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Linz

Pionierinnen der Gmundner Keramik – Emilie Schleiss-Simandl

Die weibliche Gestaltungskraft von 1843 bis 1983

 

Frauen prägten die Entwicklung der Gmundner Keramikkunst über Generationen hinweg. Die Familie Schleiss steht beispielhaft für weibliches Unternehmertum, künstlerische Innovation und regionale Tradition.

 

 

Franziska Wiesinger – Die Wegbereiterin

 

Als ausgebildete Hafnerin führte Franziska Wiesinger, verh. Schleiss, ab 1843 die Keramikwerkstatt in der Theatergasse. Sie beschickte die Märkte mit den Keramiken und organisierte den Werkstattalltag, während ihr Mann Franz de Paula Schleiss politische Ämter bekleidete. Mit Sohn Leopold und dessen Frau Josefine entwickelte sich die Werkstatt weiter und mündete 1903 in die Gründung der bis heute bestehenden Fabrik in Traunleiten.

 

 

Emilie Simandl – Künstlerischer Aufbruch

 

Internationales künstlerisches Profil erhielt die Manufaktur durch Emilie Simandl, verh. Schleiss. Die Entwürfe der Bildhauerin, Keramikerin und Absolventin der Kunstgewerbeschule Wien sind geprägt von Jugendstil, Art Déco und volkskundlich geprägten Figuren, Geschirr und Kachelöfen. Diese Verkaufsschlager trugen zum bis heute andauernden Erfolg der Gmundner Keramik bei.

 

 

Trude und Marianne Schleiss – Kunst im Wandel

 

Marianne, verh. Eidner, vollendete viele Entwürfe ihrer Mutter mit ihrer charakteristischen Malerei. Trude führte die Schleiss Keramik ab 1961 bis zur Schließung 1983. Ihre Arbeiten verbanden Art Déco, Bauhaus und Neue Sachlichkeit mit Motiven der Volkskunst des Salzkammerguts. Damit steht die Familie Schleiss für eine außergewöhnliche, weiblich geprägte Kontinuität, die die Gmundner Keramikkunst zwischen 1843 und 1983 maßgeblich formte.

 

Ein Teil der in der Ausstellung präsentierten Exponate konnte dank der großzügigen Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung des Oberösterreichischen Landesmuseums für die Sammlung erworben werden.

 

Kuratiert von Veronika Schreck

Diese Ausstellung beginnt in
25
Tage
15
Std
4
Min
27
Sek
Termine
Start04.11.2026
Ende04.03.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Schlossmuseum Linz
Schlossmuseum LinzSchlossberg 1, 4020 Linz

Das Schlossmuseum Linz ist eine zentrale Einrichtung zur Darstellung und Erforschung der kulturellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Oberösterreichs. Als solches ist es die erste Anlaufstelle für alle, die sich für die Geschichte und Kultur des Landes interessieren. Auf über 10.000 m² Ausstellungsfläche bekommen Besucher:innen einen umfangreichen Einblick in die Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte Oberösterreichs von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 21. Jahrhundert. Rund um die Dauerausstellung der Oö. Landes-Kultur GmbH setzen Sonderausstellungen Akzente zu aktuellen internationalen und regionalen, sowie kultur-, natur- und zeitgeschichtlichen Themen. Ab 2025 wird das Schlossmuseum Linz mit der Neuaufstellung seiner Sammlungen beginnen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Bereiche Archäologie sowie Ur- und Frühgeschichte gelegt. Die Neuaufstellung orientiert sich an den UNESCO-Welterbestätten, von denen Oberösterreich gleich vier besitzt. Besonders hervorzuheben ist, dass dieser Sammlungsbereich bei freiem Eintritt zugänglich sein wird, um den kulturellen Reichtum Oberösterreichs einem breiten Publikum näher zu bringen. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung des Schlossmuseums ist die räumliche Erweiterung der naturwissenschaftlichen Sammlung im Untergeschoss. Diese Erweiterung umfasst nicht nur ein Insektarium und die Präsentation aller Sammlungen, sondern auch die Schaffung einer immersiven Erlebniswelt. Diese innovativen Räume bieten vor allem Familien ein einzigartiges und interaktives Erlebnis, das Wissenschaft und Natur auf faszinierende Weise verbindet.

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