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Bonn

Aki Inomata – Mit-Werden

AKI INOMATA (*1983 Tokio, lebt und arbeitet in Tokio) versteht ihre Werke als Brücke des Mit-Werdens zwischen Menschen und anderen Lebewesen. Dazu kooperiert sie mit verschiedenen nicht-menschlichen Organismen. Nach Ausstellungen im MoMA, New York, dem Musée d’arts de Nantes und dem National Museum of Modern Art, Kyoto, werden INOMATAS Arbeiten nun erstmals in einem Museum in Deutschland präsentiert. Dafür wird die Künstlerin mit drei Werkserien aus den vergangenen Jahren einen Sammlungsraum des Kunstmuseums bespielen:

 

In ihrer 2009 begonnenen Serie Why Not Hand Over a »Shelter« to Hermit Crabs? bietet die Künstlerin Einsiedlerkrebsen 3D-gedruckte Schneckenhäuser an, auf deren Oberseite sie Gebäude verschiedenster Städte ergänzt. Sie erinnert uns mit dieser Serie nicht nur an die Verbindung und das Mit-Werden von Mensch, Tier und Technologie, sondern stellt auch Fragen nach Umweltveränderungen, der Bedeutung von Heimat und Nationalität sowie den Folgen von Vertreibung und Flucht.

 

Für die Videoarbeit Think Evolution #1: Kiku-ishi (Ammonite) (2016–2017) rekonstruierte INOMATA, basierend auf Fossilien, die Schale eines Ammoniten. Diese Tiere starben etwa zeitgleich mit den Dinosauriern aus und sind eng mit heutigen Tintenfischen verwandt. Durch die filmisch festgehaltene Begegnung eines Kraken mit der 3D-gedruckten Nachbildung der Ammonitenschale initiiert INOMATA einen Dialog, der Millionen Jahre evolutionärer Entwicklung überspannt und gleichzeitig hochaktuelle technologische Verfahren einbezieht.

 

Für Memory of Currency (2021–2025) macht sich die Künstlerin die Schutzreaktion von Perlaustern zunutze. Fremdkörper in ihrem Inneren umschließen diese mit Perlmutt, wodurch Perlen entstehen. Muscheln und Perlen wurden an vielen Orten der Welt als frühe Währungsform genutzt. INOMATA setzt in die Muscheln Konterfeis von Personen ein, die auf Geldscheinen weltweit abgebildet sind oder waren. Die Muschel umschließt diese und erinnert so an die paradoxe Verbindung von Warenaustausch, Geld und Natur.

Diese Ausstellung endet in
10
Tage
5
Std
26
Min
41
Sek
Termine
Start30.04.2026
Ende01.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–19:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Bonn
Kunstmuseum BonnHelmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn

Das Kunstmuseum Bonn gehört zu den großen, bundesweit beachteten Museen für Gegenwartskunst. Sein 1992 eröffneter, von dem Berliner Architekten Axel Schultes entworfener Neubau zählt deutschlandweit zu den wichtigen Museumsbauten der letzten Jahrzehnte. Im Mittelpunkt des Hauses steht die rund 9.000 Werke umfassende Sammlung des Kunstmuseums Bonn mit ihrem zentralen Werkkonvolut zu August Macke und der Kunst der Rheinischen Expressionisten sowie die bedeutende Sammlung zur Kunst in Deutschland nach 1945 mit Schwerpunkt auf der Malerei, Fotografie und zeitbasierten Medien. Besonderes Kennzeichen des bundesweit einmaligen Profils ist die Konzentration auf eine überschaubare Anzahl herausragender Künstler:innen, deren Werk in großangelegten Künstler:innenräumen gezeigt wird. Die international ausgerichteten thematischen und monografischen Ausstellungsprojekte werden in der Regel aus einem engen Bezug zum Sammlungskontext entwickelt. Mit dem Aufgabenbereich »Bildung und Vermittlung« erschließt das Kunstmuseum Bonn neue Besucher:innenkreise und realisiert die gesellschaftspolitischen Anforderungen an eine zeitgemäße Museumsarbeit und Kunstvermittlung durch ein qualifiziertes und vielseitiges museumspädagogisches Angebot, das eine Schlüsselfunktion im Rahmen der Bonner Freizeit- und Bildungsangebote einnimmt. Zudem verankern vielfältige Kooperationen mit unterschiedlichsten Institutionen im lokalen und regionalen Kontext das Haus im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit.