Bremen
Museum

Weserburg Museum für moderne Kunst

Teerhof 20, 28199 Bremen

Die Weserburg Museum für moderne Kunst ist Bremens Haus für internationale Kunst der Gegenwart. Wechselnde Einzel- und thematische Gruppenausstellungen sowie eine langfristig angelegte Sammlungspräsentation ermöglichen lebendige Auseinandersetzungen mit dem Kunstschaffen von den 1960er Jahren bis heute. 1989 legte die Freie Hansestadt Bremen den Grundstein für die Stiftung Neues Museum Weserburg, die als Europas erstes Sammlermuseum 1991 ihre Räume eröffnete. Seit 2007 firmiert das Haus unter dem Namen Weserburg Museum für moderne Kunst. Enge Partnerschaften mit Privat- und Unternehmenssammlungen bilden die Grundlage, um in unterschiedlichen Formaten und in Ergänzung der eigenen Sammlungsbestände einen spannungsreichen Umgang mit Kunst der Gegenwart umzusetzen.

 

 

Internationale Ausrichtung und regionale Verankerung

 

Das bietet in vielfältigen Ausstellungen, Veranstaltungen, Vermittlungsformaten und wissenschaftlich erarbeiteten Publikationen einen Einblick in die internationale Kunst. Ein Schwerpunkt liegt auf hochqualitativen Positionen des Fluxus und Nouveau Réalisme, der Sound, Conceptual und Minimal Art – Bewegungen, die im Dialog mit der Kunst des 21. Jahrhunderts das Programm prägen. Neben ihrer dezidiert internationalen Ausrichtung fühlt sich die Weserburg Museum für moderne Kunst auch den herausragenden regionalen Positionen und der Nachwuchsförderung verpflichtet.

Veranstaltungen und Ausstellungen

23.09.23 - Auf unbestimmte Zeit

So wie wir sind

Mit Werken von mehr als 100 Künstler:innen und -gruppen aus unterschiedlichen Zeiten und Orten dieser Welt eröff­net So wie wir sind auf 2.500 m2 vielgestaltige Perspekti­ven auf die Kunst der Gegenwart.

 

So gibt es Themenareale zu Darstellungen des Selbst oder Wahrnehmungen von Landschaft, zu Deutschlandbildern, zu formulierter Ermächtigung oder manifestierten Machthierarchien, zu neuen Perspektiven auf die Kunstgeschichte oder zum Alltag, zu Nationalismen oder Überwachung, aber auch zur vertikalen Form oder der Vielfalt des Schwarzen. Kunsthistorische Fragestellungen stehen damit ebenso im Fokus wie gesellschaftspolitische Diskurse. Haltungen aus den 1960er/1970er Jahren werden in die Gegenwart weiterentwickelt, renommierte Namen werden von jungen, noch zu entdeckenden Positio­nen herausgefordert und Sichtweisen der klassischen Kunstgeschichte gegen den Strich gebürstet.

 

Als verbindender roter Faden zieht sich das Potential von Kunst durch die Ausstellung, widerständige Sichtweisen auf das Bekannte zu entwickeln und überraschende Perspektiven auf das einzunehmen, was uns alle verbindet. So entste­hen spannende, humorvolle, poetische und radikale Möglichkeiten, sich den Fragen unserer Zeit über die Kunst zu nähern.

 

Ausstellung auf Ebenen 1, 2 und 4 ½

 

Kuratiert von Ingo Clauß und Janneke de Vries

21.02.26 - Auf unbestimmte Zeit

Susan Philipsz – Glass Track

Die Klanginstallation Glass Track (2012) der schottischen Künstlerin Susan Philipsz ist ein exemplarisches Beispiel für ihre Arbeit mit Klang, Raum und Erinnerung. Philipsz ist bekannt für ihre meist ortsspezifischen Klanginstallationen, die mit ihrer eigenen, ungeschulten Stimme, Alltagsgegenständen als Instrumenten oder ungewöhnlichen Tönen von klassischen Instrumenten arbeiten. Sie nutzt Klang, um Räume neu zu definieren und emotionale Reaktionen hervorzurufen.

 

In Werken wie Study for Strings (2012) zum Beispiel, isoliert sie einzelne Instrumentalstimmen aus bestehenden Kompositionen und platziert sie in spezifischen räumlichen Kontexten, um Themen wie Verlust, Abwesenheit und Erinnerung zu erforschen. Das hier installierte Stück Glass Track verfolgt ein ähnliches Konzept und integriert Glas als akustisches und symbolisches Element. Glas steht sowohl für Transparenz als auch für Zerbrechlichkeit – beides häufige Themen in Philipsz‘ Werk. Die Installation beinhaltet Klänge, die durch oder mit Glas erzeugt werden oder sich assoziativ anschließen. Mit Glass Track setzt Philipsz ihre Erkundung der emotionalen Resonanz von Klang und Raum fort und verwandelt das Hans Otte.Klanghaus der Weserburg in einen poetischen Ort, an dem hoch über der Weser die Beziehungen zwischen Klang, Material, Erinnerung und Zuhörer:innen verschmelzen.

 

Susan Philipsz wurde 1965 in Glasgow geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Bildhauerei am Duncan of Jordanstone College of Art and Design in Dundee und erwarb einen Masterabschluss an der University of Ulster in Belfast. 2010 erhielt sie als erste Klangkünstlerin den renommierten Turner Prize für ihre Arbeit Lowlands, eine Klanginstallation unter drei Brücken in Glasgow, in der sie das traditionelle schottische Lied Lowlands Away sang. Philipsz‘ Werk wurde international ausgestellt, unter anderem bei der documenta 13 in Kassel und im Museum of Modern Art in New York. Sie unterrichtet seit 2019 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

12.09.26 - 29.08.27

Edition S Press. Gedichte, die man hören muss

Die Edition S Press war von 1970 bis 2005 ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance. Mit Tonbändern, Audio- und Videokassetten sowie Medienpaketen entwickelte er neue Formen der Veröffentlichung akustischer Kunst. Über 80 Editionen versammeln Werke von Künstler:innen aus Europa, den USA und der Sowjetunion.

 

Viele entstanden während des Kalten Krieges und zeigen, wie Poesie und Klangkunst zu Ausdrucksformen von Widerstand und künstlerischer Freiheit wurden. Gerade heute, angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer Tendenzen, wirken diese Arbeiten erstaunlich aktuell. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Edition S Press und zeigt, wie ein westdeutscher Kleinverlag internationale Kunstgeschichte mitgeschrieben hat. Zu sehen und zu hören sind zahlreiche Audio- und Videoarbeiten sowie Programme, Plakate, Fotografien, Flyer und Pressematerialien.

 

Ausstellung auf Ebene 3,5

 

Kuratiert von Sabine Hänsgen, ehemalige Mitherausgeberin der Edition S Press.

Standort
Standort
Teerhof 20, 28199 Bremen
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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