Wie können koloniale Sammlungen heute neu gelesen werden? Die Ausstellung bringt historische Objekte aus Togo mit zeitgenössischen künstlerischen Perspektiven in den Dialog und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung ein.
Togo und Deutschland verbindet eine gemeinsame, aber ungleiche Geschichte. Von 1884 bis 1919 war Togo eine deutsche Kolonie. Das Ethnologische Museum bewahrt eine vielfältige Sammlung aus dieser Zeit. Debatten über solche kolonialen Sammlungen haben sich international seit den 2010er Jahren intensiviert. Gemeinsam mit dem Wunsch aus Togo, die Sammlung sichtbar zu machen und togoische Perspektiven einzubeziehen, gaben sie Anstoß zu dieser Ausstellung.
Kolonialzeitlich geprägte Sammlungsbestände und zeitgenössische Kunst treten hier in Austausch: Forschende aus Togo und dem Museum haben heutige Kontextualisierungen der historischen Sammlung entwickelt. Kunstschaffende aus Togo und der Diaspora treten durch neu geschaffene Werke – Skulptur, Fotografie und Installation – in Dialog mit der geteilten Geschichte. Gemeinsam untersuchen sie, wie Ausstellungen Orte für zeitgenössische Perspektiven und ein vertieftes Verständnis werden können. Dabei zeigen sich sowohl Nachwirkungen der kolonialen Geschichte als auch Potenziale für neue Beziehungen.
Togo: Neue Verbindungen knüpfen lädt Sie zur Reflexion ein und gibt Impulse für einen zukunftsorientierten Umgang mit der kolonialen Sammlung aus Togo.
Kuratorin: Verena Rodatus
Beteiligte Wissenschaftler:innen: Essowassam Abika, Adama Ayikoué, Kokou Azamede, Aka Bebewou, Aqtime Edjabou, Hans Peter Hahn, Stéphane Kouzan, Gitti Salami, Ohiniko Mawussé Toffa
Beteiligte Künstler:innen: Matthieu Abalo, Tété Azankpo, Jacques M. Q. Do Kokou, Jerry Doe Orlando, Sadikou Oukpedjo, Anani Dodji Sanouvi, Elotodé Sokpoh