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Hamburg

XULY.Bët – Funkin’ Fashion Factory 100% Recycled

Die Geschichte von Lamine Badian Kouyaté (* 1962 in Bamako, Mali) und seinem 1991 gegründetem Label XULY.Bët ist eine Geschichte des Widerstands, der Vision und der Liebe zur Mode – geprägt von Migration, Diversität und einer radikalen Idee von Nachhaltigkeit, lange bevor dieses Wort zum Trendbegriff wird. Aufgewachsen in Bamako, steht Kouyaté unter dem Einfluss seiner Großmutter, die Stoffe verarbeitet und ihnen eine zweite Chance gibt. Für ihn ist das keine Modeerscheinung, es ist Haltung. Als er in den 1990er Jahren nach Paris kommt, bringt er genau diese Perspektive mit: Kleidung als Erinnerung, Ressource und Werkzeug, um Identität zu stärken und gesellschaftliche Zugehörigkeit auszudrücken – zu einer Zeit, als Umweltbewusstsein in der europäischen Modeindustrie kaum Thema ist. Für Kouyaté ist Upcycling künstlerische Praxis. Seine Mode bewegt sich zwischen Streetwear und Couture, zwischen Alltag und Runway – getragen wird sie von Stars wie Rihanna, Dua Lipa, Halle Berry und Viola Davis, gefeiert wird sie in internationalen Ausstellungen. Mit Guerilla-Modenschauen revolutioniert Kouyaté die Pariser Modeszene. 1994 würdigt Regisseur Robert Altman ihn im Film Prêt-à-Porter, gespielt von Forrest Whitaker.

Diese Ausstellung endet in
283
Tage
14
Std
19
Min
44
Sek
Termine
Start01.08.2025
Ende01.08.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–21:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Steintorplatz 1, 20099 Hamburg

Mit seinen über Generationen zusammengetragenen Beständen ist das MKG ein Universalmuseum, das mit über 500 000 Werken Spitzenleistungen menschlicher Kreativität und Erfindungsgabe präsentiert. Die hochkarätige Sammlung umspannt 4000 Jahre Menschheitsgeschichte von der Antike über Mittelalter und Renaissance, Barock und Klassizismus bis zur Moderne und Gegenwart. Viele der Werke finden Sie auch in der MKG Sammlung Online. Die erste Inventarnummer bezeichnet 1872 eine Bouillontasse der Königlichen Porzellanmanufaktur im französischen Sèvres, sie steht heute in der Sammlung Keramik. Seitdem wächst der Bestand kontinuierlich durch Ankäufe, Schenkungen und Vermächtnisse. Die Sammlungen des MKG sind international ausgerichtet mit Schwerpunkten in der europäischen und ostasiatischen Kunst. Unter einem Dach vereint sind auch die vier Weltreligionen: Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Den Charakter dieses interdisziplinären Museums prägen zudem umfangreiche Kollektionen zum Thema Grafikdesign, Plakatkunst, Fotografie und neue Medien, Mode und Textil. Eine besonders aktive Erwerbungsstrategie in der Gründungsphase sicherte dem MKG ein herausragendes Ensemble von Möbeln und Objekten des Jugendstil. Die Period Rooms sind eine weitere Spezialität. Im Zusammenspiel aller Medien, Möbel und Objekte vergegenwärtigen die einzigartigen Raumensembles den Lebensstil verschiedenster Epochen. DieMilde-Speckter-Zimmer demonstrieren die bürgerliche Wohnkultur des Klassizismus, der Spiegelsaal ist als repräsentativer gründerzeitlicher Konzertraum noch heute ein gesellschaftlicher Mittelpunkt Hamburgs. 2012 kommt Verner Pantons grellfarbige Kantine, eine Stilikone der Pop Art, aus dem SPIEGEL-Verlagshaus in das MKG. Einzigartig ist auch die Musikinstrumentensammlung. Die kostbaren historischen Instrumente, die in regelmäßigen Konzerten und Führungen gespielt werden, machen das MKG zu einem klingenden Museum.