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Berlin

Verwandt sein – Geteilte Sprache, geteiltes Wissen?

Die Familie gilt oft als der kleinste, aber wichtigste Baustein der Gesellschaft – überall auf der Welt. Familie und Verwandtschaft bestimmen soziale Beziehungen und Zugehörigkeit durch Geburt, Heirat oder Adoption. Sie prägen soziale Rollen und Erwartungen. Menschen helfen sich gegenseitig und arbeiten zusammen. Sie tragen füreinander Verantwortung und teilen ihre Ressourcen. Verwandtschaftliche Beziehungen beeinflussen, wie größere Gruppen entstehen, Besitz und Traditionen weitergegeben und Aufgaben und Pflichten verteilt werden.

 

In der Familie lernen Kinder erstmals zu kommunizieren, zu sprechen und die Normen und Werte zu verstehen, die das tägliche Leben bestimmen. Innerhalb der Familie werden Sprache und Lebensweisen von einer Generation an die nächste weitergegeben – sei es durch Geschichten, Feste, Ermahnungen und Regeln oder einfache Alltagsgewohnheiten. Auf diese Weise hält die Familie Sprache und Kultur lebendig.

 

Staatliche Maßnahmen und politischer Druck – wie erzwungene Assimilation oder diskriminierende Gesetze – schränken Familienmitglieder ein, ihre Sprache und ihr kulturelles Erbe weiterzugeben. Migration und Vertreibung schwächen die Verbindungen innerhalb und zwischen Familien und Gemeinschaften und beeinträchtigen die Weitergabe von Sprache und Kenntnissen zwischen den Generationen. Die Globalisierung verstärkt diese Dynamiken. Da dominante Weltsprachen im Bildungsbereich, bei der Arbeit und in den Medien immer häufiger werden, verlieren lokale Sprachen und Minderheitensprachen oft an Bedeutung. Gemeinsam bedrohen diese Entwicklungen die kulturelle Identität. Für viele Gemeinschaften ist es schwer, ihre Sprachen und Kulturen in einer zunehmend globalisierten Welt zu bewahren.

 

In den Filmen der Ausstellung werden Sie Menschen aus Indigenen Gemeinschaften begegnen, die ihre Sprache und ihre Kultur dokumentieren, bevor es zu spät ist. In Zusammenarbeit mit dem Endangered Languages Documentation Programme und dem Endangered Languages Archive archivieren sie ihr Material und nutzen es, um Bilderbücher sowie Lern- und Unterrichtsmaterialien für ihre Gemeinschaften zu erstellen. Für diese Ausstellung haben sie ihre Ansichten über die Rolle der Familie und die Bedeutung von Verwandtschaftsbeziehungen festgehalten. Sie beschreiben ihre Lebensweise und die Veränderungen, die sie gegenwärtig in ihren Gemeinschaften erleben.

 

 

Kuratorinnen

 

Die Ausstellung wurde kuratiert von Ute Schüren, Kuratorin Amerikanische Archäologie, Sammlung Mesoamerika, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Mandana Seyfeddinipur, Direktorin Endangered Languages Archive & Endangered Languages Documentation Programme, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.

Diese Ausstellung endet in
18
Tage
20
Std
17
Min
28
Sek
Termine
Start03.10.2025
Ende09.11.2026
Öffnungszeiten
Montag10:30–18:30
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:30–18:30
Donnerstag10:30–18:30
Freitag10:30–18:30
Samstag10:30–18:30
Sonntag10:30–18:30
Veranstaltungsort
Humboldt Forum
Humboldt ForumSchloßplatz, 10178 Berlin

Durch das Zusammenführen herausragender Sammlungen und mit einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Veranstaltungen, Bildung und digitalen Angeboten regt der Besuch zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an. Ein Haus, vier Akteure – an diesem zukunftsweisenden Projekt arbeiten partnerschaftlich die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Staatliche Museen zu Berlin Die Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz präsentieren auf der zweiten und dritten Etage des Humboldt Forums in groß angelegten Ausstellungen die weltberühmten Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst. Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin BERLIN GLOBAL, die Berlin Ausstellung im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums, entstand als Koproduktion von Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin. Humboldt-Universität zu Berlin Mit dem Humboldt Labor präsentiert die Humboldt-Universität zu Berlin im 1. Obergeschoß des Humboldt Forums eine lebendige Ideenwerkstatt, in der Spitzenforschung in den Dialog mit dem Publikum tritt. Auf rund 1.000 qm gibt die Humboldt-Universität Einblick in die Vielfalt und Relevanz von Wissenschaft. Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss ist Betreiberin und Bauherrin des Humboldt Forums. Sie entwickelt und realisiert kulturelle und künstlerische Veranstaltungen, Ausstellungsprojekte und Vermittlungsangebote, unterhält eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Ortes und sie koordiniert die Aktivitäten der weiteren Akteure im Humboldt Forum.