Gesten, Körperhaltungen und Mimik gehören zu den unmittelbarsten Ausdrucksformen menschlicher Emotionen. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Künstler:innen mit Freude und Angst, Wut, Trauer oder Verzweiflung. Die Ausstellung »Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter« versammelt Werke aus fünf Jahrhunderten aus der Sammlung des Kunstmuseums und widmet sich der bildlichen Darstellung von Affekten.
Von Albrecht Dürer über Rembrandt und Guido Reni bis zu Käthe Kollwitz und Rudolf Schlichter spannt sich ein weiter Bogen künstlerischer Strategien. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken zeigen, wie Gefühle zu lesbaren Zeichen werden. Dabei wird deutlich, dass Affekte eine erstaunliche zeitübergreifende Verständlichkeit besitzen – und zugleich historisch geprägt sind. In ihren vielen Nuancen werden diese Emotionen zu einem direkten Zugang für das Publikum. Die Kunstwerke sprechen uns an, berühren, irritieren oder bewegen uns. Sie können überwältigen oder leise Mitgefühl auslösen – und schaffen so eine Verbindung zwischen den Menschen von damals und den Betrachtenden von heute.

