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Mülheim an der Ruhr

2026: MUSEUM_LAB@HRW | JUDITH BLODIG

Das museum_lab@HRW ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt der Hochschule Ruhr West und des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr. Die Ausstellungsfläche befindet sich im Foyer des Gebäudes am Standort Parkstadt an der Wissollstraße.
Dieser Ort dient sowohl als Durchgang als auch als Treffpunkt. Hier werden regelmäßig Ausstellungen mit jungen Künstlerinnen gezeigt. So werden weibliche künstlerische Positionen sichtbar gemacht. Zugleich entstehen dadurch Verbindungen zwischen Kunst und Wissenschaft.

 

Judith Blodig untersucht in ihren Gemälden und fotografischen Arbeiten die Grenze zwischen weiblicher Autonomie und gesellschaftlicher Objektivierung. Die Künstlerin macht in ihren Kunstwerken Spuren von Gewalt und gesellschaftliche und geschlechtsbezogene Machtverhältnisse radikal sichtbar. Im Zentrum stehen vergoldete Objekte, die Erwartungen maskieren: Eine Kugel ästhetisiert den Schmerz, ein sexuelles Objekt thematisiert Instrumentalisierung und ein phallischer Lippenstift verbindet Inszenierung mit Macht. Scheinbar spielerische rote Gummibären entlarven zudem die Alltäglichkeit von Gewalt. Durch den Kontrast aus verletzlicher Haut, Gold und Gummi tritt die Frau aus der Passivität. Ein hochpolitischer Akt, der tradierte Rollenbilder aufbricht.

 

Judith Blodig (*1981) ist eine deutsche Künstlerin, geboren und aufgewachsen in Ostdeutschland. Mit 40 Jahren traf sie die Entscheidung Bildende Kunst an der Hochschule Macromedia Freiburg im Breisgau zu studieren. Sie arbeitet interdisziplinär in Malerei, Fotografie und Objektkunst. Ihre Arbeiten stellt sie regelmäßig im süddeutschen Raum aus. Künstlerisch arbeitet sie mit Menschen mit Behinderungen sowie Paaren, die ihre Verbindung neu entdecken und vertiefen wollen. Sie ist aktives Mitglied im Kunstverein Global Forest e.V. in Sankt Georgen Schwarzwald sowie Mitglied in diversen Kunstvereinen des süddeutschen Raumes. Judith Blodig lebt und arbeitet in Villingen-Schwenningen.

 

Eröffnung: 6. November 2026, 11 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
35
Tage
13
Std
4
Min
48
Sek
Termine
Start06.11.2026
Ende30.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr kann auf eine bewegte, gut hundertjährige Geschichte zurückblicken. Hervorgegangen ist es 1909 aus der Privatsammlung des Mülheimer Bürgers Robert Rheinen. Durch gezielte Ankäufe und eine stete Förderung der mit Mülheim eng verbundenen Künstler Werner Gilles, Arthur Kaufmann, Hermann Lickfeld, Otto Pankok, Heinrich Siepmann und Werner Graeff konnte es über Jahrzehnte verschiedene Sammlungsschwerpunkte aufbauen. Mit der Übergabe der hochkarätigen Sammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler und seiner Frau an das Museum 1981, bildeten sich der Expressionismus und die klassische Moderne als Höhepunkt aus. Zeichnungen und Gemälde von Max Beckmann, Max Ernst, Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, Emil Nolde, Franz Marc und August Macke sind in den intimen Kabinetten des Altbaus des Museums zu sehen. Darüber hinaus besitzt das Museum als Schenkung des Mülheimer Arztes K. G. Themel eine der größten Heinrich Zille-Sammlungen außerhalb Berlins sowie ausgesuchte grafische Serien unter anderem von Ernst Barlach, Marc Chagall und Pablo Picasso. Seit 1994 residiert das Kunstmuseum im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost im Zentrum Mülheims in unmittelbarer Nachbarschaft des Medienhauses. Es wurde von 1984 bis 1994 zu einem Museum umgebaut. Den sehenswerten Platz vor dem Museum gestaltete der bedeutende Bildhauer Otto Herbert Hajek 1977 als farbiges Relief mit Stadtzeichen und Brunnen. In wechselnden Ausstellungen stellt das Museum Künstler und Themen der Sammlung, aus Stadt und Region sowie zur klassischen Moderne und zur internationalen zeitgenössischen Kunst vor. Regelmäßige Malkurse, Kunstberatungen, Führungen, Künstlergespräche und eine Artothek ergänzen das Programm. Im Foyer des Museums, der ehemaligen Schalterhalle, bietet der vom Förderkreis betriebene Museumsshop eine große Auswahl an Geschenkartikeln an. Gefördert und unterstützt wird das Kunstmuseum von Kunstverein und Förderkreis.

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