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Frankfurt am Main

MISHPOCHA – The Art of Collaboration

Ausstellung

Was bedeutet Familie: Eine Gruppe von Menschen, die miteinander verwandt sind? Ein Freundeskreis, in dem alle dasselbe Lebensgefühl teilen? Die Gemeinschaft, die in der kreativen Zusammenarbeit entsteht?

 

Der Musiker Mike Diamond hat auf diese Fragen eine Antwort. Sie hängt mit der Geschichte seiner Band, den Beastie Boys, zusammen: »Wir konnten all dies nur dank der großartigen Menschen erreichen, denen wir begegnet sind und mit denen wir zusammengearbeitet haben.« Mit ihrem Crossover aus Jazz, Punk und Hip Hop sowie Musik, Mode und Kunst wurden die drei jüdischen Jungs aus New York zu internationalen Stars. Aus Gesprächen mit Mike Diamond über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit haben Atelier Markgraph, die IMA Clique und das Jüdische Museum das interdisziplinäre Projekt MISHPOCHA  entwickelt – ein Plädoyer für die Kraft des kreativen Miteinanders. Es findet im Rahmen des World Design Capital-Jahres in Frankfurt und der Rhein Main-Region statt, die unter dem Motto »Design for Democracy: Atmospheres for a Better Life« steht.

 

MISHPOCHA: THE ART OF COLLABORATION deutet den jiddischen Begriff »Mischpoche« neu – als Sinnbild für künstlerische Netzwerke und für Zusammenhalt jenseits biologischer Familienstrukturen. Das interdisziplinäre Projekt bringt zeitgenössische Künstler:innen, Musiker:innen und Creative Industries zusammen, um kollaborative Schaffensprozesse und Gemeinsinn zu stärken. MISHPOCHA lädt dazu ein, Differenzen zu überwinden und Familie neu zu denken – als kreative Community, die Zusammenarbeit und praktizierte Demokratie feiert.

 

Den Kern des Projekts bildet eine Ausstellung mit zeitgenössischen Kunstwerken und interaktiven Installationen, die im April 2026 im Jüdischen Museum eröffnet wird – bunt, popkulturell und interaktiv. Ergänzt wird sie durch ein vielfältiges MISHPOCHA-Programm mit Open Stages, Workshops und Satellitenausstellungen. Das Projekt erstreckt sich bis Herbst 2026 über Frankfurt und die Rhein-Main-Region und wird von einem gleichnamigen Magazin begleitet.

 

 

MISHPOCHA

 

Die Ausstellung eröffnet mit einer eigens entwickelten Soundinstallation, die die vielfältigen Bedeutungen und Assoziationen des Wortes »Mischpoche« (jiddisch für Familie) erfahrbar macht. Zu hören sind verschiedene Stimmen, die in verschiedenen Sprachen auf die Fragen antworten: Was bedeutet Mischpoche? Welchen Stellenwert hat Familie in eurem Leben? Welche Erfahrungen und Vorstellungen verbindet ihr mit dem Wort?

 

 

ROOTS

 

Der zweite Raum präsentiert Zeichnungen, Malerei, Konzeptkunst, Fotografien und Videoarbeiten, die sich mit Familiengeschichten beschäftigen. Die zeitgenössischen Kunstwerke kreisen um Erinnerungen an Migration und Flucht, um Fremdheit, neue Sprachen und die Suche nach einem Ort, der ein Zuhause sein kann. Auch Verlusterfahrungen – etwa von Mutter oder Großmutter – sowie Erinnerungs- und Erbstücke spielen in den Werken eine zentrale Rolle. Sie berühren universelle Fragen von Herkunft, Zugehörigkeit und Erinnerung.

 

 

MIX

 

Der größte Raum der Ausstellung ist eine Explosion der Sinne. Er besteht aus einer interaktiven Multimedia-Installation, die in das Lebensgefühl verschiedener musikalischen Subkulturen eintaucht. Großflächige Projektionen und eindringlicher Sound machen Punk, die Riot Grrrls-Bewegung, Techno und Hip-Hop erfahrbar – Szenen, die für die Beastie Boys prägend waren.

 

Im Mittelpunkt des Raumes befindet sich ein großes Mischpult, das die Besucher:innen einlädt, den Sound, die Farbe und das Licht der immersiven 360 Grad-Installation mitzugestalten. Im Vorraum und an den Wänden sind zeitgenössische künstlerische Positionen zu sehen, die Gemeinsinn, soziales Miteinander und das Ineinanderwirken von Lebensstil und Kunst feiern.

 

 

PLAY

 

Im letzten Raum werden die Besucher:innen selbst zu elektronischen Musik:innen. Inmitten einer Studio-Atmosphäre findet ihr digitales Equipment und samplebasierte Technologie vor, die zum Ausprobieren einlädt. Im gemeinsamen Musikmachen werdet ihr  zur kreativen Gemeinschaft – und bildet eure eigene Mischpoche.

 

 

Satellitenausstellungen an anderen Orten

 

Die Schau dehnt sich in den öffentlichen Raum aus. Bereits auf dem Vorplatz des Museums ist die OY/YO-Skulptur von Deborah Kass zu sehen. Im Stadtraum sind Konzerte und Happenings geplant. Zwei Satellitenausstellungen an anderen Orten dehnen den Kosmos von MISHPOCHA ins im Rhein Main-Gebiet aus. Im Kunsthaus Wiesbaden werden Arbeiten des argentinischen Künstlers und Fotografen Marcelo Brodsky gezeigt. Die Opelvillen Rüsselsheim präsentieren die Ausstellung »Unter die Haut. Tattoos im Blick«. Dort sind unter anderem Werke von Jan Zappner zu sehen, der ebenfalls Teil von MISHPOCHA ist.

Diese Ausstellung beginnt in
54
Tage
17
Std
44
Min
23
Sek
Start Termin
17.04.2026
Ende Abschluss
27.09.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–18:00
Mittwoch
10:00–18:00
Donnerstag
10:00–18:00
Freitag
10:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00