In den Jahresendspurt geht die Bundeskunsthalle mit einer großen Überblicksschau, die erstmals in Europa zentrale Werke von 76 Künstlerinnen aus Lateinamerika von Argentinien bis Mexiko vereint. Hochkarätige internationale Leihgaben aus bedeutenden (Privat-)Sammlungen und Museen machen diese Ausstellung zu einem herausragenden internationalen Kulturereignis.
Vanguardistas. 100 Jahre Lateinamerikanische Künstlerinnen spannt einen weiten Bogen über mehr als ein Jahrhundert und vereint berühmte Künstlerinnen mit solchen, die gerade wiederentdeckt werden; einige der Werke werden zum ersten Mal in Europa gezeigt. Zu sehen sind bedeutende Arbeiten von u. a. Olga de Amaral, Tarsila do Amaral, Claudia Andujar, Belkis Ayón, Firelei Báez, Tania Bruguera, Teresa Burga, Seba Calfuqueo, Graciela Carnevale, Leonora Carrington, Carolina Caycedo, Lygia Clark, Carmézia Emiliano, Carmen Herrera, Frida Kahlo, Maria Martins, Ana Mendieta, Marta Minujín, Djanira da Motta e Silva, Lygia Pape, Rosana Paulino, La Chola Poblete, Emma Reyes, Mira Schendel, Grete Stern und Cecilia Vicuña.
Die Ausstellung eröffnet in ihrer großen, auch medialen, Vielseitigkeit neue Perspektiven auf die Kunstgeschichte Lateinamerikas, bietet vielleicht überraschende Dialoge und geht den eigenständigen Ausdrucksformen in ihrer Bedeutung für kulturelle Identitäten nach. Im Ausstellungsparcours wird über die Generationen hinweg deutlich, welche zentrale Rolle weibliche Protagonistinnen für gesellschaftlichen Wandel spielen und in der Gegenwart mit ihren drängenden Fragen unvermindert wichtige Impulse für tiefgreifende Veränderungen geben.
Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle, des Kunstmuseum Basel, dem EMMA – Espoo Museum of Modern Art und dem BOZAR Centre for Fine Arts, Brüssel
Kuratorin: Heike van den Valentyn. Gesamtkoordinatorin: Cristina Sommer