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Bremen

Wolfgang Wagner-Kutschker – Senza titolo ma molto sentimento

Auf den ersten Blick mögen die kantigen, tiefschwarz glänzenden Plattenskulpturen von Wolfgang Wagner-Kutschker (geb. 1949) distanziert wirken und so gar nicht dem Titel der Ausstellung »mit viel Gefühl« entsprechen. Aber schon bald entfalten sie ihren eigenen Charakter und verlieren den Schein der Unnahbarkeit. Mit Sinn für Humor baut der Bremer Künstler seine abstrakten Boden- und Wandskulpturen. Er legt die quadratischen Gebilde übereinander oder lässt sie einander nur an einem oder wenigen Punkten berühren. Die Platten fügen oder falten sich zusammen, bewegen sich voneinander weg und definieren auf diese Weise eine ganz eigene dingliche Präsenz sowie fragile Balance – ein Zusammenspiel von Oberflächen, Innen und Außen, Schwerkraft und Reflektion des Lichts.

 

Sobald Betrachter:innen die Stapelungen und Konstruktionen Wagner-Kutschkers sehen und analysieren, entfaltet sich ihr typischer Reichtum. Ihre Formensprache basiert auf geometrischen Grundformen, die, zusammengefügt in einzelnen Skulpturen, eine ganze Skala von Assoziationen jenseits der Abstraktion evozieren. Der Künstler führt hierfür jedoch keine mathematischen Berechnungen durch, sondern erprobt das Gleichgewicht der fragilen Skulpturen ähnlich wie ein versierter Kunstturner, der er früher selbst war.

Diese Ausstellung beginnt in
9
Tage
17
Std
55
Min
38
Sek
Termine
Start01.11.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–21:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Gerhard-Marcks-Haus
Gerhard-Marcks-HausAm Wall 208, 28195 Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus versteht sich als ein lebendiges, offenes und barrierefreies Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es will Menschen für dieses Thema begeistern und ihnen einen persönlichen Zugang dazu ermöglichen. Das Museum zeigt Kunst von hoher Qualität einem so breit wie möglichen Publikum. Auf ein diverses Publikum reagiert es durch persönliche Ansprache und Offenheit. Aus der ursprünglichen Ausrichtung des Museums als »Einkünstlersammlung« für Gerhard Marcks (1889–1981) ergeben sich drei Konsequenzen für das Ausstellungsprogramm. Erstens liegt ein Akzent auf der individuellen visuellen Sprache eines Künstlers. Das Museum zeigt daher fast ausschließlich monografische Ausstellungen. Zweitens gibt es eine Sympathie für figürliche Positionen in der Bildhauerei. Drittens muss das Museum – in der Tradition des Namensgebers – resistent gegen Moden und Mechanismen des Kunstmarkts sein. Der Kern der Sammlung ist das Œuvre von Gerhard Marcks. Weitere Sammlungsbestände stärken die Position des Gerhard-Marcks-Hauses als Bildhauermuseum. Der Fokus liegt auf der figürlichen Tradition aus dem Umfeld des Namensgebers. Jede Sammlungserweiterung dient dazu, auch in der Zukunft das Werk von Gerhard Marcks und sein Umfeld bis in die Gegenwart hinein repräsentativ zeigen, vermitteln und verleihen zu können. Das Gerhard-Marcks-Haus hat ein großes Interesse daran, dass seine Sammlungsbestände auch außerhalb des Museums wahrgenommen werden können.