Die Edition S Press war von 1970 bis 2005 ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance. Mit Tonbändern, Audio- und Videokassetten sowie Medienpaketen entwickelte er neue Formen der Veröffentlichung akustischer Kunst. Über 80 Editionen versammeln Werke von Künstler:innen aus Europa, den USA und der Sowjetunion.
Viele entstanden während des Kalten Krieges und zeigen, wie Poesie und Klangkunst zu Ausdrucksformen von Widerstand und künstlerischer Freiheit wurden. Gerade heute, angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer Tendenzen, wirken diese Arbeiten erstaunlich aktuell. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Edition S Press und zeigt, wie ein westdeutscher Kleinverlag internationale Kunstgeschichte mitgeschrieben hat. Zu sehen und zu hören sind zahlreiche Audio- und Videoarbeiten sowie Programme, Plakate, Fotografien, Flyer und Pressematerialien.
Ausstellung auf Ebene 3,5
Kuratiert von Sabine Hänsgen, ehemalige Mitherausgeberin der Edition S Press.