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Berlin

Nicolas Polli – To Make Everything You Need a Flower

Ausgehend von dem italienischen Kinderlied Per fare tutto ci vuole un fiore von Gianni Rodari, reflektiert der interdisziplinäre Künstler Nicolas Polli (*1989) in seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland seine eigene Praxis und die Zirkularität von Materialien. Polli, der in seiner Arbeit Fotografie, Design, Verlagsarbeit und Möbelbau verbindet, legt dabei die Prozesse des Machens offen: Arbeitsmaterialien, Werkzeuge und Zwischenschritte sind ebenso wichtig wie das Endprodukt; Konstruktionen, die Rückseiten gerahmter Bilder und der Entstehungsprozess der Ausstellung sind Teil des künstlerischen Konzepts. So findet das für die Ausstellungsarchitektur verwendete Holz später als Mobiliar im Atelier des Künstlers eine neue Verwendung, während Aufnahmen, die zunächst lediglich als Lichttests oder Arbeitsskizzen entstanden, selbst zu Ausstellungsobjekten werden. Bereits vor der Ausstellungseröffnung macht Polli den Aufbauprozess im Rahmen der ortsspezifischen Intervention To Make Everything in Twenty-One Days für das Publikum sichtbar. Auf diese Weise hinterfragt der Künstler den Wert und die Bedeutung von Bildern und Dingen und regt dazu an, über Materialkreisläufe, nachhaltiges Gestalten und die Bedingungen künstlerischer Produktion neu nachzudenken.