läuft
Künzelsau

Stella Hamberg – Werkpräsentation 16. Robert Jacobsen Preis der Stiftung Würth

Anlässlich der Verleihung des 16. Robert Jacobsen Preises der Stiftung Würth an Stella Hamberg (*1975 in Friedberg, Hessen) am 11. Mai 2026 präsentiert das Museum Würth 2 eine Werkauswahl, um durch Hambergs Arbeiten selbst die Begründung der Jury des Robert Jacobsen Preises lebendig werden zu lassen.

 

Kraftvolle, ausdrucksstarke Bronzen, die vielschichtige Assoziationsräume entstehen lassen, prägen die künstlerische Handschrift Hambergs.

 

Die in Brandenburg lebende Bildhauerin Stella Hamberg erhält den 16. Robert Jacobsen Preis 2025 der Stiftung Würth. Hamberg, geboren 1975 in Friedberg (Hessen), absolvierte eine Ausbildung zur Steinbildhauerin und studierte an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden, wo sie bis 2006 bei Prof. Martin Honert Meisterschülerin war. Das Thema ihrer künstlerischen Ausdrucksform im klassischen Medium Bronze ist der Mensch. Sie begreift die Ausrichtung entlang der traditionellen Bildhauerei als Herausforderung und wandelt sie in ihre Bildsprache um. Die Betonung des handwerklichen Aspekts in der zeitgenössischen Bildhauerei verbunden mit einer stark assoziativen Formgebung verbindet Stella Hamberg mit Robert Jacobsen, Namensgeber des Robert Jacobsen Preises. Jacobsen selbst formulierte im vergangenen Jahrhundert zum Prinzip der Skulptur, dass »das Visuelle und das Gedankliche (…) gleichzeitig arbeiten (müssen): Grundsätzlich fühlt man, bevor man wahrnimmt – du fühlst und du siehst –, aber man muss die Bewegung im gleichen Moment realisieren. Das begründet für mich heute Skulptur.«

 

»Stella Hamberg steht seit den 2000er-Jahren für eine unerschrockene Art der Bildhauerei. Mit ihren überlebensgroßen Bronzefiguren, wie den ›Berserkern‹, prägt sie das Medium der figurativen Skulptur mit einer intensiven, fast impressionistischen Formensprache«, begründet die Jury des 16. Robert Jacobsen Preises ihre Wahl. Und weiter: »Ihre Werke verzichten bewusst auf narrative Klarheit und eröffnen dem Betrachter vielfältige Assoziationsräume. Im traditionsreichen Material Bronze changieren ihre Arbeiten zwischen grober Monumentalität und der Dokumentation feinster Spuren des Schaffensprozesses, was ihren Skulpturen eine lebendige, fast greifbare Qualität verleiht. Hamberg verbindet die archaischen Ursprünge mit der physischen Präsenz des menschlichen und tierischen Körpers und nutzt abstrahierende Mittel, um neue Perspektiven auf das Menschenbild, aber auch das Medium selbst zu eröffnen. So führt sie die Tradition der Bildhauerei fort und erneuert sie mit einer kraftvollen, zeitgenössischen Handschrift.«

 

 

Die Jury des 16. Robert Jacobsen Preises der Stiftung Würth

 

• Dr. Christoph Becker, ehem. Direktor des Kunsthauses Zürich

• Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt

• Prof. Dr. Michael Eissenhauer, ehem. Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin

• Fabrice Hergott, Direktor des Musée d’Art moderne de Paris

• Prof. Dr. Bernhard Maaz, ehem. Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München

• Ugo Rondinone, New York, Träger des 15. Robert Jacobsen Preises

• C. Sylvia Weber, Geschäftsbereichsleiterin Kultur in der Würth-Gruppe (Juryvorsitz)

• Maria Würth, Mitglied des Vorstands der Stiftung Würth

 

 

Zum Robert Jacobsen Preis

 

Nach dem Tod des Bildhauers Robert Jacobsen im Jahr 1993 hat die Stiftung Würth in Kooperation mit dem Museum Würth den Robert Jacobsen Preis ausgelobt, der alle zwei Jahre an zeitgenössische bildende Künstler vergeben wird, um an das Werk und den Einfluss Robert Jacobsens zu erinnern. Den dänischen Bildhauer und den Unternehmer und Kunstsammler Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth hatte nach einem ersten zufälligen Aufeinandertreffen in den 1970er-Jahren eine langjährige Freundschaft verbunden. 1991 hatte Jacobsen auf dem Vorplatz des neuen Verwaltungsgebäudes der Würth-Gruppe seine größte Skulptureninstallation fertiggestellt, die seither das Erscheinungsbild der Konzernzentrale prägt. Der Robert Jacobsen Preis ist mit 50.000 EUR dotiert.

 

 

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren:

 

• 1993 Lun Tuchnowski

• 1995 Richard Deacon

• 1997 Magdalena Jetelovà

• 1999 Gereon Lepper

• 2001 Stephan Kern

• 2003 Rui Chafes

• 2005/2006 Bernar Venet

• 2008 Monika Sosnowska

• 2010 Alicja Kwade

• 2012 Jeppe Hein

• 2014/2015 Michael Sailstorfer

• 2016/2017 Yngve Holen

• 2018/2019 Eva Rothschild

• 2021 Elmgreen & Dragset

• 2023/2024 Ugo Rondinone

 

 

Über die Stiftung Würth

 

Die gemeinnützige Stiftung Würth wurde 1987 von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth in Künzelsau gegründet und fördert Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Integration und Soziales sowie Kunst und Kultur. Unterstützt wird sie von der Würth-Gruppe in Deutschland, insbesondere der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Diese Ausstellung endet in
17
Tage
11
Std
29
Min
53
Sek
Termine
Start12.05.2026
Ende08.11.2026
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museen Würth
Museen WürthAm Forumsplatz 1, 74653 Künzelsau (Museum Würth 2)

Kunst & Kultur gehören untrennbar zum Unternehmen Würth. Ihre starke Präsenz und die vielfältigen Aktivitäten sind Ausdruck gelebter Unternehmenskultur. Dreh- und Angelpunkt ist die Sammlung Würth, die Reinhold Würth seit den 1970er-Jahren aufbaut. Die Sammlung Würth umfasst Werke vom Spätmittelalter bis zur Moderne und Gegenwart – vor allem Malerei und Skulptur. Sie zählt zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas. Auch außerhalb der unternehmenseigenen Ausstellungshäuser ist sie in Museen und an öffentlichen Orten weltweit präsent. Was Reinhold Würth in seiner bald 60-jährigen Sammelleidenschaft zusammengetragen hat, umfasst rund 500 Jahre Kunstgeschichte – Werke vom späten Mittelalter bis zum frühen 21. Jahrhundert. Süddeutsche Renaissanceportraits finden sich ebenso darunter wie Objekte von höfischem Glanz und handwerklicher Bravour, eine Sammlung zauberhafter Ankündigungsplakate traditioneller süditalienischer Puppentheater (»Opera dei«) und internationale Krippen ebenso wie ganze Werkblöcke von Anselm Kiefer, Max Ernst oder auch Christo und Jeanne-Claude. Ausstellungsorte Besondere Anziehungspunkte in Schwäbisch Hall sind die Kunsthalle Würth seit 2001 und die Johanniterkirche mit den Alten Meistern seit 2008. Am Firmensitz der Würth-Gruppe in Künzelsau öffnete 1991 das Museum Würth seine Pforten. 2020 folgte als jüngstes Haus das Museum Würth 2, integriert in das von David Chipperfield Architects entworfene Kultur- und Kongresszentrum Carmen Würth Forum. Ausstellungen im familiären Rahmen bietet die Hirschwirtscheuer. Daneben agieren seit 1999 Kunstdependancen in Europa.

Social Media