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Berlin

Ansichtssachen

In den letzten Jahren sind ethnologische Sammlungen in europäischen Museen stark in die Kritik geraten. Dem stellt sich auch das Humboldt Forum. Die temporäre Ausstellung Ansichtssache(n). Ein Auftakt untersucht grundlegende Sichtweisen, die den Kolonialismus als gesamtgesellschaftliches Geschehen erkennbar machen. Die Installation widmet sich speziell den Spuren der Kolonisation in den ehemaligen deutschen Kolonialgebieten Kamerun, Namibia und Ozeanien und zeigt bis in die Gegenwart reichende Verflechtungen auf.

 

Fotografien und Schulbücher, Skulpturen und Interviews werden zum Ausgangspunkt, um die Blicke zwischen Kolonisator:innen und ehemals kolonisierten Gesellschaften zu reflektieren. Bezeichnend für diese Sichtweisen ist die Unterscheidung zwischen einem Wir und den Anderen – dem Othering der deutschen Gesellschaft im Hinblick auf die kamerunischen, namibischen und ozeanischen Gesellschaften und dem Blick dieser Gesellschaften auf die deutsche.

 

Um den Fokus auf die Betrachtungsweisen selbst zu richten und im Sinne der aktuellen Diskussion um Restitution arbeitet die Installation weniger mit musealen Exponaten, sondern setzt auf Reproduktionen. Daneben lassen künstlerische Arbeiten kulturelle und institutionelle Sichtweisen bewusst werden: Filme und Bilder zum Thema Intersektionalität reflektieren die Auswirkungen des kolonialen Kulturkontaktes anhand unterschiedlicher Biografien von Namibier*innen, die ab 1979 einen Teil ihrer Kindheit in der DDR verbrachten.

 

Die Ausstellung befindet sich auf der Ausstellungsfläche 214, angrenzend an die Sammlungspräsentationen des Ethnologischen Museums, die Namibia, Kamerun und den pazifischen Raum thematisieren. Sie ist eine der temporären Ausstellungen der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die im 2. und 3. Obergeschoss gezeigt werden. Die Präsentationen bringen verschiedene Wissensgebiete, Menschen und Communities sowohl bereits in der Entwicklung und Umsetzung als auch in der Vermittlung zusammen und tragen hiermit stark zum Forums-Charakter bei. Entwickelt von interdisziplinären Kurator:innen-Teams, entstehen sie in enger Kooperation mit Vertreter:innen von Gesellschaften und Gemeinschaften, deren Geschichte und Identität mit den ausgestellten Objekten verbunden ist.

Diese Ausstellung endet in
255
Tage
9
Std
22
Min
46
Sek
Termine
Start01.12.2021
Ende07.06.2027
Öffnungszeiten
Montag10:30–18:30
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:30–18:30
Donnerstag10:30–18:30
Freitag10:30–18:30
Samstag10:30–18:30
Sonntag10:30–18:30
Veranstaltungsort
Humboldt Forum
Humboldt ForumSchloßplatz, 10178 Berlin

Durch das Zusammenführen herausragender Sammlungen und mit einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Veranstaltungen, Bildung und digitalen Angeboten regt der Besuch zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an. Ein Haus, vier Akteure – an diesem zukunftsweisenden Projekt arbeiten partnerschaftlich die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Staatliche Museen zu Berlin Die Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz präsentieren auf der zweiten und dritten Etage des Humboldt Forums in groß angelegten Ausstellungen die weltberühmten Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst. Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin BERLIN GLOBAL, die Berlin Ausstellung im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums, entstand als Koproduktion von Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin. Humboldt-Universität zu Berlin Mit dem Humboldt Labor präsentiert die Humboldt-Universität zu Berlin im 1. Obergeschoß des Humboldt Forums eine lebendige Ideenwerkstatt, in der Spitzenforschung in den Dialog mit dem Publikum tritt. Auf rund 1.000 qm gibt die Humboldt-Universität Einblick in die Vielfalt und Relevanz von Wissenschaft. Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss ist Betreiberin und Bauherrin des Humboldt Forums. Sie entwickelt und realisiert kulturelle und künstlerische Veranstaltungen, Ausstellungsprojekte und Vermittlungsangebote, unterhält eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Ortes und sie koordiniert die Aktivitäten der weiteren Akteure im Humboldt Forum.