Maria Pinińska-Bereś (1931–1999) ist eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der polnischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Zu ihrem Werk zählen Skulpturen, Installationen und Performances. Im Zentrum ihrer poetisch-politischen Kunst steht die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Als gelernte Bildhauerin experimentierte sie mit den Konventionen ihrer Disziplin, die sie um Performances und Aktionen im öffentlichen Raum erweiterte.
Die Retrospektive zeigt die wichtigsten Momente in Pinińska-Bereś’ künstlerischen und emanzipatorischen Schaffen. Ihre Kunst ist subtil, humorvoll, erotisch. Sie erzählt von der Vielschichtigkeit in einem autoritären System, in dem die Künstlerin ihren eigenen Weg verfolgte. Maria Pinińska-Bereś stand jahrelang im Schatten ihres Mannes Jerzy Bereś, eines renommierten Bildhauers und Performancekünstlers, dessen Werke auch zahlreich in der Sammlung des Kunstmuseums vertreten sind. Mit der Retrospektive erhält sie nun endlich die Anerkennung, die sie verdient.
Kuratiert von den Gastkurator:innen Heike Munder und Jarosław Suchan und Kuratorin Julia Lerch Zajączkowska (Kunstmuseum Bochum).
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Luzern,
Eröffnung: 23. Oktober 2026, 19 Uhr