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Graz

Trauma Körper – Hannes Schwarz, Walter Pichler und Bruno Gironcoli

Das künstlerische Werk von Hannes Schwarz steht monolithisch innerhalb der österreichischen Kunstentwicklung nach 1945. Sein vom Trauma des NS-Regimes und des Krieges geprägtes Menschenbild muss heute als Teil der »Postwar«-Diskussion aufgefasst werden. Der Mensch erscheint in seinen Bildern durch die erlebten Schrecknisse traumatisiert bzw. deformiert und von der Frage nach dem Selbstwert zerrissen. Wie kann das neue Bild des Menschen aussehen? Wie ist ein »Ich« (Sartre) in einer Zeit der Trauer und der psychischen Unordnung neu zu denken? Der Körperdiskurs innerhalb der Kunst nach 1945 bricht mit den pervertierten Vorstellungen des idealen Körpers – Kunst als Katharsis.

 

Das Werk von Hannes Schwarz wird in dieser Ausstellung mit Beispielen von Walter Pichler und Bruno Gironcoli konfrontiert. Auch sie stellen, besonders in ihren Frühwerken, den menschlichen Körper zur Disposition. Überschneidungen, Unterschiede und Ergänzungen der jeweiligen Werke verdichten die existenzialistische Perspektive auf den Körper als Indikator des Traumas.

Diese Ausstellung beginnt in
21
Tage
5
Std
23
Min
5
Sek
Termine
Start13.11.2026
Ende11.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Neue Galerie Graz
Neue Galerie GrazJoanneumsviertel, 8010 Graz

Als Museum für moderne und zeitgenössische Kunst mit einer umfangreichen Sammlung von Werken österreichischer und internationaler Künstler/innen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus den unterschiedlichsten Medien widmet sich die Neue Galerie Graz der Forschung zur jüngeren Kunstgeschichte ab dem 19. Jahrhundert, mit einem gesonderten Schwerpunkt in der Kunst des 20. Jahrhunderts und zahlreichen Anknüpfungspunkten bis in die Gegenwart. Das Museum ging 1941 aus der Teilung der Landesbildergalerie des Steiermärkischen Landesmuseums in eine Alte Galerie und eine Neue Galerie hervor, wobei letztere die Werkbestände der Landesbildergalerie aus der Entstehungszeit ab dem 19. Jahrhundert in ihre Sammlung übernahm. Ab den 1960er-Jahren hat sich die Neue Galerie Graz zu einem Zentrum für aktuelle Strömungen der zeitgenössischen bildenden Kunst entwickelt, wobei vor allem die Ausstellungsreihen der Internationalen Malerwochen in der Steiermark (1966–1992) und der Trigon-Biennalen (1963–1992) mit ihrem Fokus auf die Kunstentwicklung in Österreich und seinen unmittelbaren Nachbarländern die programmatische Ausrichtung und den Aufbau der Sammlung bestimmt haben. Ab den 1990er-Jahren erfolgte eine Internationalisierung hinsichtlich der Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit mit einem Fokus auf die Gegenwartskunst in Europa und den USA. Der Sammlungsbestand umfasst einen Querschnitt künstlerischer Strömungen der letzten 200 Jahre wie u. a. Biedermeier, Realismus, Jugendstil, (regionale) Formen der klassischen Moderne, Positionen österreichischer und internationaler Malerei nach 1945, Wiener Aktionismus, Medien- und Konzeptkunst u. v. m., welche in unterschiedlichen Medien wie Malerei, Grafik, Plakatkunst, Plastik, Fotografie und Video mit einem Gesamtumfang von etwas mehr als 60.000 Einzelstücken vertreten sind. 2008 wurde die Sammlung mit dem BRUSEUM um einen Schwerpunkt zum Schaffen von Günter Brus erweitert. Ausstellungen präsentieren zentrale Künstlerpositionen sowie Themen der Kunstgeschichte, wobei die vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung und folglich mit der Geschichte des Museums in seinem veränderlichen soziopolitischen Umfeld den Blick über die Kunst hinaus erweitert und das Museum als Dialogplattform erschließt, wo nicht nur Fragen der Kunst und Kunstgeschichte, sondern eine Vielzahl von Themen von allgemeinem Interesse erörtert werden. 2011 erfolgte die Übersiedelung des Museums in das Joanneumsviertel, wo sich die Neue Galerie Graz in einem großzügig bemessenen und nach modernsten Ansprüchen adaptierten Museumsgebäude mit einer Ausstellungsfläche von über 2.000 Quadratmetern präsentiert.

Weiterführende Literatur