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Frankfurt am Main

Wolle. Seide. Widerstand.

Ausstellung

Mit der Ausstellung Wolle. Seide. Widerstand. widmet sich das Museum Angewandte Kunst nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt.

 

Dabei zielt diese Ausstellung darauf ab, Teppiche nicht aus einem stilgeschichtlichen Blickwinkel zu betrachten, sondern sie vielmehr im Interesse einer Entwicklungslinie zu zeigen, die außerhalb einer traditionellen westlichen Teppichforschung steht. Schon der Titel deutet auf neue Fragestellungen hin: Kann etwas Widerständiges in und mit textilen Materialien stattfinden? Und wenn ja, auf welche Weise verkörpern dann gerade Teppiche eine »Ästhetik textilen Widerstands«? Diesbezüglich stehen jene Perspektiven der mit jüngsten Werken aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vertretenen internationalen Künstler:innen im Fokus der Ausstellung, die im Teppich, der zum offenen Kunstobjekt geworden ist, mit unterschiedlichen Aspekten von Widerstand einhergehen.

 

Kunst in gesellschaftspolitischen Kontexten zu produzieren, bedeutet, sich zu den jeweiligen sozialen Wirklichkeiten ins Verhältnis zu setzen. Das verlangt auch im Umgang mit dem Konzept Widerstand – einem Relationsbegriff – eine eindeutige Positionierung, die klärt, gegen wen oder was sich der Widerstand richtet. In dieser Ausstellung versteht sich Widerstand zunächst als eine Differenzerfahrung, die aufgrund von Subjektivität vielseitige ästhetisch-künstlerische Ausdrucksformen und eine Bandbreite an Inhalten liefert. Im Zuge der hier gezeigten künstlerisch-emanzipatorischen Gestaltung von Teppichen nehmen Themen aus den Bereichen politischer Widerstand, Widerstandskraft (Resilienz), wie auch Widerstandsfähigkeit (Resistenz), individuelle Formen an. So richtet sich der Widerstand etwa gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung.

 

In der Ausstellung werden ausgewählte Werke folgender Künstler:innen präsentiert:
Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur und Jeroen van den Bogaert.

 

Kuratorin: Dr. Katharina Weiler

Diese Ausstellung endet in
91
Tage
17
Std
47
Min
26
Sek
Start Termin
07.02.2026
Ende Abschluss
24.05.2026
Öffnungszeiten
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geschlossen
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