Gletscher gelten als wichtige Indikatoren für Klimaänderungen. In Österreich schmelzen die Gletscher in rasantem Tempo. Schon Mitte dieses Jahrhunderts wird es in den Ostalpen kaum noch Gletscher geben. Die Ausstellung im Schlossmuseum, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung in Innsbruck entstanden ist, zeigt, wie Gletscher erforscht werden und welch wichtige Rolle sie spielen, wenn es darum geht, Klimawandel zu verstehen. Im Zentrum der Ausstellung steht ein Eisbohrkern aus den Ötztaleralpen von dem sich bis zu 6.000 Jahre Klimageschichte ablesen lassen. Wie in einem Archiv sind im Eis Daten zur Zusammensetzung der Luft, der Temperatur, aber auch über die Ausbreitung von Pflanzen und noch viel mehr gespeichert.
In der Ausstellung ist zu sehen, wie Gletscher entstehen und welche Rolle sie im globalen Klimasystem spielen. Der Dachstein nimmt eine besondere Rolle ein. Er war das Forschungsgebiet von Friedrich Simony, einem der Pioniere der Gletscherforschung. Simony gehörte zu jenen Wissenschaftlern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Nachweis erbrachten, dass die alpine Landschaft von riesigen Gletschern geformt wurde, die sich über den ganzen Alpenraum erstreckt haben müssen. Dieser Nachweis einer vergangenen Eiszeit brachte die Klimaforschung erst ins Rollen.
Eröffnung: 16. Juni 2026, 19 Uhr

