Im Erdgeschoss des MK&G bietet ein Projekt einen seltenen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit: Präsentiert wird die aufwendige Restaurierung des Miniatur-Ensembles »Die Vier Jahreszeiten« des Zittauer Goldschmieds Christoph Ertel (1670–1719) – ein herausragendes Beispiel barocker Schatzkunst. In anschaulicher und kompakter Form vermittelt die Kabinettausstellung zentrale Etappen des Forschungsprojekts: Von Ertels kunstvoller Arbeitsweise über die aufwendige Objektkonstruktion bis hin zur faszinierenden Materialvielfalt. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass bis zu 20 verschiedene Materialien verwendet wurden – darunter bemaltes Elfenbein, vergoldetes und emailliertes Silber, Glas, Perlen sowie Edelsteine wie Diamanten, Rubine, Smaragde und Jaspis. Weitere Befunde sowie Werkzeuge eines Goldschmieds verdeutlichen die Besonderheit der »Vier Jahreszeiten« von Christoph Ertel. Vier kleine Skulpturen, die die Jahreszeiten symbolisieren.
Die Erforschung von Ertels »Vier Jahreszeiten« im MK&G entstand in Kooperation mit der Akademie der Künste Stuttgart und dem Mineralogischen Museum der Universität Hamburg.
Das Restaurierungsprojekt wird gefördert von der Rudolf-August Oetker-Stiftung.

