demnächst
Mülheim an der Ruhr

NEULAND IN SICHT

Special guests Christian Jankowski | Dore O. | Denise Ritter
Mit Werken von Joseph Beuys, Antonio Calderara, Jeanne Faust, Gerhard Fietz, Heinz Gappmayer, Werner Gilles, Katharina Grosse, Almuth Hickl, Arthur Kaufmann, Gabriele Klages, Alice Könitz, Max Klinger, Roy Lichtenstein, Robert Lucander, Jean Lurçat, Hermann Josef Mispelbaum, Werner Nöfer, Ilse Otten, Vincenzo Parea, Otto Piene, Christian Rohlfs, Dieter Roth, Harald Schmitz-Schmelzer, Katsutoshi Yuasa

 

Landschaft ist heute weit mehr als Wiesen, Wälder oder die perfekte Aussicht und erst recht keine Postkartenidylle. NEUland in SICHT zeigt, wie Künstler:nnen den Landschaftsbegriff neu vermessen und dabei den klassischen Naturraum hinter sich
lassen. Aus äußerer Landschaft wird inneres Erleben, aus Natur wird Denkraum, aus Topografie ein Spiegel gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. In NEUland in SICHT treffen historische Werke auf zeitgenössische Positionen aus der Sammlung und
im Zeichen des »+« auf Special Guests: Christian Jankowski, Dore O. & Denise Ritter. Gegenständliches trifft auf Abstraktion, Naturbeobachtung auf Imagination, Materialität auf mediale Experimente. Vertraute Landschaften verwandeln sich in neue Erfahrungsräume. 

 

Einen besonderen Akzent setzt Arthur Kaufmanns Triptychon Die Geistige Emigration, 1939–1964 ein Schlüsselwerk der Städtischen Sammlung. Es erzählt von Verfolgung, Verlust und Exil, aber auch von der Kraft des Denkens. Denn Flucht beginnt nicht erst an einer Grenze: Sie beginnt im Gefühl, nicht mehr dazuzugehören, im inneren Rückzug, in der »geistigen Emigration«. So schlägt das Werk eine Brücke von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts zu den Fragen unserer Gegenwart: Was bedeutet Heimat? Welche, auch kulturellen Landschaften prägen unser Leben – und welche tragen wir in uns?

 

Joseph Beuys’ Arbeit La rivoluzione siamo noi (Die Revolution sind wir), 1984, lenkt den Blick vom Erlebten hin zur Möglichkeit, neue Räume zu schaffen: soziale, geistige und visionäre Landschaften, die über das Bestehende hinausweisen.
Dabei spielen auch ökologische Faktoren eine Rolle. Der Klimawandel und menschliches Handeln verändern Naturräume und Landschaften. Extreme Wetterereignisse wie Dürren und Starkregen machen diese Transformation sichtbar. Sie fordern neue Strategien im Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Die Skulptur End of Season von Denise Ritter ist einem Startblock im Schwimmbad nachempfunden. Sie symbolisiert sowohl den harten Aufprall auf dem Trockenen – eine aktuelle Lebensrealität an vielen Orten dieser Welt – als auch die hoffnungsvolle Möglichkeit eines Sprungs in eine bewusste Zukunft.
NEUland in SICHT ist eine Einladung zum Aufbruch, zu neuen Perspektiven und dazu, vertraute Wege zu verlassen – nicht nur in der Kunst, sondern auch im Denken.

Diese Ausstellung beginnt in
9
Tage
15
Std
8
Min
46
Sek
Termine
Start11.10.2026
Ende31.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr kann auf eine bewegte, gut hundertjährige Geschichte zurückblicken. Hervorgegangen ist es 1909 aus der Privatsammlung des Mülheimer Bürgers Robert Rheinen. Durch gezielte Ankäufe und eine stete Förderung der mit Mülheim eng verbundenen Künstler Werner Gilles, Arthur Kaufmann, Hermann Lickfeld, Otto Pankok, Heinrich Siepmann und Werner Graeff konnte es über Jahrzehnte verschiedene Sammlungsschwerpunkte aufbauen. Mit der Übergabe der hochkarätigen Sammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler und seiner Frau an das Museum 1981, bildeten sich der Expressionismus und die klassische Moderne als Höhepunkt aus. Zeichnungen und Gemälde von Max Beckmann, Max Ernst, Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, Emil Nolde, Franz Marc und August Macke sind in den intimen Kabinetten des Altbaus des Museums zu sehen. Darüber hinaus besitzt das Museum als Schenkung des Mülheimer Arztes K. G. Themel eine der größten Heinrich Zille-Sammlungen außerhalb Berlins sowie ausgesuchte grafische Serien unter anderem von Ernst Barlach, Marc Chagall und Pablo Picasso. Seit 1994 residiert das Kunstmuseum im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost im Zentrum Mülheims in unmittelbarer Nachbarschaft des Medienhauses. Es wurde von 1984 bis 1994 zu einem Museum umgebaut. Den sehenswerten Platz vor dem Museum gestaltete der bedeutende Bildhauer Otto Herbert Hajek 1977 als farbiges Relief mit Stadtzeichen und Brunnen. In wechselnden Ausstellungen stellt das Museum Künstler und Themen der Sammlung, aus Stadt und Region sowie zur klassischen Moderne und zur internationalen zeitgenössischen Kunst vor. Regelmäßige Malkurse, Kunstberatungen, Führungen, Künstlergespräche und eine Artothek ergänzen das Programm. Im Foyer des Museums, der ehemaligen Schalterhalle, bietet der vom Förderkreis betriebene Museumsshop eine große Auswahl an Geschenkartikeln an. Gefördert und unterstützt wird das Kunstmuseum von Kunstverein und Förderkreis.

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