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Worpswede

Hautnah. Inès Longevial (Impuls Paula – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker)

Am 8. Februar 2026 wäre Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. Zu ihren Lebzeiten verkaufte die Künstlerin kaum eines ihrer Gemälde. Erst in den Jahrzehnten nach ihrem Tod erkannte die Kunstwelt die Magie, die in ihrem ganz eigenen Stil steckt. Heutzutage gelten die Bilder als Meilensteine des Expressionismus. Mit ihrem Schaffen und auch ihrem Leben war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Inspirationsquelle zugleich. Zeitgenössische Künstler:innen, wie beispielsweise die französische Malerin Inès Longevial, lassen sich von ihr beflügeln.

 

Welche dieser Anregungen sind in der Kunst anderer sichtbar? Jedes der vier Worpsweder Museen folgt einer anderen Spur. Im Zentrum steht jeweils eines der Werke Paula Modersohn-Beckers. Sie geben die Impulse, die sich wie rote Fäden durch die Ausstellungen ziehen. Mal ist es der Blick auf sich selbst, mal ist es der Blick auf andere. Mal ist es die Haltung zum Gegenüber, die sich im Gemälde zeigt, und mal ist es ein Ausflug in ganz andere Sparten der Kunst. Aber immer ist es eine spannende Fährte, der die Besucherinnen und Besucher folgen können.

 

Seit 2013 lebt Inès Longevial (*1990) als freischaffende Künstlerin in Paris. Das Porträt wird zu ihrem bevorzugten Genre und Experimentierfeld. Gesichter, zarte Gesten oder nachdenkliche Stimmungen prägen ihre oft großformatigen Arbeiten. Die Haut steht im Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Sie wird zur Karte, zur Erinnerung, zur Projektion: eine poröse Oberfläche, auf der sich individuelle und kollektive Erzählungen ablagern.

Schon seit frühester Kindheit zeichnet sie. Vorbilder findet sie zu- nächst in Büchern über Picasso, Matisse und Modigliani. Später ist es die Biografie und das Werk von Paula Modersohn-Becker, die sie fasziniert und in der sie Parallelen zu ihrer eigenen Kunst entdeckt.

 

Mit ihrer Kunst versteht es Inès Longevial, die Betrachter:innen in ihren Bann zu ziehen. Nach Ausstellungen in Paris, New York und Shanghai werden ihre Werke zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in Deutschland in Worpswede präsentiert.

 

 

Ausgestelle Künstlerin:

 

Inès Longevial

 

 

Dazu:

 

Hans am Ende, Heini Linkshänder, Karl Krummacher, Fritz Mackensen, Jeanne Mammen, Emmy Meyer, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Lisel Oppel, Richard Oelze, Fritz Overbeck, Hermine Overbeck-Rothe, Ottilie Reylaender, Albert Schiestl-Arding, Paul Schroeter, Heinrich Vogeler, Helmuth Westhoff

Diese Ausstellung endet in
10
Tage
8
Std
54
Min
0
Sek
Termine
Start07.02.2026
Ende01.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Der Worpsweder Museumsverbund
Der Worpsweder MuseumsverbundBergstraße 17, 27726 Worpswede (Worpsweder Kunsthalle)

Die Worpsweder Museumslandschaft hat sich über viele Jahrzehnte als ein Nebeneinander unterschiedlicher, zumeist aus privater Initiative entstandener Institutionen entwickelt. Zwischen 2007 und 2012 nutzten die bis dahin unabhängig voneinander arbeitenden Worpsweder Museen Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle die einmalige Chance, sich in einem gemeinsamen Projekt unter Federführung des Landkreises Osterholz und der Gemeinde Worpswede baulich und konzeptionell grundlegend zu erneuern. Sie modernisierten und erweiterten ihre Häuser und arbeiten seit 2010 im »Worpsweder Museumsverbund« eng zusammen. Innerhalb des Museumsverbundes leistet jedes Haus mit seiner Geschichte und seinem Profil einen unverwechselbaren Beitrag zum Gesamterlebnis des Künstlerdorfes Worpswede. Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht seitdem neben der gegenseitigen internen Abstimmung und Unterstützung in allen Bereichen der Museumsarbeit die regelmäßige Realisierung von großen Gemeinschaftsausstellungen in allen vier Museen. Zu den bisherigen Höhepunkten dieser Zusammenarbeit zählen die Ausstellungen »Heinrich Vogeler. Künstler, Träumer, Visionär« (2012), »Mythos & Moderne« und »INPUT/OUTPUT« zum 125-jährigen Jubiläum der Künstlerkolonie Worpswede 2014 und »Kaleidoskop Worpswede« – der Beitrag der Worpsweder Museen zum 800-jährigen Ortsjubiläum 2018.