzte sich mit ihrem Verlust in Zeichnungen, Radierungen und Skulpturen auseinander. Drei dieser Plastiken, unter anderem eine der bekanntesten: »Pietà« (aus den Jahren 1937–38), werden im Kulturhaus Schwartzsche Villa zu sehen sein.

 

Auch die Zweikanal-Videoinstallation des Künstlers Isaac Chong Wai »Die Mütter« von 2022 zeigt ihn und eine Gruppe von Darstellenden, die sich zu einer Festung zusammengeschlossen haben und sich im Uhrzeigersinn drehen, während sie Wiegenlieder und Trauergesänge aus verschiedenen Kulturen singen. Die ausgestellten Fotografien, darunter »Breathwork« und ein Selbstporträt, erweitern diese Auseinandersetzung um Fragen von Verletzlichkeit, kollektive Erfahrungen und Formen von Erinnerung und Verlust.

 

Gefördert aus dem Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke (KoGa) und dem Fonds für Ausstellungsvergütungen für bildende Künstler:innen (FABiK).

Standort
Standort
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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