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Bremen

Gerhard Marcks – Seine Musiker und Dichter

Was geschieht, wenn ein Bildhauer sich der Musik und der Dichtkunst zuwendet? Das Gerhard-Marcks-Haus widmet sich dieser Frage am Beispiel von Gerhard Marcks (1889–1981). Der Künstler beschrieb sich mehrmals als »Musikbanause«, dennoch war er ein eifriger Konzertgänger und wacher Beobachter. Höchste Konzentration, extreme Körperspannung der Musiker:innen war für ihn, einen zeichnenden Bildhauer, eine ausgesprochen verlockende Kombination. Auf kleinformatigen Papieren entstanden während der Darbietungen lebendige Skizzen der agierenden Musiker:innen, die er im Atelier zu Plastiken und Druckgrafiken formte. Zu sehen sind auch Holzschnitte zur Dichtkunst, in denen Marcks seiner Griechenlandliebe Ausdruck verleiht. Tief berührte ihn die Geschichte des Orpheus, wie sie der römische Dichter Ovid in seinen »Metamorphosen« schildert.

Diese Ausstellung beginnt in
44
Tage
10
Std
33
Min
9
Sek
Termine
Start17.12.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–21:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Gerhard-Marcks-Haus
Gerhard-Marcks-HausAm Wall 208, 28195 Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus versteht sich als ein lebendiges, offenes und barrierefreies Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es will Menschen für dieses Thema begeistern und ihnen einen persönlichen Zugang dazu ermöglichen. Das Museum zeigt Kunst von hoher Qualität einem so breit wie möglichen Publikum. Auf ein diverses Publikum reagiert es durch persönliche Ansprache und Offenheit. Aus der ursprünglichen Ausrichtung des Museums als »Einkünstlersammlung« für Gerhard Marcks (1889–1981) ergeben sich drei Konsequenzen für das Ausstellungsprogramm. Erstens liegt ein Akzent auf der individuellen visuellen Sprache eines Künstlers. Das Museum zeigt daher fast ausschließlich monografische Ausstellungen. Zweitens gibt es eine Sympathie für figürliche Positionen in der Bildhauerei. Drittens muss das Museum – in der Tradition des Namensgebers – resistent gegen Moden und Mechanismen des Kunstmarkts sein. Der Kern der Sammlung ist das Œuvre von Gerhard Marcks. Weitere Sammlungsbestände stärken die Position des Gerhard-Marcks-Hauses als Bildhauermuseum. Der Fokus liegt auf der figürlichen Tradition aus dem Umfeld des Namensgebers. Jede Sammlungserweiterung dient dazu, auch in der Zukunft das Werk von Gerhard Marcks und sein Umfeld bis in die Gegenwart hinein repräsentativ zeigen, vermitteln und verleihen zu können. Das Gerhard-Marcks-Haus hat ein großes Interesse daran, dass seine Sammlungsbestände auch außerhalb des Museums wahrgenommen werden können.