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Salzburg

Huda Takriti. Anatomy of an Endless Scene

Das Dommuseum präsentiert in Kooperation mit dem Kardinal-König-Kunstfonds der Erzdiözese Salzburg eine künstlerische Intervention von Huda Takriti, Preisträgerin des Kardinal-König-Kunstpreises 2026.

 

In ihrer Videoarbeit Anatomy of an Endless Scene (2025) setzt sich Huda Takriti (*1990 in Damaskus, Syrien) mit den Themen Erinnerung, Archiv und Geschichtsschreibung auseinander. Archive und Ruinen erscheinen dabei als Orte des Wissens und des kollektiven Gedächtnisses. Ruinen versteht die Künstlerin als offene Räume, die Spuren vergangener Ereignisse bewahren und Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinden.

 

Ausgangspunkt der Arbeit ist ein Prolog aus Kenneth Branaghs Verfilmung von Shakespeares Heinrich V. (1989), der die Konstruktion von Erzählungen und die Rolle des Publikums sichtbar macht. In einem poetischen Dialog zwischen einem schwebenden Auge und einem Scheinwerfer reflektiert die Künstlerin über Wahrnehmung, Erinnerung und die Möglichkeit, Geschichte neu zu erzählen.

 

Zentrales Element der Videoarbeit ist Found-Footage-Material aus Takritis persönlichem Bildarchiv. Historische Dokumente, Nachrichtenbilder und Filmszenen verbinden sich zu vielschichtigen Erzählungen und eröffnen neue Assoziationsräume. Dabei stellt die Künstlerin die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Bildern und deren Anspruch auf Wahrheit. Durch Verfremdungen, Lichtblenden und Bildumkehrungen wird die Wahrnehmung der Betrachter:innen bewusst irritiert und der Blick auf die Konstruktion von Geschichte gelenkt. So entsteht eine vielschichtige Reflexion darüber, wie Erinnerung entsteht, wie Bilder Geschichte prägen und welche Rolle wir selbst bei ihrer Deutung spielen.

 

Der Kardinal-König-Kunstpreis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen der österreichischen Kunstlandschaft. Er unterstreicht das Engagement der Kirche für zeitgenössische Kunst und den Dialog mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Der 2005 auf Initiative von Prälat Dr. Johannes Neuhardt gegründete Preis wird an international tätige Künstler:innen verliehen, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben und mit ihren Werken neue künstlerische, gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven eröffnen.

Diese Ausstellung beginnt in
73
Tage
12
Std
37
Min
40
Sek
Termine
Start06.12.2026
Ende03.05.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Donnerstag10:00–17:00; Juli / August:10:00–18:00
Freitag10:00–17:00; Juli / August:10:00–18:00
Samstag10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Sonntag10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Veranstaltungsort
DomQuartier Salzburg
DomQuartier SalzburgResidenzplatz 1/Domplatz 1a, 5020 Salzburg

Mit der Gründung des DomQuartiers wurde das historische Zentrum politischer und kirchlicher Macht in Salzburg auf eine Weise wieder erlebbar, die den Gast durch die Brille der Fürsterzbischöfe blicken lässt. Residenz, Dom und Erzabtei haben über Jahrhunderte Stadt und Land Salzburg geprägt und bilden auch in der architektonischen Form eine zeichenhafte Einheit. Dr. Andrea Stockhammer, Direktorin DomQuartier Salzburg schildert: »Heute können die Besucherinnen und Besucher, wie damals nur der Fürsterzbischof und wenige Auserwählte, von einer Sphäre in die andere wandeln: von der weltlichen Pracht der Residenz – mit den bildlichen Erzählungen von den Taten Alexanders des Großen – in die geistliche Sphäre von Dom und Erzabtei. Mit dem Ende des geistlichen Fürstentums 1803 war die Einheit aus Residenz, Dom und Erzabtei obsolet geworden. Über 200 Jahre später wurden die mittlerweile entstandenen baulichen Barrieren im doppelten Sinne des Wortes wieder aufgebrochen und ein Museumsrundgang der besonderen Art geschaffen.« Hier ist bereits der Weg das Ziel: Der DomQuartier-Rundgang Der DomQuartier-Rundgang vermittelt ein einzigartiges Zusammenspiel von 1.300 Jahren Salzburger Herrschaftsgeschichte, Kunst, Musik und Architektur. Er eröffnet authentische (früh)barocke Erlebnisräume und ermöglicht eine spannende Entdeckungsreise auf den Spuren der Fürsterzbischöfe zu einer Zeit, als Salzburg ein souveränes Geistliches Fürstentum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen ist. Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen und vermögenden Fürsterzbischöfe, Salzburg nach italienischem Vorbild in ein barockes Juwel zu verwandeln. Sie schufen ein städtebauliches Meisterwerk, das heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Die Salzburger Fürsterzbischöfe regierten mit absolutistischem Anspruch über »himmlische und irdische« Belange. Der Gebäudeverbund aus Residenz und Dom war sichtbarer Ausdruck dieser umfassenden geistlichen und weltlichen Macht. Mit der Säkularisation 1803 schlossen sich auch die Verbindungstüren. Mit der Einrichtung des DomQuartiers wurde die ursprüngliche architektonische und politische Einheit des Dom- und Residenzbereichs – unter Einbeziehung des Benediktinerklosters St. Peter – wiederhergestellt und damit ein international einzigartiges Museumsprojekt geschaffen. Das DomQuartier erzählt aber nicht nur von der großen Geschichte Salzburgs. Es ist auch ein Haus der Kunst. Neben Architektur, Deckengemälden, Stuckarbeiten und dekorativer Innenausstattung werden Schätze aus den reichen Kunstsammlungen des Landes, der Erzdiözese Salzburg und der Erzabtei St. Peter dargeboten. Ergänzt werden die Präsentationen in Residenzgalerie, Dommuseum, Kunst- und Wunderkammer sowie Langer Galerie und Museum St. Peter durch wechselnden Sonderausstellungen. Der DomQuartier-Rundgang Der Rundgang führt durch die vier Institutionen des DomQuartiers und ihren zugehörigen Ausstellungsflächen und Aussichtspunkten: Prunkräume der Residenz – Zentrum der weltlichen Macht der Fürsterzbischöfe Die Residenz zu Salzburg diente über Jahrhunderte als Regierungssitz und Wohnort sowie für Repräsentationszwecke. 15 glanzvoll ausgestattete Prunkräume versammeln über 200 Jahre Herrschafts- und Stilgeschichte, von der Renaissance über den Barock bis zum Klassizismus. Residenzgalerie – Europäische Malerei von internationalem Rang Im 3. Obergeschoss der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz werden im Rahmen von wechselnden Sonderausstellungen Gemälde des 16. bis 19. Jahrhunderts gezeigt. Schwerpunkte liegen in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, der italienischen, französischen und österreichischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts sowie in österreichischen Meisterwerken des 19. Jahrhunderts. Bereits unter Fürsterzbischof Hieronymus von Colloredo wurden diese Räumlichkeiten als Gemäldegalerie genutzt. Besuchen Sie die Residenzgalerie Salzburg auch online, rund um die Uhr. Nordoratorium – Sonderausstellungen mit Barockschwerpunkt In den Räumen des nördlichen Oratoriums im Salzburger Dom werden abwechselnd Sonderausstellungen der Partner präsentiert. Für sich allein sehenswert ist der letzte Raum, das künstlerisch besonders reich ausgestattete Rupertusoratorium. Dommuseum – Kunstschätze aus 1300 Jahren Das Museum im Südoratorium zeigt kirchliche Kunst – Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk. Wichtigste Exponate sind die liturgischen Geräte aus dem Domschatz. Viele Objekte sind Leihgaben aus Kirchen und Klöstern der Erzdiözese, darunter das berühmte Rupertuskreuz von Bischofshofen. Kunst- und Wunderkammer – Objekte und Kuriositäten aus Natur und Kunst Im südlichen Dombogen, dem Ort der ehemaligen fürsterzbischöflichen Kunstkammer, wurde 1974 die Kunst- und Wunderkammer neu eingerichtet. Die originalen Schaukästen des 17. Jahrhunderts bergen eine Fülle staunenswerter Artefakte aus den Sammlungen des Dommuseums und der Erzabtei St. Peter. Museum St. Peter Lange Galerie – Eindrucksvolle 70 Meter mit herausragenden Stuckarbeiten Die Lange Galerie wurde 1657–1661 errichtet. Bis zum Ende des Erzstifts 1803 diente sie als Gemäldegalerie der Fürsterzbischöfe. In dieser Tradition sind heute großformatige, religiöse Gemälde aus der Kunstsammlung der Erzabtei St. Peter zu sehen. Im DomQuartier Rundgang erleben Sie die Galerie als Verbindung zwischen der Kunst- und Wunderkammer und dem Museum St. Peter. Kunstschätze aus dem ältesten Kloster im deutschen Sprachraum Die überaus reiche Kunstsammlung des Benediktinerklosters St. Peter umfasst geschätzte 40.000 Exponate. Das Museum gliedert sich in drei thematische Schwerpunkte: St. Peter und die Kunst, St. Peter und die Musik, St. Peter in Geschichte und Verfassung.