Direkt neben der Porta Nigra liegt das Stadtmuseum Simeonstift, in dem sich historische Architektur mit moderner Gestaltung verbindet. Kunst- und kulturgeschichtliche Originale vom 10. bis 21. Jh. erzählen hier die Geschichte Triers. Auf fünf Etagen bietet das Museum vertiefende Hintergründe zum reichen kulturellen Erbe der Stadt.
Das historische Simeonstift, in dem sich ein Teil des Trierer Stadtmuseums befindet, stammt in seinen Ursprüngen aus dem 11. Jahrhundert. Errichtet wurde es zu Ehren des heiligen Simeon.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Greifbare Erinnerungen. Historische Souvenirs jenseits des Tourismus
Die Präsentation im Stifterkabinett widmet sich der Frage, welche Objekte zu bestimmten Anlässen als Erinnerungsstücke aufbewahrt wurden und wie diese Gegenstände zu Trägern persönlicher sowie kollektiver Erinnerung und Geschichte werden. Die Ausstellung zeigt Memorabilia aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, die selten im Rampenlicht stehen, aber für einen Einzelnen von großer emotionaler Bedeutung waren – und oft mehr über vergangene Zeiten erzählen als jedes Geschichtsbuch.
Im Fokus stehen Objekte, die mit einschneidenden Lebensmomenten verknüpft sind: etwa Erinnerungsstücke an die Hochzeit, die nicht nur von individueller Liebe und Hoffnung erzählen, sondern auch gesellschaftliche Konventionen und den Wandel familiärer Rituale sichtbar machen. Ebenso finden sich Zeugnisse aus der Zeit des Militärdienstes – Fotos oder aufwendig gestaltete Alltagsgegenstände wie Pfeifen, Krüge oder Tassen, die über Generationen hinweg aufbewahrt wurden. Sie erinnern an eine von militärischem Drill, Strenge und Entbehrungen geprägte Zeit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Heilig-Rock-Wallfahrt, deren Bedeutung für viele Gläubige durch Pilgerandenken in unterschiedlichster Form greifbar wird – Dinge, die zeigen, wie wichtig spirituell aufgeladene Gegenstände für die Pilgernden waren. Zugleich werfen sie ein Schlaglicht auf die wirtschaftliche Bedeutung der Wallfahrten für die Stadt Trier.
Die Ausstellung »Greifbare Erinnerungen« möchte dazu anregen, über die Rolle von Gegenständen im Erinnerungsprozess nachzudenken: Was heben wir auf – und warum? Wann wird ein Objekt zur Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart? Und was sagen diese Dinge über uns selbst aus?
Achtung, Baustelle! Mitmach-Ausstellung rund ums Bauen
Familienausstellung im Rahmen von 40 Jahre UNSESCO Welterbe Trier
Bauen, Staunen, Ausprobieren: Anlässlich des Jubiläums »40 Jahre UNESCO Welterbe in Trier« nimmt das Stadtmuseum Simeonstift in einer Familienausstellung die Kunst des Bauens in den Blick. Von monumentalen Römerbauten über barocke Paläste und historische Wohnhäuser zeigt der Rundgang, wie Bauwerke entstehen – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Gebäude. Die Ausstellungsstücke machen sichtbar, wie Handwerkskünste ineinandergreifen, welche Ideen das Bauen prägen und wie sich Architektur im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Mit inspirierenden Modellen, anschaulichen Stationen und überraschenden Einblicken lädt die Schau dazu ein, Baukultur neu zu entdecken und eigene Konstruktionen entstehen zu lassen. Geeignet ab dem Kindergartenalter und ein Erlebnisraum für alle, die Architektur als Abenteuer begreifen.
Über die gesamte Laufzeit der Ausstellung können Kinder in einem offenen Spielbereich an ihrer eigenen Vision der Stadt bauen: Mit Klemmbausteinen, Bauklötzen und viel Fantasie entsteht hier Trier im Miniaturformat – so, wie die kleinsten Bewohnerinnen und Bewohner es sich wünschen würden. Darüber hinaus findet ein breit gefächertes Begleitprogramm für alle Altersgruppen statt.

