Düsseldorf
Museum

Stadtmuseum Düsseldorf

Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf

Das Stadtmuseum ist als ältestes Museum Düsseldorfs nicht nur Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Stadtgeschichte sondern auch ein Ort zur Mitgestaltung der Stadtentwicklung. Ausstellungen, Programme und Social Networks machen Besucherinnen und Besucher zu Betrachtern, Forschern, Designern und Diskutanten der eigenen Stadt.

 

Die Sammlungen zeigen die Geschichte, Kultur und Kunst der Landeshauptstadt und ihrer Region von der Ur- und Frühgeschichte durch die Perioden der Stadtgeschichte bis in die Gegenwart. In wechselnden Sonderausstellungen beschäftigen wir uns pointiert mit spannenden Einzelthemen rund um Düsseldorf, die von lebendigen Angeboten begleitet werden. Jeden Sonntag um 15.00 Uhr bietet das Museum zudem öffentliche Führungen durch die Sonderausstellungen oder die Sammlungen an. Nutzt doch auch unser umfangreiches buchbares Führungsangebot, um die aufregenden historischen Ereignisse und Entwicklungen der Stadt näher kennenzulernen.

 

Die Museumspädagogik entwickelt Angebote für Schulen, Kindertagesstätten und ein vielfältiges Freizeit- und Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche, bei denen es u.a. durch die Epochen hindurch musikalische und kulinarische Kostproben gibt. Dabei sind nicht zuletzt die Familienführungen und Kindergeburtstage besonders beliebt. Unser Motto lautet: »Lernen mit Spaß und Kreativität!«.

Veranstaltungen und Ausstellungen

20.09.26 - 03.01.27

100 Jahre GeSoLei – Forschen, Entdecken, Verstehen

Das Stadtmuseum Düsseldorf und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf veranstalten gemeinsam eine Sonderausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der größten Ausstellung der Weimarer Republik: GeSoLei. Zur Diskussion gestellt werden Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekts dreier Institute: Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Institut für Kulturwissenschaften/Globalgeschichte und Institut für Kunstgeschichte. Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien, Filme und Archivalien präsentieren zentrale Themen der Lebenswelt, die auf der GeSoLei verhandelt und inszeniert wurden. 

 

Nach dem Ersten Weltkrieg war der Abzug der alliierten Besatzungstruppen – darunter viele französische Kolonialsoldaten aus Afrika und Asien– 1926 für Düsseldorf ein großer Schritt hin zu mehr Souveränität. Die Stadt pulsierte, wichtige infrastrukturelle und sozialpolitische Maßnahmen wurden umgesetzt und im Mai 1926 eröffnete die GeSoLei – auf einem Gelände von 400.000 Quadratmetern die größte Ausstellung der Weimarer Republik. Diese Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen – bereits zeitgenössisch mit dem Akronym GeSoLei abgekürzt – setzte neue Maßstäbe für die kulturelle und architektonische Identität Düsseldorfs. Mit 7,5 Millionen Besucher:innen aus dem In- und Ausland war die GeSoLei zudem ein wirtschaftlicher und touristischer Impulsgeber. Die GeSoLei bot zahlreiche Präsentationen zu den Bereichen Wissenschaft, Industrie und Kunst sowie einen ausgedehnten Vergnügungs- und Konsumbereich. Bis heute prägen die Dauerbauten das Düsseldorfer Stadtbild. Die Initiatoren repräsentierten die zentralen Bereiche Wissenschaft (unter anderem Arthur Schloßmann, Professor für Kinderheilkunde der Medizinischen Akademie, Mitglied der Leopoldina), Wirtschaft (Ernst Poensgen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Stahlwerke, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der deutschen Eisen- und Stahlindustrie, Präsident der Industrie- und Handelskammer), lokaler (Oberbürgermeister Robert Lehr, später Bundesinnenminister) und nationaler Politik (Reichspräsident Paul von Hindenburg, Vorsitzender des Ehrenpräsidiums mit Reichskanzler Hans Luther und dem österreichischen Bundespräsidenten Michael Hainisch) sowie Kunst (Wilhelm Kreis, Professor für Architektur an der Kunstakademie, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten). Wissenschaftliche Generalsekretärin der Ausstellung war die Ärztin Marta Fraenkel. Die zentralen gesellschaftlichen Themen, die auf der GeSoLei verhandelt und inszeniert wurden, können als Seismograf gesellschaftlicher Diskurse und Herausforderungen dieser ersten deutschen Demokratie, aber auch der heutigen Zeit, angesehen werden. Die propagierten Ziele bestanden – vor allem angesichts des verlorenen Weltkriegs – im »Wiedergesundungsprozeß dieses deutschen Menschen« (Fraenkel 1927) und darin, »der ganzen Welt […] zu zeigen, mit welchen Mitteln und mit welchem Erfolge das niedergeschlagene und künstlich niedergehaltene deutsche Volk um den Wiederaufstieg kämpft«. Der gesunde Körper des deutschen Volkes wurde so zum Hauptmotiv der GeSoLei.

 

In Kooperation mit:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Institut für Kulturwissenschaften/Globalgeschichte
Institut für Kunstgeschichte

 

Gefördert vom LVR-Dezernat Kultur

04.10.26 - 29.11.26

GEDOK A46 par excellence – Eine Multimediale Show

2026 feiert die GEDOK, eines der größten und traditionsreichsten Künstlerinnen-Netzwerke im deutschsprachigen Raum, seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentiert die Regionalgruppe GEDOK A46 e.V. Düsseldorf im Stadtmuseum die Ausstellung GEDOK A46 par excellence – Eine Multimediale Show.

 

Präsentiert wird ein Video, das als gemeinschaftliches Werk in Zusammenarbeit mit Studenten und Studentinnen der Akademie für Mode und Design, Düsseldorf, entwickelt wurde. Damit wird zugleich eine Brücke zu nachfolgenden Generationen geschlagen. Jede der an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen stellt ein Reel vor, das das breite künstlerische Spektrum der GEDOK A46 zeichnet.

05.10.26 - 31.10.26

open source – Vom Fund zur Form

Seit März 2026 arbeiten Künstler:innen des VdDK*1844 in den Depots und mit den Sammlungen des Stadtmuseums Düsseldorf, um ein künstlerisches Vorhaben zu realisieren. In den kommenden Monaten werden in ausgewählten Projekträumen des Museums Ausstellungen erste Ergebnisse gezeigt werden. Dabei kann es sich um abgeschlossene Arbeiten oder auch um Prozess-Skizzen handeln.
 

Frauke Berg, Das Festmahl
Gabriele Horndasch, CARTES POSTALES
 

[…] Frauke Berg hat sich mit dem Grafischen Kabinett und den Kupferstichen von Franz und Abraham Hogenberg beschäftigt und ist dort auf das historischen Ereignis von außergewöhnlicher Ambivalenz gestoßen: die Hochzeit Jakobe von Badens mit Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg im Jahr 1585. […]

Die Künstlerin interessiert sich in ihrer Arbeit mit der Gleichzeitigkeit von Exzess und Katastrophe. Was erzählen die Bilder – und was bleibt außerhalb ihres Rahmens? Die Dekadenz der höfischen Gesellschaft wird zum Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung mit Jakobe von Baden, aber auch mit gegenwärtigen Kriegen, gesellschaftlichen Verwerfungen und den blinden Flecken historischer wie heutiger Bildproduktion. Zu sehen sind erste Zeichnungen und Skizzen dieser Auseinandersetzung. 2027 möchte ich die Arbeit weiterführen und in einem Zuckerbankett räumlich und materiell erweitern.
 

Gabriele Horndasch hat bei Besuchen der Depots des Stadtmuseums eine Archivarin und einen Archivar beim Sortieren der gesammelten Postkarten des Carl Lauterbach gefunden. Sie entschied sich, auf Fotografien basierenden Konvolute aus der Zeit des ersten Weltkriegs, des zweiten Weltkriegs und das der »Pinups« zur Betrachtung auszusuchen. Geschichte in ihrem Bildmedium betrachten. Sie filmt Vorderseiten, Rückseiten und Hände, die die Postkarten drehen und wenden und entwickelt so eine Mehrkanal-Videoinstallation. 
 

Die Reihe open source, artists in residence wird unterstützt durch die Sparkassen Kulturstiftung Rheinland

Standort
Standort
Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch12:00–18:00
Donnerstag12:00–21:00
Freitag12:00–18:00
Samstag12:00–18:00
Sonntag12:00–18:00
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