läuft
Frankfurt am Main

Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!

Design for Democracy versteht sich als ein von Verantwortung geprägtes Gestalten zur Erleichterung, Erweiterung, Erhaltung und Intensivierung des Lebens. Ein Gestalten guter, partizipativer Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit, die – als gute Probleme definiert – ebenso gute gestalterische Lösungen verlangen. Design will dabei als ein Veränderungsprozess verstanden werden, den der Mensch an seiner Umwelt vollzieht, als ein Werkzeug, das ein friedliches, vielfältiges und demokratisches Miteinander fördern kann.

 

Gut gestaltete, einladende öffentliche Orte, Sportanlagen und Parks, hilfreiche Tools – die eine Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen, inklusive Museen und Dritte Orte, wandelbare Wohnarchitekturen, klare Leitsysteme und Erklärungen für Behördengänge sowie kluge Mobilitätskonzepte sind Teile jener nachhaltigen Infrastruktur, die gesellschaftlichen Zusammenhalt im Alltag und einen positiven Blick in die Zukunft erst möglich machen.

 

Das Vorhandensein und der Zustand einer solchen Infrastruktur entscheiden mit über Bildungschancen, sozialen Aufstieg, Integration, das Gefühl, ob das Gemeinwesen für alle da ist – oder nicht – und nicht zuletzt über das Vertrauen in demokratische Handlungsfähigkeit. Der überlegte, weil auf Ressourcenschonung, Langlebigkeit, guten Arbeitsbedingungen und ästhetischer Qualität ausgerichtete Gestaltungsprozess von Produkten entscheidet mit über die Zukunftsfähigkeit unserer Welt, das Angebot und die Möglichkeit des Mitgestaltens über die Art und Weise eines Miteinanders im Hier und Jetzt.

 

25 Projekte aus dem In- und Ausland wurden von den Kurator:innen für die erstmals im Museum Angewandte Kunst zusammengestellte Präsentation im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ausgewählt. Es sind aktuelle Gestaltungsbeispiele aus der Region Frankfurt RheinMain, die mit europäischen Projekten und Positionen verknüpft sind. Ein abwechslungsreicher Parcours durch die Ausstellung beleuchtet das Verhältnis von Design und Demokratie, eröffnet neue Perspektiven auf Co-Kreation und Gemeinwohl und hinterfragt die Wirksamkeit von guter Gestaltung.

 

Kurator:innen: Anna Scheuermann, Prof. Matthias Wagner K

Diese Ausstellung endet in
3
Tage
22
Std
0
Min
11
Sek
Termine
Start22.05.2026
Ende28.06.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch12:00–20:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Angewandte Kunst
Museum Angewandte Kunst Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt

Als lebendiger Ort des Entdeckens richtet das Museum Angewandte Kunst seit seiner Wiedereröffnung im April 2013 und unter der Leitung des Direktors Prof. Matthias Wagner K den Fokus auf die Wahrnehmung gesellschaftlicher Strömungen und Entwicklungen, mit einem Schwerpunkt auf Design, Mode und Performativem. Vor dem Hintergrund seiner bedeutenden Sammlungen will es Verborgenes sichtbar machen und Beziehungen schaffen zwischen den Geschehnissen und Geschichten rund um die Dinge. Die wechselnden Ausstellungen erzählen von kulturellen Werten und sich wandelnden Lebensverhältnissen. Darüber hinaus verweisen sie stets auch auf die Frage, was angewandte Kunst heute ist und sein kann und zeigen das ihr eigene Spannungsfeld zwischen Funktion und ästhetischem Mehrwert auf. Mit neuen Präsentationsformaten geht das Museum Angewandte Kunst auf Distanz zu den traditionellen, aus dem 19. Jahrhundert stammenden Sammlungs- und Ordnungskriterien. An die Stelle einer Auseinandersetzung mit den Objekten allein aus ihrer Historie heraus ist ein Aus- und Verhandeln von zeit- und unzeitgemäßen Betrachtungen getreten, woraus Fragestellungen erwachsen, denen in thematischen Ausstellungen mit immer wieder neuen Objektkonstellationen begegnet wird. Die 2014 eröffnete Präsentation Elementarteile. Aus den Sammlungen ist hierbei zentral. Für diese »museale Herzkammer« wurden aus allen Sammlungsbereichen, Geografien und Zeiten Exponate ausgewählt, die gerade in ihrer Unterschiedlichkeit nebeneinander stehen. An dieser Stelle zeigt das Museum Angewandte Kunst sein Potenzial, legt seine Sammlungsgeschichte und den Ausgangspunkt kuratorischer Praxis offen.

Social Media