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Aachen

As My Hands Became the Leaves. Landschaft und Umwelt in der Sammlung Ludwig

Mit Arbeiten von Christo und Jeanne-Claude, Danielle Dean, Rackstraw Downes, Anton Egloff, Hamish Fulton, Nancy Graves, Michael Heizer, Richard Long, Robert Morris, Robert Smithson und Alan Sonfist.

 

2004 notiert der US-amerikanische Künstler Alan Sonfist: »I would twist my body into the hollow of the oak, as my hands became the leaves« [Ich würde meinen Körper in den Hohlraum der Eiche winden, während meine Hände zu Blättern würden]. Seine Notiz dient als Impuls für diese Ausstellung mit Werken aus der Sammlung des Ludwig Forum, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Bedingungen, der Bearbeitung oder der Aneignung von Land(schaft) auseinandersetzen: Wie begegnen Künstler:innen von den späten 1960er Jahren bis heute den Spuren, die der Mensch in der natürlichen Umwelt hinterlässt? Wie dokumentieren Künstler:innen ihre Begegnung mit der Tier- und Pflanzenwelt? Wie verarbeiten sie den menschlichen Eingriff in Landschaftsräume, die zunehmend unter dem Einfluss industrieller und marktwirtschaftlicher Interessen stehen? Wie prägen Erzählungen die Wahrnehmung von Umwelt?

 

Mit Werken der Land Art, mit Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Videokunst zeigt die Ausstellung künstlerische Auseinandersetzungen mit Landschaft als Spurenträger von Vergangenheit und Gegenwart; als Linse, durch welche Veränderungen und die komplexe Beziehung von Mensch und Umwelt sichtbar werden.

 

Kuratiert von Wiebke Wiesner

Diese Ausstellung endet in
164
Tage
11
Std
36
Min
51
Sek
Termine
Start10.10.2026
Ende04.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag13:00–17:00
Mittwoch13:00–17:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Ludwig Forum Aachen
Ludwig Forum AachenJülicher Straße 97–109, 52070 Aachen

Klassiker der Pop-Art, Gerhard Richter und Georg Baselitz, Graffitimalerei und Leipziger Schule: Peter und Irene Ludwig haben Zeit ihres Lebens eine unvergleichliche Sammlung herausragender Werke seit Beginn der 1960er-Jahre zusammengetragen. Schenkungen und Dauerleihgaben aus ihrer Kollektion sind heute weltweit in mehr als 20 Museen untergebracht. Das Stammhaus dieser einzigartigen Sammlung aber ist das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen, wo das Industriellenpaar lebte und von wo aus es eine der größten Schokoladen- und Süßwarenproduktionen der ehemaligen Bundesrepublik lenkte. Im Ludwig Forum Aachen sind etwa 3.000 Arbeiten der Sammlung untergebracht. Die Ludwigs gehören zu den ersten Sammler:innen der Pop-Art. Schon 1968 zeigten sie die neuen Amerikaner:innen in Aachen. Mit dabei: Andy Warhol, dessen beispiellose Karriere eng mit dem Paar verknüpft ist. 1970 reiste Peter Ludwig zu Duane Hanson nach New York und erwarb wichtige Figuren-Gruppen des Künstlers, auch die Supermarket Lady . Die frühen, skandalträchtigen Präsentationen machten Aachen zu einem hochrelevanten Ausstellungsort gegenwärtiger Kunst – noch bevor der Foto- und Hyperrealismus der documenta 5 von 1972 seinen Eroberungszug in Europa antrat. Später führten Ankäufe von Jeff Koons, Jonathan Borofsky, Jean-Michel Basquiat u. a. die amerikanische Linie fort. Seit Anfang der 1970er-Jahre weiteten die Ludwigs ihre Sammeltätigkeit in die DDR und nach Osteuropa aus. Werke aus dem »Ostblock« konnten oft nur in Gruppen erworben werden, und der Staat hatte teilweise Mitspracherecht bei der Auswahl der Arbeiten. So stehen historisch relevante Gemälde in einer Reihe mit Arbeiten von Ilja Kabakov und Erik Bulatov. Den Ankäufen in der UdSSR folgten seit 1983 Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Frühwerke von Nedko Solakov und Dan Perjovschi kamen so in die Sammlung. Später erregten China und Kuba die Aufmerksamkeit der Sammler:innen. Gerade die chinesische und die kubanische Kunst sind Schwerpunkte im Aachener Ludwig Forum . Neben den Werken aus der Sammlung Ludwig gehört eine Reihe von Arbeiten aus städtischem Besitz zum Bestand des Hauses. Darunter sind zum Beispiel etwa 300 hochkarätige Videoarbeiten wie z. B. von Bruce Nauman, Richard Serra, Laurie Anderson, Joan Jonas und Nam June Paik.