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Kaiserslauten

Hans Purrmann als Sammler – Vom Glück des Findens

Jahrtausende alte ägyptische Figuren, reich bemalte griechische Vasen, Reliefs und Kleinbronzen aus dem alten Rom, mittelalterliche Skulpturen, bunte Kacheln aus dem islamischen Kulturraum, kostbare Cranach-Grafiken der Reformationszeit, sowie Blätter von Delacroix, Daumier, Lorrain, Renoir, Matisse, Cézanne und Picasso: All dies sammelte Zeit seines Lebens der in Speyer geborene Maler Hans Purrmann (1880–1966).

 

Vielen ist Purrmann vor allem über seine leuchtenden Landschaften, Stillleben und Bildnisse bekannt. Was der breiten Öffentlichkeit aber bisher noch eher unbekannt ist: Purrmann war ein Sammler aus Leidenschaft. Daher richtet das mpk nun seinen Blick auf Purrmanns einzigartig reiche Kunstsammlung. Die große Sonderausstellung, die zugleich Purrmanns einhundertjährige Verbundenheit mit dem mpk feiert, wird neben Gemälden und Druckgrafiken des Künstlers viele kostbare Exponate aus seiner früheren Kunstsammlung zeigen.

 

Die Ausstellung gibt damit neue Einblicke in Purrmanns Tätigkeit als Sammler wertvoller Stücke aus Antike, Mittelalter und Neuzeit, und die Besucherinnen und Besucher können über die Exponate in den Kosmos der Purrmann’schen Sammlung eintauchen. Die Objekte stammen aus Privatbesitz und waren in dieser Zusammenstellung noch niemals öffentlich ausgestellt.

 

Die Sonderausstellung, die in Kooperation mit dem Hans Purrmann Archiv und der Hans Purrmann Stiftung entsteht, wird eine atmosphärisch dichte Neubegegnung mit dem Werk und dem Leben von Hans Purrmann bieten, einem der prägenden Maler der Klassischen Moderne in Deutschland und einem der erfolgreichsten Pfälzer Künstler des 20. Jahrhunderts. Ein besonderes Highlight: Vasen und Skulpturen, die Purrmann als Motive für seine Stillleben verwendete, werden in Kaiserslautern nun neben den Gemälden zu erleben sein.

 

Das Museum verwandelt sich damit gleichsam in ein Atelier, das Einblick gibt in die Entstehung von Purrmanns farbkräftigen Bildern.

 

Kuratiert von Dr. Felix Billeter, Dr. Sören Fischer und Eva Fritz M.A.

 

Eröffnung: 23. Oktober 2026, 19 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
16
Tage
15
Std
1
Min
27
Sek
Termine
Start24.10.2026
Ende31.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag11:00–20:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Museum Pfalzgalerie KaiserslauternMuseumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern

Das Museum Pfalzgalerie wurde 1880 zunächst als Pfälzisches Gewerbemuseum eröffnet, einige Jahre später wandelte sich der Sammlungsschwerpunkt jedoch. Malerei zog 1903 mit der Schenkung Hofrats Benzino ein und Graphik wird seit 1923 gesammelt, erst Mitte der 1960er Jahre kamen Skulptur und Plastik als zusätzliches Sammlungsgebiet hinzu. Von Beginn an wurden traditionelle wie innovative Tendenzen miteinander in Verbindung gebracht, narrative und abstrakte Inhalte parallel ausgestellt und angekauft. Die Gemäldesammlung Die Gemäldesammlung umfasst ca. 900 Gemälde. Herausragende Exponate in einer exquisiten Auswahl, laden in einer ständigen Präsentation zu vielfältigen Kunstbegegnungen ein. Einen Schwerpunkt bildet die Kunst des 19. Jahrhunderts. Bemerkenswerte, damals zeitgenössische Werke, unter anderem von Anselm Feuerbach, Carl Spitzweg und Johann Wilhelm Schirmer gelangten 1903 durch eine Schenkung des aus Landstuhl stammenden Münchner Hofrats Joseph Benzino in den Bestand und markieren den Beginn der Gemäldesammlung. Bedeutende Beispiele des deutschen Impressionismus, des Expressionismus, der Kunst nach 1945 und vielfältige Positionen des 21. Jahrhunderts setzen weitere Akzente. Amerikanische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts nimmt einen festen Platz in der konzeptionellen Arbeit des Museums ein. Heute konzentriert sich die Sammeltätigkeit des mpk auf internationale zeitgenössische Kunst. Die Skulpturensammlung Dreidimensional wie die Menschen selbst und ihre unmittelbare Lebenswelt, entfaltet sich der skulpturale Kosmos des mpk zwar nicht kunsthistorisch ungebrochen, doch vielfältig, lebendig und repräsentativ. Vor allem bezogen auf das 20. Jahrhundert findet sich eine enorme Bandbreite künstlerischer Ideale und Formvorstellungen. Dieser Schwerpunkt ergibt sich aus der Gründungsgeschichte des Hauses. Die Graphische Sammlung Die Graphische Sammlung des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern ist seit rund 100 Jahren ein Ort herausragender Sammelleidenschaft und eines der erstklassigen graphischen Kabinette in Südwestdeutschland. Kunst auf Papier lässt sich hier in allen ihren Facetten studieren, genießen und in größeren kunsthistorischen Zusammenhängen darstellen. Mit der Druckgraphik, der Zeichnung sowie der Fotografie werden in der Sammlung die Hauptgattungen der Kunst auf Papier sowohl in herausragenden Einzelblättern als auch in umfangreichen Serien, Künstlerbüchern oder Mappenwerken bewahrt und regelmäßig in Sonderausstellungen präsentiert. Angewandte Kunst In der Kunsthandwerklichen Sammlung des mpk sind Inkunabeln der Kulturgeschichte von der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) Chinas über herausragende europäische mittelalterliche Schnitz- und Goldschmiedekunst, Glas des Jugendstils bis zu zeitgenössischen kunsthandwerklichen Artefakte zu sehen. Das Miteinander unterschiedlicher Kulturkreise und Epochen in der Verbindung zur Bildenden Kunst führt zu einer spannungsvollen und abwechslungsreichen Sammlungspräsentation. Hieraus ergeben sich interessante Dialoge, die in gezielten Sonderausstellungen weiter vertieft werden.

Weiterführende Literatur