Die Sammlung des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna in der ehemaligen Lindenbrauerei besitzt Modellcharakter. Weithin sichtbar durch den 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein, bietet sich dieser zeitgenössischen Kunstform seit 2001 tief unter der Erde eine Fläche von insgesamt 2.600 Quadratmetern. Seinen einzigartigen Charakter erhält das Museum durch die Konzentration auf den installativen Aspekt der Lichtkunst. Jede der Lichtinstallationen wurde eigens für die Räume vor Ort geschaffen und ist in ihrem ästhetischen wie technischen Auftritt individuell auf diesen Ort zugeschnitten.
Inzwischen haben dreizehn der international renommiertesten Lichtkünstler:innen eine dauerhafte Installation eingerichtet: Mario Merz, Joseph Kosuth, Mischa Kuball, Rebecca Horn, Christina Kubisch, Keith Sonnier, Jan van Munster, François Morellet, Christian Boltanski, Brigitte Kowanz und Olafur Eliasson. Den inhaltlichen Fokus der Sammlung bildet das Werk von James Turrell, der mit zwei Arbeiten in der Sammlung vertreten ist.
In dieser Form ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst das weltweit erste und einzige Museum, das sich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriert. Dabei stiftet die Begegnung zwischen avantgardistischer Lichtkunst und historischer Bausubstanz eine unverwechselbare Atmosphäre und inszeniert einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Das Museum wird im Rahmen von Führungen besucht.
Zurzeit können Sie folgende Formate wählen:
– der Besuch der ständigen Sammlung
– die Offene Begehung einmal im Monat ohne Führung
– eine Familienführung
Veranstaltungen und Ausstellungen
Claudia Robles-Angel – »Ripples«
Das Museum zeigt die interaktive Klangskulptur »Ripples« der kolumbianischen Medien- und Klangkünstlerin Claudia Robles-Angel.
Robles-Angel verfolgt die Idee, sowohl subtile Klänge als auch interne Mikrobewegungen im menschlichen Körper und deren Auswirkungen auf die Umgebung wahrnehmbar zu machen.
Die Installation wird im Rahmen der öffentlichen Führungen gezeigt.

