Mit der Ausstellung Dietmar Brehm. Punkt und Echo widmet das Linzer Schlossmuseum einer der prägendsten Figuren der oberösterreichischen Kunstszene eine umfassende Personale. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf Malerei und Grafik aus den letzten Jahren, außerdem wird eine Auswahl aus Brehms umfangreichem filmischen Werk gezeigt.
Spiel der Zeichen
Dietmar Brehms Kunst ist geprägt durch eine unverwechselbare visuelle Bildsprache, häufig sind es wenige, prägnante Motive, die er auf die Leinwand oder das Papier setzt. Trotz wiedererkennbarer Formen und reduzierter Setzungen sind seine Bildfindungen nie einfach zu dechiffrieren. Vielmehr ist es ein absurdes Spiel der Zeichen und vermeintlicher Codes, das seine Bildwelt kennzeichnet.
Punkt und Echo
Von Brehms assoziativen Umgang mit Begriffen, Zeichen und Bildern zeugt auch der Titel der Ausstellung. Der Punkt ist ein wiederkehrendes Motiv in seiner Malerei: Als runde monochrome Fläche ins Bild gesetzt, fungiert er ebenso als Abstraktion wie als konkretes Motiv. Auch das Wiederaufgreifen von Sujets im Sinne des Echos, sowohl in unterschiedlichen Werkphasen als auch medienübergreifend, bildet über Jahrzehnte hinweg eine Konstante in Brehms Werk.
Avantgardefilmer
International gilt Dietmar Brehm seit den 1970er Jahren als maßgeblicher Vertreter des Avantgardefilms. Sein filmisches Werk zeichnet sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit der menschlichen Wahrnehmung aus und ist geprägt durch Techniken, wie gezielte Falschbelichtungen, starke Kontraste, flimmernde Montagen und die Verwendung von Found Footage. In einer eigens für die Ausstellung eingerichteten Black Box wird in einem ausgewählten Programm Einblick in das Filmschaffen Dietmar Brehms gegeben.
Kuratiert von Gabriele Spindler
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Eröffnung mit Landeshauptmann Thomas Stelzer: 17. März 2026, 18 Uhr

