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Dortmund

MO_Schaufenster #42: Nezaket Ekici: Was bleibt, was wird

MO_Kunstpreis 2026 für Nezaket Ekici

 

Persönliche Erinnerungen, kollektive Erfahrungen und gesellschaftliche Fragestellungen: Nezaket Ekici verbindet in ihrer Kunst das Private mit dem Politischen. Die Ausstellung Schaufenster #42 im Museum Ostwall präsentiert Werke, in denen Migration, kulturelle Zugehörigkeit, Geschlechterrollen, Körperbilder und Alterungsprozesse ein Geflecht aus Erinnerungen, Erfahrungen und fortwährender Transformation bilden. Im Mittelpunkt stehen Wandel, Selbstbestimmung und die Frage, wie Zugehörigkeit immer wieder neu entsteht und ausgehandelt wird.

 

In Papas Poem rezitiert die Künstlerin ein Gedicht ihres Vaters, Eingebildeter Europäer, das die Erfahrungen der sogenannten »Gastarbeiter:innen«, die in den 1960er Jahren nach Deutschland kamen, sowie den gesellschaftlichen Umgang mit ihnen thematisiert. Humorvoll setzt sich Kaffeeklatsch mit einem deutschen Gesellschaftsritual auseinander: Gekleidet in verschiedene Trachten sitzt die Künstlerin mit sich selbst bei Kaffee und Kuchen und hinterfragt Vorstellungen von Zugehörigkeit, Tradition und gesellschaftlichen Rollen. Patchwork ist eine Reflexion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Ein Kleid wird zerschnitten und neu zusammengesetzt – die Umwandlung des Materials wird zum Sinnbild für Veränderung und die Offenheit persönlicher Lebenswege. Menopause rückt die körperlichen Veränderungen der Wechseljahre und des Älterwerdens in den Fokus – nicht als Verlust, sondern als selbstverständlichen Teil eines natürlichen Lebensprozesses.

 

So entsteht das vielschichtige Porträt einer Künstlerin, die ihren eigenen Körper und ihre Lebensgeschichte als Ausgangspunkt nutzt, um universelle Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit, Wandel und Selbstbestimmung zu verhandeln.

Diese Ausstellung endet in
114
Tage
14
Std
19
Min
49
Sek
Termine
Start11.10.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–20:00
Freitag11:00–20:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Ostwall
Museum OstwallLeonie-Reygers-Terrasse 2, 44137 Dortmund

Das Museum Ostwall (MO) ist das Museum der Stadt Dortmund für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. 60 Jahre lang hatte es seinen Sitz »Am Ostwall«, heute ist es mit seiner Sammlung Teil des Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität. Auf den Ebenen 4 und 5 werden in regelmäßigem Wechsel Ausstellungen mit Werken aus dem eigenen Sammlungsbestand und Dauerleihnahmen präsentiert, die sich lebensnahen Themen widmen. Von der Malerei des Expressionismus über Werke des Fluxus bis hin zu zeitgenössischer Videokunst und Fotografie werden Werke von Künstlerinnen und Künstlern präsentiert, die Verbindungen zum eigenen Alltag ermöglichen und die Welt in der wir leben mit Mitteln der Kunst reflektieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei Angebote der Kunstvermittlung, die es den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, selbst aktiv zu werden und verschiedene kreative Formen der Auseinandersetzung mit der Kunst zu erproben. Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts: Die MO_Sammlung Im Museum Ostwall im Dortmunder U ist die Kunstsammlung der Stadt Dortmund mit Werken aus dem 20. und 21. Jahrhundert zuhause. Malereien und Skulpturen aus der Zeit der Klassischen Moderne (1900 bis 1945) bilden dabei ebenso einen Schwerpunkt wie Kunstwerke, Aktionsrelikte und Dokumente aus der Zeit des Fluxus (Ende der 1950er bis in die 1970er Jahre). In den letzten Jahren kamen vor allem Arbeiten von zeitgenössischen Künstler:innen hinzu, die sich mit lebensnahen oder gesellschaftsrelevanten Themen befassen. Insgesamt beherberg das Museum in seiner Sammlung rund 7500 Werke. Den Großteil, ca. zwei Drittel, bilden Werke auf und aus Papier. Das übrige Drittel umfasst Malereien, Skulpturen, Objekte, Fotografien, Videos, Raum- und Medieninstallationen.