How to Design a Revolution: The Chilean Road to Design ist eine umfassende Ausstellung über Grafik-, Textil- und Industriedesign während der Regierung von Salvador Allende in Chile (1970–1973). Damit präsentiert sie einen außergewöhnlichen Fall in der Geschichte des Designs, in dem die beispiellose Entscheidung für eine Revolution durch Wahlen dazu führte, dass eine Nation zum ersten Mal bewusst Sozialismus und Demokratie im Design als Teil eines politischen Projekts miteinander verband. Im Rahmen des Programms zum 50. Jahrestag des zivil-militärischen Staatsstreichs war die Ausstellung von 2023 bis 2024 im Centro Cultural La Moneda in Santiago de Chile und 2025 im Disseny Hub Barcelona zu sehen.
Die Ausstellung wurde von Wissenschaftler:innen des MIT und der UC Chile entwickelt und versammelt in etwa 500 Objekte, die gestaltet wurden um den Zugang zu Literatur, Musik und Kleidung zu demokratisieren, um technologische Abhängigkeit zu minimieren und um Unterernährung bei Kindern und andere soziale Herausforderungen zu thematisieren.
Eines der Ausstellungshighlights ist die erste Rekonstruktion des Cybersyn-Kontrollraums, einem Projekt zur vernetzten Kommunikation zwischen den Industrien des Landes und der Regierung, das auch die partizipative Steuerung der Produktion ermöglichen sollte. Er gilt heute als ein Meilenstein in der Geschichte des Designs und der Kybernetik.
In ihrer Summe verdeutlichen die Projekte wie Gestaltung als ein wirkungsvolles Instrument genutzt werden kann, um soziale Veränderungen in einem demokratischen System voranzutreiben. Sie sind zudem ein Beleg für das transformative Potenzial Lateinamerikas und bieten zugleich wertvolle Anstöße zum Nachdenken und kreative Inspiration.
Kurator:innen: Hugo Palmarola, Eden Medina, Pedro Ignacio Alonso
Eröffnung: 27. November 2026, 19 Uhr