abgeschlossen
Bremen

Daphne Wright – Memory and Presence

Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert die erste Einzelausstellung der irischen Bildhauerin Daphne Wright (geb. 1963) auf dem europäischen Festland. Ihre nahezu lebensgroßen Skulpturen und Installationen halten Seinszustände fest und verweisen auf etwas, das einst Realität war. Wrights Werke kreisen um Vergänglichkeit, Zerbrechlichkeit sowie Lebensphasen zwischen Kindheit, Erwachsensein, Leben und Tod. Fragile Materialien wie ungebrannter Ton, Gips und Kunstharzprodukte sowie die vorherrschenden Weißtöne verleihen den Arbeiten eine stille, melancholische Präsenz.

 

Die Ausstellung zeigt Werke aus allen Phasen ihres Œuvres, angefangen bei den frühen Installationen aus Gips und Alufolie bis hin zur neusten Arbeit »Sons and Couch« (2025), ein lebensgroßer Abguss ihrer beiden Söhne, der in England bereits für großes Aufsehen sorgte. Wright nutzt scheinbar gegensätzliche Methoden wie Modellierung und Abgüsse nach lebenden und toten Wesen nebeneinander und schafft auch dadurch in jedem einzelnen Werk einen unterschiedlichen Wirkungsgrad.

 

Begleitend erscheint eine zweisprachige Publikation (Deutsch/ Englisch) im Hirmer Verlag.

Termine
Start12.07.2026
Ende18.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–21:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Gerhard-Marcks-Haus
Gerhard-Marcks-HausAm Wall 208, 28195 Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus versteht sich als ein lebendiges, offenes und barrierefreies Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es will Menschen für dieses Thema begeistern und ihnen einen persönlichen Zugang dazu ermöglichen. Das Museum zeigt Kunst von hoher Qualität einem so breit wie möglichen Publikum. Auf ein diverses Publikum reagiert es durch persönliche Ansprache und Offenheit. Aus der ursprünglichen Ausrichtung des Museums als »Einkünstlersammlung« für Gerhard Marcks (1889–1981) ergeben sich drei Konsequenzen für das Ausstellungsprogramm. Erstens liegt ein Akzent auf der individuellen visuellen Sprache eines Künstlers. Das Museum zeigt daher fast ausschließlich monografische Ausstellungen. Zweitens gibt es eine Sympathie für figürliche Positionen in der Bildhauerei. Drittens muss das Museum – in der Tradition des Namensgebers – resistent gegen Moden und Mechanismen des Kunstmarkts sein. Der Kern der Sammlung ist das Œuvre von Gerhard Marcks. Weitere Sammlungsbestände stärken die Position des Gerhard-Marcks-Hauses als Bildhauermuseum. Der Fokus liegt auf der figürlichen Tradition aus dem Umfeld des Namensgebers. Jede Sammlungserweiterung dient dazu, auch in der Zukunft das Werk von Gerhard Marcks und sein Umfeld bis in die Gegenwart hinein repräsentativ zeigen, vermitteln und verleihen zu können. Das Gerhard-Marcks-Haus hat ein großes Interesse daran, dass seine Sammlungsbestände auch außerhalb des Museums wahrgenommen werden können.

Weiterführende Literatur