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Köln

Isaac Chong Wai: DIE MÜTTER – Bildstörung #1

Ausstellung

Ein Kollwitz-Bild erwacht zum Leben: Arme, die einander schützend umfangen, Hände, die tröstend nach dem Gegenüber fassen, Körper, die sich gegenseitig stützen. Dicht gedrängt bewegen sich die Performer:innen langsam im Kreis. Trauer- und Wiegenlieder singend, verweben sich ihre Leiber zu einem großen Gebilde, skulpturengleich.

 

 

Isaac Chong Wai: Die Mütter 

 

Inspiriert von Käthe Kollwitz´ Holzschnitt »Die Mütter« (1921/1922) hat der Künstler Isaac Chong Wai (*1990) einhundert Jahre später diese eindrückliche Choreographie für seine gleichnamige Videoinstallation (2022) entwickelt.

 

Chong thematisiert darin, ebenso wie Kollwitz, Mutterschaft und den Ur-Instinkt, die eigenen Kinder zu beschützen, Verlust, Tod und Trauer, aber auch Widerstand, Protest und Zusammenhalt. Dabei überführt er Kollwitz‘ Themen aus ihrem historischen Kontext heraus in einen gegenwärtigen und transnationalen Diskurs, der sowohl die Vergangenheit als auch das Heute miteinschließt.

 

 

ISAAC Chong Wai

 

Die künstlerische Praxis von Isaac Chong Wai (*1990) ist geprägt von einem konzeptuellen, performativen und politischen Charakter. Poetisch und zugleich kritisch setzt sich der in Berlin und Hongkong lebende Künstler mit gesellschaftlich-globalen Gegebenheiten, historischen Ereignissen und zwischenmenschlichen Interaktionen auseinander. Auf dem schmalen Grat zwischen Individuum und Kollektiv untersucht er die Verletzlichkeit des Körpers, Traumata sowie die inhärente Gewalt sozialer Systemen und entwirft alternative Vorstellungen von menschlichen Beziehungen.

 

In den vergangenen Jahren nahm er an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, unter anderem an der 60. Biennale von Venedig 2024 und der 22. Biennale Sesc_Videobrasil in São Paolo 2023. Seine Werke sind in namhaften internationalen Sammlungen vertreten. Seit 2025 befindet sich seine Videoarbeit »Die Mütter« (2022) auch in der Sammlung des Kollwitz Museum Köln.

www.isaacchongwai.com

 

 

Bildstörung

 

So sehr die Arbeiten von Käthe Kollwitz in Ausdruck und Botschaft unverwechselbar für sich stehen, so deutlich zeigt der Blick in die Geschichte wie auch in die Gegenwart, wie stark ihr Werk in einen fortwährenden künstlerischen Dialog eingebunden ist. Dieser Dialog reicht von einer allgemein thematischen, motivischen sowie technischen Nähe der Arbeiten anderer Künstler:innen aus allen Jahrhunderten bis hin zu einer konkreten Bezugnahme späterer Generationen auf Käthe Kollwitz.

In unserer neuen Ausstellungsreihe Bildstörung zeigen wir ab 2026 Positionen von Künstler:innen, die auf unterschiedliche Weise mit den Werken Kollwitz´ interagieren. Eingebettet in die Sammlungspräsentation und in direkter Gegenüberstellung werden einerseits Parallelen sichtbar, gleichzeitig werden gewohnte Sichtweisen aufgebrochen, neue Assoziationen zugelassen und Diskurse erweitert.

Die Video-Installation »Die Mütter« (2022) von Isaac Chong Wai ist die erste Bildstörung in dieser Reihe. 

Diese Ausstellung endet in
21
Tage
17
Std
43
Min
42
Sek
Start Termin
21.01.2026
Ende Abschluss
15.03.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
11:00–18:00
Mittwoch
11:00–18:00
Donnerstag
11:00–18:00
Freitag
11:00–18:00
Samstag
11:00–18:00
Sonntag
11:00–18:00