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Graz

Günter Brus – Das Bleiben im Rahmen des Unmöglichen

Mit der offiziellen Eröffnung des Joanneumsviertels am 26. November 2011 wurde das erste und zugleich letzte Mal die Sammlung des BRUSEUMs umfangreich der Öffentlichkeit präsentiert. 15 Jahre später gibt das Haus erneut Einblick in seine vielfältige Sammlung und richtet dem Künstler, der im Februar 2024 verstorben ist, eine retrospektive Schau aus eigenen Beständen aus.

 

Angesichts knapper werdender Budgets rückt man nicht nur die Qualität der eigenen Sammlung in den Fokus, sondern richtet den Blick auch gezielt auf die Bestandserweiterungen in den letzten Jahren durch Schenkungen und Dauerleihgaben. Notwendig gewordene Revitalisierungsmaßnahmen in den Museumsräumen werden in die Ästhetik der Ausstellungsdisplays miteinbezogen und thematisieren die permanente Arbeit an und mit der eigenen Sammlung. Zugleich wird auch ein Schlaglicht auf die Ausstellungsbedingungen des Künstlers in den ersten Jahrzehnten seiner Karriere geworfen, in denen museale Repräsentationsräume und White Cubes die Ausnahme waren.

 

Kuratiert von Roman Grabner

Diese Ausstellung endet in
4
Tage
11
Std
29
Min
52
Sek
Termine
Start29.05.2026
Ende26.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Neue Galerie Graz
Neue Galerie GrazJoanneumsviertel, 8010 Graz

Als Museum für moderne und zeitgenössische Kunst mit einer umfangreichen Sammlung von Werken österreichischer und internationaler Künstler/innen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus den unterschiedlichsten Medien widmet sich die Neue Galerie Graz der Forschung zur jüngeren Kunstgeschichte ab dem 19. Jahrhundert, mit einem gesonderten Schwerpunkt in der Kunst des 20. Jahrhunderts und zahlreichen Anknüpfungspunkten bis in die Gegenwart. Das Museum ging 1941 aus der Teilung der Landesbildergalerie des Steiermärkischen Landesmuseums in eine Alte Galerie und eine Neue Galerie hervor, wobei letztere die Werkbestände der Landesbildergalerie aus der Entstehungszeit ab dem 19. Jahrhundert in ihre Sammlung übernahm. Ab den 1960er-Jahren hat sich die Neue Galerie Graz zu einem Zentrum für aktuelle Strömungen der zeitgenössischen bildenden Kunst entwickelt, wobei vor allem die Ausstellungsreihen der Internationalen Malerwochen in der Steiermark (1966–1992) und der Trigon-Biennalen (1963–1992) mit ihrem Fokus auf die Kunstentwicklung in Österreich und seinen unmittelbaren Nachbarländern die programmatische Ausrichtung und den Aufbau der Sammlung bestimmt haben. Ab den 1990er-Jahren erfolgte eine Internationalisierung hinsichtlich der Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit mit einem Fokus auf die Gegenwartskunst in Europa und den USA. Der Sammlungsbestand umfasst einen Querschnitt künstlerischer Strömungen der letzten 200 Jahre wie u. a. Biedermeier, Realismus, Jugendstil, (regionale) Formen der klassischen Moderne, Positionen österreichischer und internationaler Malerei nach 1945, Wiener Aktionismus, Medien- und Konzeptkunst u. v. m., welche in unterschiedlichen Medien wie Malerei, Grafik, Plakatkunst, Plastik, Fotografie und Video mit einem Gesamtumfang von etwas mehr als 60.000 Einzelstücken vertreten sind. 2008 wurde die Sammlung mit dem BRUSEUM um einen Schwerpunkt zum Schaffen von Günter Brus erweitert. Ausstellungen präsentieren zentrale Künstlerpositionen sowie Themen der Kunstgeschichte, wobei die vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung und folglich mit der Geschichte des Museums in seinem veränderlichen soziopolitischen Umfeld den Blick über die Kunst hinaus erweitert und das Museum als Dialogplattform erschließt, wo nicht nur Fragen der Kunst und Kunstgeschichte, sondern eine Vielzahl von Themen von allgemeinem Interesse erörtert werden. 2011 erfolgte die Übersiedelung des Museums in das Joanneumsviertel, wo sich die Neue Galerie Graz in einem großzügig bemessenen und nach modernsten Ansprüchen adaptierten Museumsgebäude mit einer Ausstellungsfläche von über 2.000 Quadratmetern präsentiert.

Weiterführende Literatur