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Berlin

Emilio Vedova – Mehr als Bewegung um ihrer selbst willen

Ausstellung

Mit der Ausstellung Emilio Vedova – Mehr als Bewegung um ihrer selbst willen widmet das Kunsthaus Dahlem dem venezianischen Künstler eine Schau, die den Fokus auf seine Berliner Jahre von 1963 bis 1965 legt. Diese Zeit markiert eine wichtige Phase in Vedovas Schaffen, in der er künstlerisch neue Wege beschritt.

 

 

Emilio Vedova in Berlin

 

Eingeladen von Werner Haftmann im Rahmen eines Künstlerprogramms der US-amerikanischen Ford Foundation kam Emilio Vedova (1919–2006) im November 1963 nach Berlin – eine Stadt, die damals wie kaum eine andere für Widersprüche stand: traumatisiert durch die NS-Vergangenheit, zerrissen durch den Kalten Krieg und doch voll kultureller Energie. Diese »Insel-Stadt«, wie Vedova sie nannte, wurde für ihn zum Schauplatz einer höchst produktiven künstlerischen und gesellschaftspolitischen Bestandsaufnahme.

 

Vedova zog in das ehemalige Staatsatelier Arno Brekers in Dahlem, einem historisch aufgeladenen Ort nationalsozialistischer Propagandakunst, dem seine Arbeiten nun diametral gegenüberstanden. In der riesigen Mittelhalle des Gebäudes entstand eine Vielzahl von Werken, die von großer Experimentierlust zeugen. Besonders die Plurimi, bewegliche Bildtafeln, mit denen Vedova die Malerei in den Raum hinein öffnete, sind Ausdruck dieser Berliner Schaffensperiode. Mit ihnen löste sich der Künstler von der streng geometrischen Abstraktion, die sein Werk seit den 1940-Jahren prägte. Den Plurimi, ihrer Dynamik, Wandelbarkeit und Expressivität, liegt nicht nur eine »Theorie der Bewegung« zugrunde, mit der Vedova eine räumlich gedachte Malerei erprobte, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Spannungen, denen er in Berlin begegnete.

Diese Ausstellung endet in
14
Tage
17
Std
42
Min
16
Sek
Start Termin
21.11.2025
Ende Abschluss
08.03.2026
Öffnungszeiten
Montag
11:00–17:00
Dienstag
geschlossen
Mittwoch
11:00–17:00
Donnerstag
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Freitag
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Weiterführende Literatur