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Mülheim an der Ruhr

Utopie 2. Liebe · Glaube · Hoffnung – Sammlung +

Mit Werken von: Siegfried Anzinger, Tjorg Douglas Beer Joseph Beuys, Georges Braque. Marc Chagall. Chargesheimer, Salvador Dalí, Lyonel Feininger, Oscar Kokoschka, Matthias Lahme, August Macke, Gerhard Marcks, Thomas Ring. Silke Schatz, Karl Schmidt-Rottluff, Heiner Schmitz, Rupert Schroeder, Heidi Specker

 

Die Werke der Städtischen Sammlung sind facettenreich und eröffnen je nach Betrachtungswinkel neue Perspektiven. Mit dem Ausstellungsformat SAMMLUNG+ setzt sich das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr kritisch mit der eigenen Sammlung auseinander und bringt mit wechselnden Präsentationen Dynamik ins Spiel. Zugleich wird die 2025 begonnene Kooperation mit dem Theater an der Ruhr fortgesetzt. Anknüpfend an das Spielzeittema »UTOPIE« präsentiert sich ein Parcours an ausgewählten künstlerischen Positionen, von Klassikern der Moderne bis in die Gegenwart.

 

Zudem wird mit dem Fokus auf die Begriffe »Liebe«, »Glaube«, »Hoffnung« ein Bogen zur europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst Manifesta 16 Ruhr geschlagen, die in diesem Jahr in säkularisierten Kirchen des Ruhrgebiets stattfindet. Angesichts aktueller gesellschaftlicher und globaler Krise wirft der Blick auf die drei theologischen oder auch göttlichen Tugenden Fragen auf: In wieweit erfüllen Kirchenbauten als Orte des Glaubens, der Zusammenkunft, der Gemeinschaft heute noch ihre Funktion und werden als diese auch angenommen? 

 

Wo lösen sich Strukturen auf und geben Raum für Transformation und Neubestimmung? Welche Kraft hat die Sehnsucht und das angestrebte Ziel nach einer alles erfüllenden Liebe? Sind es Wunschvorstellung, unerreichbare Ideale und die Realität erzählt doch von Scheitern, von Einsamkeit und geplatzten Träumen und Schwärmereien?

 

Und was ist mit der Hoffnung auf ein besseres Morgen, auf Frieden, auf ein Leben in Leichtigkeit? Eine UTOPIE oder Motivation und Antrieb zum Wandel?

 

Transzendente, durchscheinende Kirchenarchitekturen in Werken von Lyonel Feininger und Silke Schatz, das Motiv des Kreuzes bei Joseph Beuys sowie die mythologische Liebesgeschichte zwischen Daphnis und Chloé von Marc Chagall laden ein zur Reflexion und Diskurs.

 

Im Dialog mit den Sammlungswerken des Kunstmuseums spannen Assemblagen des Düsseldorfer Künstlers Matthias Lahme den thematischen und visuellen »roten Faden«: verbunden mit Elementen der Popkultur verweisen seine Rosenkranz-Readymades auf religiöse Attribute und rituale zwischen Gebetsgestus, Frömmigkeitsbekundung und kirchlicher Statussymbolik. Als Hybrid aus »Ikone und Emoji« beschreibt Matthias Lahme die kompositorische Anordnung der zwischen gespreizten Fingern arrangierten Gebetsketten und bricht subversiv wie augenzwinkernd deren Eindeutigkeit auf.

Diese Ausstellung endet in
9
Tage
20
Std
16
Min
55
Sek
Termine
Start26.04.2026
Ende31.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr kann auf eine bewegte, gut hundertjährige Geschichte zurückblicken. Hervorgegangen ist es 1909 aus der Privatsammlung des Mülheimer Bürgers Robert Rheinen. Durch gezielte Ankäufe und eine stete Förderung der mit Mülheim eng verbundenen Künstler Werner Gilles, Arthur Kaufmann, Hermann Lickfeld, Otto Pankok, Heinrich Siepmann und Werner Graeff konnte es über Jahrzehnte verschiedene Sammlungsschwerpunkte aufbauen. Mit der Übergabe der hochkarätigen Sammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler und seiner Frau an das Museum 1981, bildeten sich der Expressionismus und die klassische Moderne als Höhepunkt aus. Zeichnungen und Gemälde von Max Beckmann, Max Ernst, Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, Emil Nolde, Franz Marc und August Macke sind in den intimen Kabinetten des Altbaus des Museums zu sehen. Darüber hinaus besitzt das Museum als Schenkung des Mülheimer Arztes K. G. Themel eine der größten Heinrich Zille-Sammlungen außerhalb Berlins sowie ausgesuchte grafische Serien unter anderem von Ernst Barlach, Marc Chagall und Pablo Picasso. Seit 1994 residiert das Kunstmuseum im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost im Zentrum Mülheims in unmittelbarer Nachbarschaft des Medienhauses. Es wurde von 1984 bis 1994 zu einem Museum umgebaut. Den sehenswerten Platz vor dem Museum gestaltete der bedeutende Bildhauer Otto Herbert Hajek 1977 als farbiges Relief mit Stadtzeichen und Brunnen. In wechselnden Ausstellungen stellt das Museum Künstler und Themen der Sammlung, aus Stadt und Region sowie zur klassischen Moderne und zur internationalen zeitgenössischen Kunst vor. Regelmäßige Malkurse, Kunstberatungen, Führungen, Künstlergespräche und eine Artothek ergänzen das Programm. Im Foyer des Museums, der ehemaligen Schalterhalle, bietet der vom Förderkreis betriebene Museumsshop eine große Auswahl an Geschenkartikeln an. Gefördert und unterstützt wird das Kunstmuseum von Kunstverein und Förderkreis.

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