Friedrichshafen
Museum

Zeppelin Museum Friedrichshafen

Seestraße 22, 88045 Friedrichshafen

Das Zeppelin Museum macht Innovationen in Technik und Kunst erlebbar. Es begeistert Menschen für die Idee, das scheinbar Unmögliche zu wagen und als Pioniere der Kunst, des Handwerks oder der Industrie die Zukunft aktiv zu gestalten. 

 

Das Zeppelin Museum, das seinen Namen den von Graf Zeppelin in Friedrichshafen am Bodensee entwickelten Luftschiffen verdankt, ist ein Museum, das sich den innovativen Prozessen in Technik, Kunst und Gesellschaft verschrieben hat. 

 

Es beherbergt zwei Sammlungen. Zum einen die weltweit größte Sammlung zur Luftschifffahrt und der Innovation »leichter als Luft«, Zum anderen verfügt das Zeppelin Museum über eine Kunstsammlung mit Werken innovativer Werkstätten des Mittelalters und des Barock, die über Österreich hinaus bis nach Italien und Ungarn exportierten.

 

Während des Dritten Reichs wurde der Bodensee Zufluchtsraum für führende Künstler der Avantgarde, wie beispielsweise Otto Dix, Max Ackermann, Erich Heckel oder Willi Baumeister. Diese Künstler bilden einen weiteren Schwerpunkt der Kunstsammlung.

 

Die Kunstsammlung wird schrittweise um innovative und technikaffine Positionen der Gegenwartskunst erweitert.

Veranstaltungen und Ausstellungen

12.04.25 - 04.04.27

Escape-Room: Die Jagd nach den Zeppelin-Plänen

Tauche ein in ein Abenteuer aus längst vergangenen Zeiten im Escape-Room »Die Jagd nach den Zeppelin-Plänen«. Begib Dich in das ehrwürdige Arbeitszimmer von Graf Zeppelin und löse das Rätsel seiner geheimen Entwürfe für ein legendäres Luftschiff. Durchforste antike Möbel und entdecke verborgene Geheimnisse, während Du Dich durch das authentisch gestaltete Herrenzimmer des 20. Jahrhunderts bewegst. Kannst Du die Hinweise entschlüsseln und den geheimen Tresor knacken, bevor die Zeit abläuft?

 

 

Geeignet für

Kinder unter 12 Jahren mit Begleitung, ansonsten keine Altersbeschränkung

 

Personenanzahl

maximal 6 Personen

 

Dauer

45 Minuten

 

Kosten

30 € pro Gruppe (1-6 Personen)

 

Kontakt

Abteilung Diskurs & Öffentlichkeit
07541 380125 (Mittwoch: 9:30–12:00 und 14:00–16:30, Freitag: 9:30–12:00
[email protected]

 

Hinweise

Anfragen am Wochenende an [email protected] oder +49 (0) 7541 3801 660.

26.04.26 - 25.10.26

Schauhaus im Zeppelindorf. Geschichte(n) erleben

Herzlich willkommen am Erinnerungsort »Schauhaus«! Hier begegnen sich Erinnerungen, Perspektiven und Zeitebenen direkt am historischen Ort. Abseits von der Faszination des Zeppelins und seiner Technik stehen hier die Menschen, die Arbeiter:innen und ihre Familien, und ihre Erinnerungen im Zentrum. Erfahren Sie mehr über die Industriegeschichte in Friedrichshafen, die Zeppelinwohlfahrt – vor allem aber über die Bewohner:innen des Zeppelindorfes. Kurzum: Folgen Sie den Spuren der Geschichten in der Geschichte!

 

Hinweise

 

Aus Denkmalschutzgründen ist eine Besichtigung des Schauhauses für maximal zwölf Personen zeitgleich möglich. Besucher:innen können im Vorgarten oder im Schaugarten am Schauhaus verweilen, sollte die Kapazität gerade erschöpft sein. Das historische Objekt ist nicht barrierefrei.

22.05.26 - 04.04.27

Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

2026 feiert das Zeppelin Museum sein 30-jähriges Jubiläum im Hafenbahnhof. Zu diesem Anlass stellt sich das Museum in der Ausstellung »Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus« seiner eigenen Geschichte und arbeitet die Verstrickungen zwischen der politischen Nutzung von Zeppelinen und NS-Staat erstmals umfassend auf.

 

Leitend sind dabei Gefühlte Wahrheiten, ein Phänomen, das auf subjektiven, emotionalisierten Annahmen beruht: Aussagen, die wir irgendwo mal gehört und nicht hinterfragt, die sich im Laufe der Zeit verstetigt haben und unabhängig belegbare Fakten verdrängen. Sie dienen als Gerüst, um verklärende Erzählungen der Zeppelingeschichte zu dekonstruieren.

 

Gefühlte Wahrheiten bestimmen bis heute auch das Bild der Zeppeline als nostalgisch verklärte Technik. So hält sich etwa der Glaube, Zeppeline und die Konzerne, die sie bauten, seien unpolitisch gewesen. 

 

Die Forschung zeigt ein anderes Bild: Das sogenannte goldene Zeitalter der Luftschifffahrt war durch die Bedeutung der Zeppeline für die NS-Propaganda geprägt. Ihre Inszenierung reichte von Hakenkreuzen an den Leitwerken bis hin zu Propagandafahrten und Auftritten bei politischen Großereignissen. Das selbst konstruierte Bild Eckeners wurde undifferenziert reproduziert und bis heute weitergetragen. Tatsächlich waren ab 1933 die Zeppeline und die Menschen, die sie bauten und betrieben, auf die ein oder andere Weise in den NS-Staat und seine propagandistische Selbstdarstellung eingebunden. Dass dies ausschließlich unfreiwillig und ohne Begeisterung geschah, ist einer der zentralen verklärenden Erzählungen, die in der Zeit nach 1945 entstanden und bis heute wirksam sind.

 

 

Einordnung und Neubewertung

 

Das Zeppelin Museum verfolgt in der Sonderausstellung einen glokalen, multiperspektivischen und interdisziplinären Ansatz. Die eigene Sammlung wird auf den Kontext hin befragt und setzt den »gefühlten« Narrativen historische Forschung entgegen. Die Ausstellung ermöglicht so einen differenzierten Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus im Kontext historischer Kontinuitäten.

 

Die Aufarbeitung erfolgt entlang von Schlüsselereignissen und Schlüsselpersonen. Erstere setzen bereits vor der Zeit des Nationalsozialismus an, denn schon während der Kaiserzeit profitierten Zeppeline von ihrer politischen und emotionalen Aufladung. Im Ersten Weltkrieg waren sie militärische Werkzeuge, in der Weimarer Republik Symbole technischen Fortschritts und nationaler Ansprüche. Diese Wandelbarkeit machte sie für den NS-Staat zu Propagandawerkzeugen. Propagandafahrten der großen Zeppelin Luftschiffe zu politischen Großereignissen fungieren hierzu als zentrale Schlüsselereignisse. Ebenso die Katastrophe von Lakehurst, bei der mit der LZ 129 Hindenburg auch ein Symbol des NS-Staates verbrannte. Als Schlüsselpersonen werden Schicksale und Einzelpersonen präsentiert, die eine glokale Dimension eröffnen. Anhand ihrer Schicksale lassen sich Kontinuitäten und Wandel in der Diktatur beschreiben. Auch die eigene Museumsgeschichte wird kritisch beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei das 1938 eröffnete Werksmuseum der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, das anlässlich des 100. Geburtstags des Grafen Zeppelin neu gebaut wurde.

 

In der Ausstellung werden rund 200 Exponate gezeigt, überwiegend aus der Sammlung des Museums, mit einem Schwerpunkt auf historischem Bild- und Aktenmaterial. Zur Eröffnung erscheint ein umfangreicher Begleitband, der neue Forschungsergebnisse dokumentiert.

Standort
Standort
Seestraße 22, 88045 Friedrichshafen
Öffnungszeiten
Montag09:00–17:00
Dienstag09:00–17:00
Mittwoch09:00–17:00
Donnerstag09:00–17:00
Freitag09:00–17:00
Samstag09:00–17:00
Sonntag09:00–17:00
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