Mit ihrer maßgeschneiderten Installation Coatings verwandelt die Textilkünstlerin Marie Schumann (*1991) die Haupttreppe des Kunstmuseums St. Gallen in einen neuen Erfahrungsraum. Über ein fragiles Gerüst aus Metallstäben spannt sie Bahnen aus Hightech-Gewebe, die wie Häute den Raum kleiden. Steigend und fallend begleiten die textilen Formen den Weg nach oben, sie öffnen und umschließen zugleich, wirken als Grenze, Schutz und Bühne. Das Werk lädt dazu ein, die Architektur neu zu entdecken und erfahrbar zu machen, wie Stoff und Körper miteinander in Resonanz treten.
Marie Schumann lebt und arbeitet in Zürich. Mit textilen Techniken erforscht sie die Beziehung zwischen Körper, Material und Raum. Ihre Arbeitsweise ist prozesshaft angelegt: Aus Experimenten entstehen Objekte, Skulpturen oder raumgreifende Installationen, die wiederum Ausgangspunkt für neue Entwicklungen werden.
Schumann war in zahlreichen Ausstellungen vertreten, darunter Phantasms in der Galerie Carvalho in New York (2025), Textile Manifestos – From Bauhaus to Soft Sculpture im Museum für Gestaltung Zürich (2025) sowie Textile Design Now an der Universität Québec in Montréal (2023). Zu ihren öffentlichen Projekten zählen eine Kunst-und-Bau-Installation an der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (2025), eine Installation während Pan Art in Neuchâtel (2024) sowie eine textile Installation zur Mexico City Art Week in der Expo Reforma (2024).
Mit großzügiger Unterstützung der Zürcherischen Seidenindustrie Gesellschaft, Zürich und von Tisca, Bühler.

