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München

In My Head – Künstlerische Positionen der Gegenwart

»In My Head« stellt acht künstlerische Positionen der Gegenwart in den Fokus und lädt dazu ein, tief in das Schaffen dieser Künstler:innen einzutauchen. Der Titel verweist auf den kreativen Prozess, in dem Wirklichkeit im Kopf verwandelt und in Kunst überführt wird. Anhand zentraler Werke entstehen so konzentrierte Begegnungen mit unterschiedlichen künstlerischen Sichtweisen und Ausdrucksformen. Die Sammlungsausstellung folgt dabei einem grundlegenden Prinzip des Museums Brandhorst: Sie zeigt ausgewählte Œuvres in ihrer Vielschichtigkeit.

 

Jeder Raum eröffnet einen eigenständigen Zugang zu einer künstlerischen Praxis, sodass das charakteristische Zusammenspiel von Bildmotiven, inhaltlichen Fragestellungen und formalen Strategien hervortritt. Malerei, Fotografie und Skulptur stehen gleichberechtigt nebeneinander und spiegeln die mediale Vielfalt der Sammlung Brandhorst sowie der Eva Felten Fotosammlung.

 

Im Fokus der Schau stehen Werke von Nicole Eisenman, Jana Euler, Louis Fratino, LaToya Ruby Frazier, Deana Lawson, Martine Syms, Wolfgang Tillmans und Kara Walker. Die versammelten Künstler:innen gehen von individuellen Erfahrungen und subjektiven Perspektiven aus. Dabei verdichten sie Emotionen, Eindrücke und Gedanken in Darstellungen, die weit über das Persönliche hinausweisen. Im Miteinander der Arbeiten wird sichtbar, wie Erfahrungen von Nähe, Gewalt, Ausschluss oder Fürsorge ästhetische Strategien prägen.

 

Viele Künstler:innen der Ausstellung beziehen sich auf die Kunstgeschichte. Anders als die großen Avantgarden des 20. Jahrhunderts, die sich bewusst von früheren Generationen abgrenzten, nutzen sie die überlieferte Kunst heute als einen lebendigen Bestand von Bildern, Formen und Ideen, eignen sich diese an, verschieben sie und setzen sie neu zusammen. Neben kanonischen Arbeiten berufen sie sich so frei wie selektiv auf überraschende, entlegene oder lange unbeachtete Referenzen. Die historischen Bezüge dienen nicht der Rückschau, sondern eröffnen neue künstlerische Möglichkeiten, aktuelle Ängste und Sehnsüchte, gelebte Wirklichkeiten und unterschiedliche Formen des Zusammenlebens sichtbar zu machen.

 

 

Mit Werken von

 

Nicole Eisenman, Jana Euler, Louis Fratino, LaToya Ruby Frazier, Deana Lawson, Martine Syms, Wolfgang Tillmans und Kara Walker.

 

Kuratiert von Benedikt Johannes Seerieder

Diese Ausstellung beginnt in
7
Tage
0
Std
28
Min
20
Sek
Termine
Start30.10.2026
Ende30.05.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Brandhorst
Museum BrandhorstTheresienstraße 35a, 80333 München

Das Ehepaar Anette (gest. 1999) und Udo Brandhorst hat seit den siebziger Jahren über 1000 Werke von wegweisenden Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts gesammelt, in erster Linie Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, in letzter Zeit kamen Fotografien sowie Medienarbeiten und Installationen hinzu. Während zunächst Künstler der klassischen Avantgarde (Kasimir Malewitsch, Kurt Schwitters, Pablo Picasso) und der europäischen Nachkriegsmoderne (Joseph Beuys, Palermo, Sigmar Polke, Jannis Kounellis, Mario Merz) im Mittelpunkt standen, richtete sich ihr Interesse im Lauf der Jahre immer mehr auf Kunst aus den Vereinigten Staaten: John Chamberlain, Dan Flavin, Bruce Nauman, Richard Tuttle, Walter de Maria u. a. sind mit wichtigen Werken vertreten. Mit weit über 100 Arbeiten von Andy Warhol (1928–1987) ist der Bestand des bekanntesten Pop Art Künstlers mit kaum einer anderen europäischen Sammlung zu vergleichen. Weltweit einmalig ist der Schwerpunkt von über 170 Arbeiten des amerikanischen Künstlers Cy Twombly (1928–2011). Dass auch zeitgenössische Kunst zunehmend in den Blick des Sammlerinteresses rückte, belegen Erwerbungen der Arbeiten von Damien Hirst, Mike Kelley oder Robert Gober sowie von Medienkünstlern wie Isaac Julien, Anri Sala, Stan Douglas und David Claerbout. Während die Pinakothek der Moderne einen Überblick über die Entwicklung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ermöglicht, steht im Museum Brandhorst eine vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Künstlerpersönlichkeiten im Mittelpunkt.