Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart beherbergt reiche Sammlungen zeitgenössischer Kunst, die in einer Vielzahl von Ausstellungen gezeigt werden.
Erst im Februar 1984 ging der Hamburger Bahnhof in die Verwaltung des Senats von West-Berlin über und wurde anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt teilweise restauriert. Mit der Präsentation »Reise nach Berlin« wurde der Bahnhof 1987 erstmals nach über vierzig Jahren wieder für Ausstellungen genutzt. Ein Jahr später übergab der Senat das Gebäude der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Künftig sollte in ihm ein Museum für zeitgenössische Kunst eingerichtet werden – für Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie und der Sammlung Marx. Nach einem umfassenden Umbau und der Sanierung durch den Architekten Josef Paul Kleihues wurde der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin am 3. November 1996 eröffnet. Das Gebäude wurde im Zuge dieser letzten Baumaßnahmen durch Kleihues um einen Anbau an der Wasserseite erweitert.
Die zwischen 2004 und 2021 ins Haus gelangte Dauerleihgabe der Friedrich Christian Flick Collection machte eine umfängliche Erweiterung des Museums notwendig. Hierfür wurden die hinter dem Haupthaus liegenden Speditionshallen vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi umgebaut und durch einen Übergang mit dem historischen Gebäude verbunden. Mit diesen sogenannten Rieckhallen hat sich die Ausstellungsfläche von 7.000 auf mehr als 10.000 Quadratmeter vergrößert. Heute gehört die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zu den größten und wichtigsten öffentlichen Sammlungen für zeitgenössische Kunst weltweit.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Unendliche Ausstellung
Die »Unendliche Ausstellung« umfasst inzwischen 22 Kunstwerke aus der Sammlung des Hamburger Bahnhof im Innen- und Außenraum des Museums. Microsite und Booklet führen durch Museum, Garten sowie angrenzende Bereiche und verbinden Sammlung, Geschichte, Gebäude und Nachbarschaft. Zum Rundgang zählen Dan Flavins Lichtinstallation (1996), historische Orte wie der ehemalige Grenzübergang Invalidenstraße, Christian Boltanskis »The Missing House« in der Großen Hamburger Straße (1990) sowie jährliche Auftragsarbeiten von den Berliner Künstlerinnen Judith Hopf (2023), Claudia Wieser (2024). Zum Open House (13. bis 15. Juni 2025) eröffnet Susan Philipszs Soundinstallation.
Die Ausstellung wird jedes Jahr um eine Neuproduktion ergänzt, die dauerhaft für die Sammlung der Nationalgalerie erworben wird. Da bisher alle Werke von Künstlern realisiert wurden, wurden zwischen 2023 und 2025 Künstlerinnen eingeladen. Die Installationen »dem Kirschbaum ähnelnde Essigbaumäste« und »Regen« der in Berlin lebende Künstlerin Judith Hopf von 2023 thematisieren Energien und Widerständigkeiten von Natur, die jenseits des menschlichen Einflusses liegen, und sind im Übergang zum Ostflügel zu sehen. Seit Juni 2024 ist ein gefliestes Werk von der in Berlin lebenden Künstlerin Claudia Wieser auf dem runden Fahrstuhlschacht am Eingang des Restaurants zu sehen. Die schottische Klangkünstlerin Susan Philipsz entwickelte für die »Unendliche Ausstellung« eine neue Soundinstallation für den Innenhof des Hamburger Bahnhof, in der sie sich mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzt.
Kuratorisches Team
Die Ausstellung wird kuratiert vom Team des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Forum Hamburger Bahnhof
Als Mikrokosmos Berlins erzählen die Gebäude des Hamburger Bahnhof viele Geschichten. Das »Forum Hamburger Bahnhof« zwischen dem Buchladen und der Sammlungspräsentation im Westflügel präsentiert Objekte und Archivalien, die diese Geschichten von 1848 bis heute aufarbeiten und kapitelweise neu erzählen.
Das Hauptgebäude des Hamburger Bahnhofs war Mitte des 19. Jahrhunderts ein epochenprägendes Bahnhofsgebäude, das sich an die historischen Umstände anpasste: Im frühen 20. Jahrhundert diente es als Museum für Bau- und Verkehrswesen, als Ruine des Zweiten Weltkriegs befand es sich an der Demarkationslinie zwischen Ost- und Westberlin. Vom besetzten Künstler:innenhaus in den 1980er-Jahren entwickelte es sich nach der Maueröffnung zu einem Pop-up-Ausstellungsraum, bis es 1996 als Standort der Nationalgalerie eröffnete.
Ergänzt wird die Archivausstellung durch einen Raum für partizipatorische und diskursive Programme u. a. mit Filminterviews von Personen, die von den 1980er-Jahren bis heute mit dem Hamburger Bahnhof verbunden sind. Als Ort der Versammlung, Auseinandersetzung und Transformation lädt das Forum die Öffentlichkeit ein, neue Konzepte für das Museum mitzudenken.
Der Eintritt in das »Forum Hamburger Bahnhof« und dessen Veranstaltungen ist frei.
Kuratorisches Team
Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Luisa Bachmann, Volontärin, Claudia Ehgartner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung, Kristina Schrei, Kuratorin, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, mit Anna Bründl, Federico Del Río Lewien, Lea Jedynak, Chrysoula Kalpakidou, Lea Weckert
Joseph Beuys – Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie
Der Hamburger Bahnhof präsentiert den umfangreichen Bestand an Werken des Künstlers Joseph Beuys (1921–1986) in der Kleihueshalle.
Mit 15 Schlüsselwerken erkundet der neue, erstmals in der Kleihueshalle ausgestellte Parcours das komplexe Werk und die Rezeption von Joseph Beuys. Zu den Arbeiten zählen neben dem Environment »DAS KAPITAL RAUM 1970–1977“ (1980) Skulpturen, Zeichnungen, Multiples und wegweisende Aktionen wie »I like America and America likes Me“ (1974). Die Präsentation spürt nach, wie Beuys mit seinem Werk das Wesen, die Materialität, die Sprache sowie die Wahrnehmung der Grenzen und Aufgaben der Kunst nachhaltig befragte. Zugleich kontextualisiert und vergleicht sie Beuys’ Vorstellung einer langsamen gesellschaftlichen Transformation mit historischen wie heutigen Gegenmodellen von Grace Lee Boggs, Angela Davis und Agnes Denes bis Donna Haraway.
Die neue Dauerpräsentation findet anlässlich der großzügigen Schenkung der Familie des Sammlers Erich Marx statt. Sie wird ab sofort mit einer wechselnden Einzelausstellung einer zeitgenössischen Position gezeigt – den Auftakt macht ab 22. März 2023 die Künstlerin Naama Tsabar (* 1982).
Kuratorin
Die Ausstellung wird kuratiert von Catherine Nichols, wissenschaftliche Mitarbeiterin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Museum in Bewegung – Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
Die Sammlungspräsentation im Rahmen der Wiedereröffnung der Rieckhallen zeigt zehn großformatige Werke aus den letzten 25 Jahren, darunter mehrere Neuerwerbungen, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Diese Werke werfen Fragen zur Zukunft eines Museums für zeitgenössische Kunst auf.
»Museum in Bewegung« präsentiert raumgreifende Installationen, Skulpturen und Fotoserien aus der Sammlung des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart sowie, im Rahmen einer jüngst vereinbarten langfristigen strategischen Partnerschaft, aus der Bundeskunstsammlung. Die Werke thematisieren die sich wandelnde Rolle von Museen für zeitgenössische Kunst und werfen die Frage auf, wie sich Museen an die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft anpassen müssen.
Der Ausstellungstitel verweist darauf, dass Museen dynamische Institutionen sind, die sich stetig weiterentwickeln. In einer sich verändernden Gesellschaft wandelt sich auch die Kunst, was sich in der engen Verbindung zwischen Künstler:innen, Museen und ihrer Umwelt widerspiegelt. Ein Museum für zeitgenössische Kunst ist ein integraler Teil der Gesellschaft, fördert kulturelle Produktion und muss sich kontinuierlich an technologische Fortschritte und demografische Veränderungen anpassen. Mit dieser Sammlungspräsentation richtet der Hamburger Bahnhof den Blick in die Zukunft, um diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen
Neuerwerbungen
Die Sammlungspräsentation zeigt neue Werke von Cevdet Erek, Elmgreen & Dragset und Anne Imhof, die durch die Unterstützung der Freunde der Nationalgalerie und großzügige Förder:innen, sowie durch den 2023 gegründeten Förderverein Hamburger Bahnhof International Companions ermöglicht wurden. Zudem wird anlässlich der Präsentation die Videoinstallation »Phase Shifting Index« von Jeremy Shaw in die Sammlung aufgenommen.
Mit diesen und weiteren Ankäufen und Schenkungen, wie sie aktuell auch in der Sammlungspräsentation »Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert« zu sehen sind, erfüllt der Hamburger Bahnhof seinen Auftrag, zeitgenössische Kunst zu sammeln und die Sammlung der Nationalgalerie weiterzuentwickeln.
Die Sammlung der Nationalgalerie wurde 1861 durch eine Schenkung des Konsuls und Bankiers Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, der seine Bestände zeitgenössischer Kunst des 19. Jahrhunderts dem preußischen Staat vermachte, begründet. Seit ihrer Gründung ist die Sammlung der Kunst der Gegenwart verpflichtet und wird von Generation zu Generation erweitert. Jedes neue Werk, das in die Sammlung aufgenommen wird, verändert und erweitert dieses Archiv künstlerischer Interpretationen der Welt für zukünftige Generationen.
»Museum in Bewegung: Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert« ist eine von vier Ausstellungen im Hamburger Bahnhof, die unterschiedliche Perspektiven auf die umfangreiche Sammlung des Museums zeigen. Die anderen Präsentationen sind: »Nationalgalerie: Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert«; »Joseph Beuys: Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie«; »Unendliche Ausstellung«.
Künstler:innen
Cevdet Erek, Elmgreen & Dragset, Manaf Halbouni, Anne Imhof, Maurizio Nannucci, Ricarda Roggan, Jeremy Shaw, Jasmin Werner, David Zink Yi.
Kuratorisches Team
Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, und Gabriele Knapstein, Stellvertretende Direktorin und Sammlungsleiterin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Petrit Halilaj – An Opera Out of Time
Petrit Halilaj präsentiert im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart seine erste große institutionelle Einzelausstellung in Berlin. Im Mittelpunkt steht das erste Opernwerk des Künstlers, das Möglichkeiten des kollektiven Träumens erkundet, um offene und emanzipatorische Welten hervorzubringen. Neben diesem neuen, ortsspezifischen Werk zeigt die Ausstellung Zeichnungen, Skulpturen und Installationen aus verschiedenen Schaffensphasen. Sie ist die zweite Ausstellung in den 2024 wiedereröffneten Rieckhallen und findet anlässlich der Berlin Art Week statt.
Für seine Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart entwickelt Petrit Halilaj eine Oper in Zusammenarbeit mit der Kosovo-Philharmonie. Gegründet im Jahr 2000 nach dem Ende des Kosovokriegs, feiert sie dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Ausgangspunkt der Oper ist der sagenumwobene Ort Syrigana, ein dreitausend Jahre altes Dorf in der Nähe von Halilajs Heimatstadt Runik. Seit 2016 steht Syrigana als archäologische Stätte der Frühgeschichte, der Spätantike und des Mittelalters unter Denkmalschutz. Die Elemente der Oper werden in einer ortsspezifischen Installation neu konfiguriert und durch mehrere Aufführungen im Museum aktiviert.
Zusätzlich zeigt die Ausstellung fünf großformatige Installationen aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers und gibt so einen Einblick in sein Werk. Der in Berlin lebende Künstler Petrit Halilaj (geboren 1986) erschafft komplexe Welten, die Raum für Freiheit, Sehnsucht, Intimität und Identität bieten. Seine Kunst ist eng mit der Geschichte seines Heimatlandes Kosovo und den Folgen kultureller und politischer Spannungen in der Region verbunden. Seine Werke wurden international ausgestellt, u.a. im Metropolitan Museum of Art, New York, auf der Biennale von Venedig und in der Tate St Ives.
Katalog zur Ausstellung
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.
Die Ausstellung wird kuratiert von Catherine Nichols, Kuratorin im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Assistenzkuratorin: Emily Finkelstein, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Bildung und Vermittlung: Claudia Ehgartner mit Assistenz Sonja Azizaj, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Annika Kahrs – OFF SCORE
Der Hamburger Bahnhof zeigt die Berliner Künstlerin Annika Kahrs mit der bislang umfangreichsten Auswahl ihrer Werke an der Schnittstelle von Kunst und Musik. Kahrs geht in ihren Videos den kulturellen und sozialen Funktionen von Musik nach: in einer aufgegebenen Kirche in Lyon, auf der Parade eines generationsübergreifenden Orchesters in einem italienischen Dorf oder in Berliner Kaufhäusern.
Die Video- und Sound-Installationen im Ostflügel und den historischen Übergängen sowie die Live-Performances „For Two To Play On One“ (2012) im Forum Hamburger Bahnhof erschaffen klingende Räume, die die Besucher*innen beim Gang durch das Museum immer wieder überraschen. Präsentiert werden mehr als zehn Videoarbeiten, Sound-Installationen und Performances aus den letzten 15 Jahren an ausgewählten Orten im Hamburger Bahnhof, im Musikinstrumenten-Museum und im öffentlichen Raum.
Annika Kahrs (geboren 1984 in Achim, Deutschland) forscht an den Rändern dessen, was als Musik bezeichnet wird. Performances, Filmarbeiten und Sound-Installationen zeigen die Bedeutung Musik und Klang in sozialen, kulturellen und politischen Strukturen. Kahrs hat ausgestellt u. a. 16th Lyon Biennale of Contemporary Art (2022); LAXART, Los Angeles (2021); Flat Time House, London (2019); Savvy Contemporary, Berlin (2018); Hamburger Kunsthalle (u. a. 2017); 5th Thessaloniki Biennale für zeitgenössische Kunst (2015); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2012); Bienal Internacional de Curitiba, Brasilien (2013); Bundeskunsthalle, Bonn (2011). Sie erhielt Preise und Stipendien, darunter Villa Aurora, Los Angeles (2023) und den von René Block gestifteten George-Maciunas-Förderpreis (2012).
Performance-Reihe
Zur Ausstellung findet zum 30. Jubiläum des Hamburger Bahnhof ab Februar 2026 eine Performance-Reihe an verschiedenen Orten statt.
Katalog zur Ausstellung
Begleitend zur Ausstellung erscheint die 15. Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano mit 112 Seiten, erhältlich im Buchladen des Hamburger Bahnhof und im Onlineshop der Buchhandlung Walther König für 12 Euro. ISBN: 9788836660766
Kuratorin
Die Ausstellung wird kuratiert von Ingrid Buschmann, Kuratorin, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Eröffnung: 13. November 2025, 19 Uhr
Saâdane Afif – Five Preludes
Der Hamburger Bahnhof präsentiert die erste institutionelle Einzelausstellung von Saâdane Afif in Berlin. Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Werk des seit 2003 in der Stadt lebenden, interdisziplinär arbeitenden Künstlers und zeigt unter anderem das vielteilige Werk »The Fountain Archives«. Das künstlerische Archivprojekt, widmet sich einem der prominentesten Kapitel der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts: dem legendären Readymade »Fountain« von Marcel Duchamp aus dem Jahr 1917. Afifs Rauminstallation kam 2023 als großzügige Schenkung von Paul Maenz an das Museum. Die Ausstellung zeigt es mit weiteren Werken, die tiefgründig und mit feinem Humor die Institution des Kunstmuseums und das Prinzip der Autor:innenschaft hinterfragen.
Sâadane Afifs Installationen, Objekte, Konzerte und Performances greifen Werke oder Ereignisse aus Kunstgeschichte, Musik und Poesie auf. Das Langzeitprojekt »The Fountain Archives« begann 2008 mit dem Sammeln von Magazinen, Katalogen und Büchern und endete 2022 mit der Publikation eines Index zu Marcel Duchamps (1887–1968) berühmten Readymade eines Urinals, das 1917 eine Debatte darüber, was Kunst ist, auslöste. Teil der Rauminstallation aus Bücherregalen sind 25 vom »Fountain-Projekt« inspirierte Songtexte von befreundeten Künstler:innen, Musiker:innen und Autor:innen. Die Ausstellung zeigt auch das 2010 entstandene Werk »L’Humour noir« über Fragen zur Rezeption der Avantgarden und ihrer Überlieferung im Museum. Zu sehen sind zudem die neuen Werke »The Old«, bezugnehmend auf die Werkserie »The New« von Jeff Koons aus den 1980er-Jahren, sowie »Live«, eine fortlaufende Poster-Präsentation von Berliner Kulturveranstaltungen während der Ausstellung.
Saȃdane Afif (geb. 1970 in Vendôme, Frankreich) lebt in Berlin. Er stellte bei Documenta 12 (2007), 8. Berlin Biennale (2014), 56. Biennale von Venedig (2015) aus und erhielt 2009 den Prix Marcel Duchamp. Er hatte Einzelausstellungen uner anderem Centre Pompidou in Paris (2010), Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main (2012) und Kunsthalle Wien (2018). Afif nahm 2016 am Ausstellungsprojekt »Scores« im Hamburger Bahnhof teil und war 2022 künstlerischer Leiter der Bergen Assembly in Norwegen.
Katalog zur Ausstellung
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.
Kuratorin
Die Ausstellung wird kuratiert von Gabriele Knapstein, Sammlungsleiterin und stellvertretende Direktorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.

