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Winterthur

Tout est lumière – Cézanne, van Gogh, Matisse und die Maler des Südens

Ausstellung

Im Süden werden die Sinne geschärft. Die Hände werden wendiger, das Auge aufmerksamer und das Denken klarer.
Vincent van Gogh

 

Ende des 18. Jahrhunderts setzt die touristische Entwicklung der heutigen Côte d’Azur ein mit der Reisebeschreibung von Tobias Smolletts Travels through France and Italy. Darin schildert der englische Schriftsteller die Mittelmeerküste Frankreichs als ein Land, in dem das Licht heller als anderswo leuchtet, der Himmel gnädiger gestimmt ist und die Sonne öfter scheint. Das milde Winterklima lockte bald darauf die Adligen aus Großbritannien, aber auch aus Deutschland und Russland nach Nizza, das sich zusammen mit seinem Umland zur Riviera wandelte. Entlang der Küste entstanden mondäne Hotels und Villenviertel, Parks wurden angelegt, tropische Pflanzen akklimatisiert. 1916 verbrachte Henri Matisse einen Kuraufenthalt in Medon und ließ sich anschließend im nahen Nizza nieder, wo er im Hotel Beau-Rivage logierte.

 

Auch das Sammlerehepaar Hedy und Arthur Hahnloser verbrachte ab 1923 aufgrund von Hedys Gesundheitszustand die Winter im milden Süden, wo sie in regelmäßigem Austausch mit ihren Künstlerfreunden Henri Matisse und Pierre Bonnard standen.

 

Bereits die Vorgängergeneration hatte den Süden entdeckt: Paul Cézanne, geboren in Aix-en-Provence, kehrte nach seinem Pariser Aufenthalt in seine Heimat zurück und widmete sich fortan der südlichen Landschaft. Darin gelang ihm die Überwindung der impressionistischen Malweise zugunsten einer flächig organisierten Darstellung »parallel zur Natur«.

 

1888 blieb Vincent van Gogh auf der Reise in den Süden in Arles hängen, wo er seinen langgehegten Traum, ein Atelier des Südens als Künstlerkolonie zu begründen, verwirklichen wollte. Die Idee scheiterte; entstanden sind indes unzählige Gemälde von gleißenden Landschaften, mit denen er sich in die Kunstgeschichte einschrieb.

 

Die Ausstellung Tout est lumière vereint sonnendurchflutete Meisterwerke – Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen – von Cézanne bis Matisse, in denen sich im Geiste van Goghs die Sinne schärfen und das künstlerische Denken klärt.

 

Kuratiert von Konrad Bitterli, Andrea Lutz und David Schmidhauser

Diese Ausstellung beginnt in
34
Tage
17
Std
41
Min
44
Sek
Start Termin
28.03.2026
Ende Abschluss
30.08.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–17:00
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Donnerstag
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