demnächst
Mülheim an der Ruhr

UNBESTAND

Kunst am Bau ist vielfach unsichtbar – und zugleich stets präsent. Sie findet sich in unterschiedlichen Einrichtungen der staatlichen Infrastruktur – etwa in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, in Polizeiwachen und Gerichten, in Rathäusern, Ministerien, Bahnhöfen, U-Bahnstationen und Krankenhäusern. Die meisten Werke werden dabei zwar als Teil des baulichen Umfelds wahrgenommen, ihr künstlerisches Potenzial wird jedoch häufig übersehen. Einige Werke wurden im Zuge von Sanierung oder Umgestaltung verändert oder überschrieben.

 

Studierende des Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Duisburg-Essen präsentieren in dieser Ausstellung künstlerische und forschungsorientierte Zugänge zur Kunst am Bau an Schulen in Mülheim an der Ruhr.
Gezeigt werden künstlerische Positionen, die ausgehend von wandmalerischen Praktiken Formen konzeptueller Malerei und malerischer Installation erproben. Sie setzen sich mit dem Ausstellungsraum und den Bedingungen von Kunst am Bau auseinander und verbinden malerische Praxis mit ortsspezifischen und kritisch reflektierenden Arbeitsweisen. Dabei wird der Raum selbst zum Ausgangspunkt für individuelle und kollaborative Setzungen. Flankierend dazu können Besucher:innen die kunstwissenschaftlichen Projekte der Studierenden antreffen, die im Zuge ihrer Auseinandersetzung mit ausgewählten Kunst am Bau-Werken in Mülheimer Schulen eigene Forschungs- und Vermittlungsideen entwickelt haben.

 

Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur Erforschung und Verankerung des Dialogs von Schule, Universität und Gesellschaft. Sie ist Teil des Lehr-, Forschungs- und Vermittlungsprojekts »Die Schule als Museum«, das von Sebastian Freytag und Kerstin Meincke (Universität Duisburg-Essen) und Barbara Walter (Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr) konzipiert und durchgeführt wird. Gefördert wird das Projekt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Rahmen des Programms  »ImPulsRuhr – Förderprogramm der Krupp-Stiftung für eine Region im Wandel«.

 

BETEILIGTE / PARTICIPANTS:
Künstlerische Projekte von / Artistic projects by:
Robin Anders, Katharina Beek, Mihriban Çürük,
Stefania Giuliani Canizales, Enise Gökmen,
Aruna Freya Gwisdalla, Charlotte Heim, Louis Knodel, Anna-Maria Noll, Giulia Scalzo, Gloria Tudela Mei, Malina Voß

 

Forschungsorientierte Projekte von /
Research oriented projects by:
Melissa Bagi, Lani Marie Bock, Anne Burja, Mihriban Çürük, Niklas Dachmann, Enise Gökmen, Lea Goldschmidt, Paula Hoffmann, Chiara Hülbusch, Mara Keil, Julia Kerbusk, Larissa Kirberich, Jana Orths, Anna-Katharina Poppinghuys, Emily Helma Schuffelen, Jana Schumacher, Gloria Tudela Mei, Malena Winter

 

Studentische Mitarbeit / Student assistance
Katharina Beek und/and Giulia Scalzo.

 

Eröffnung: 21. November 2026, 17 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
51
Tage
13
Std
7
Min
32
Sek
Termine
Start22.11.2026
Ende07.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr kann auf eine bewegte, gut hundertjährige Geschichte zurückblicken. Hervorgegangen ist es 1909 aus der Privatsammlung des Mülheimer Bürgers Robert Rheinen. Durch gezielte Ankäufe und eine stete Förderung der mit Mülheim eng verbundenen Künstler Werner Gilles, Arthur Kaufmann, Hermann Lickfeld, Otto Pankok, Heinrich Siepmann und Werner Graeff konnte es über Jahrzehnte verschiedene Sammlungsschwerpunkte aufbauen. Mit der Übergabe der hochkarätigen Sammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler und seiner Frau an das Museum 1981, bildeten sich der Expressionismus und die klassische Moderne als Höhepunkt aus. Zeichnungen und Gemälde von Max Beckmann, Max Ernst, Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, Emil Nolde, Franz Marc und August Macke sind in den intimen Kabinetten des Altbaus des Museums zu sehen. Darüber hinaus besitzt das Museum als Schenkung des Mülheimer Arztes K. G. Themel eine der größten Heinrich Zille-Sammlungen außerhalb Berlins sowie ausgesuchte grafische Serien unter anderem von Ernst Barlach, Marc Chagall und Pablo Picasso. Seit 1994 residiert das Kunstmuseum im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost im Zentrum Mülheims in unmittelbarer Nachbarschaft des Medienhauses. Es wurde von 1984 bis 1994 zu einem Museum umgebaut. Den sehenswerten Platz vor dem Museum gestaltete der bedeutende Bildhauer Otto Herbert Hajek 1977 als farbiges Relief mit Stadtzeichen und Brunnen. In wechselnden Ausstellungen stellt das Museum Künstler und Themen der Sammlung, aus Stadt und Region sowie zur klassischen Moderne und zur internationalen zeitgenössischen Kunst vor. Regelmäßige Malkurse, Kunstberatungen, Führungen, Künstlergespräche und eine Artothek ergänzen das Programm. Im Foyer des Museums, der ehemaligen Schalterhalle, bietet der vom Förderkreis betriebene Museumsshop eine große Auswahl an Geschenkartikeln an. Gefördert und unterstützt wird das Kunstmuseum von Kunstverein und Förderkreis.

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