Berlin
Museum

Jüdisches Museum Berlin

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Das Jüdische Museum Berlin gehört zu den herausragenden Institutionen in der europäischen Museumslandschaft. Mit seiner 2020 neu eröffneten Dauerausstellung und den Wechselausstellungen, seinen Sammlungen, dem Veranstaltungsprogramm und der W. Michael Blumenthal Akademie sowie den digitalen und pädagogischen Angeboten ist das Museum ein lebendiger Ort des Dialogs und der Reflexion jüdischer Geschichte und Gegenwart in Deutschland. ANOHA, die Kinderwelt des JMB, erzählt als spielerisches Erlebnisangebot für Kinder die Geschichte der Arche Noah.

 

Unsere Ausstellungen, Veranstaltungen und das vielfältige Programm wenden sich an ein breites Publikum aus Deutschland und der ganzen Welt. Unsere Sammlungen wachsen beständig, auch dank vieler Stifter:innen aus dem In- und Ausland.

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bildungsarbeit: Das umfangreiche pädagogische Angebot, die Forschungsmöglichkeiten in Bibliothek und Archiv sowie das Veranstaltungsprogramm richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Neben Führungen und Workshops finden Vorträge und Konferenzen, Konzerte und Lesungen sowie ein jährlicher Kultursommer statt. Besonders facettenreich sind auch unsere digitalen Programme, wozu der Internetauftritt des Museums, die JMB App, vielfältige Online-Features zu jüdischen Themen, Online-Publikationen, Online-Sammlungen und eine Mediathek gehören.

 

Die W. Michael Blumenthal Akademie bietet mit ihren Programmen eine Plattform für die Diskussion und Reflexion über die vielfältigen Fragen, welche die Arbeit eines Museums für deutsch-jüdische Geschichte und Kultur aufwirft. Sie ist auch ein Ort für Begegnungen und Kooperationen, wo neben jüdischen Perspektiven auch jene anderer religiöser und ethnischer Minderheiten Raum finden.

Veranstaltungen und Ausstellungen

23.08.20 - 31.12.40

Jüdische Geschichte und Gegen­wart in Deutsch­land

Facettenreich, vielstimmig und interaktiv zeigt die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin auf mehr als 3.500 Quadratmetern jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland.

 

 

Historischer Rundgang – spannende Ausblicke

 

Eine Videoinstallation im Libeskind-Bau, die eigens für die Ausstellung produzierte Arbeit Drummerrsss des israelischen Künstlers Gilad Ratman, bildet den Auftakt, bevor es durch die Achsen und über die markante Treppe in die Ausstellungsräume geht. Dort lädt ein skulptural gestalteter Willkommenspunkt die Besucher:innen zum Ankommen und Mitmachen ein.

 

Im anschließenden Ausstellungsrundgang wechselt sich historische Erzählung vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit thematisch gebündelten Einblicken in jüdische Kultur und Religion ab: Was ist im Judentum heilig? Was passiert am Schabbat? Welchen Klang hat das Judentum?

 

Neben klassischen Objektpräsentationen erwarten die Besucher:innen auf zwei Etagen außerdem Kunstinstallationen, Hands-on Stationen und Virtual Reality. Dabei zeigt die Ausstellung auch den Reichtum der museumseigenen Sammlung: Von mehr als 1000 Objekten stammen über 70 Prozent aus dem eigenen Depot, die dank der Restaurator:innen des Museums in neuem Glanz erstrahlen.

 

 

Raum für jüdische Gegenwart

 

Die Ausstellung gliedert sich in fünf historische Kapitel, die von den Anfängen jüdischen Lebens in Aschkenas über die Emanzipationsbewegung der Aufklärung und deren Scheitern bis in die Gegenwart reichen. Der Nationalsozialismus und das Kapitel Nach 1945 nehmen dabei den größten Raum ein. Hier stehen Themen wie Restitution und Wiedergutmachung, das Verhältnis zu Israel und die russischsprachige Einwanderung ab 1990 im Mittelpunkt. Die Videoinstallation Mesubin (Die Versammelten) macht als »Schlusschor« die Vielstimmigkeit gegenwärtigen jüdischen Lebens sichtbar.

 

 

Eine Ausstellung – echte Teamarbeit!

 

Die Ausstellung wurde von einem über 20-köpfigen Kurator:innenteam in enger Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft chezweitz GmbH/Hella Rolfes Architekten BDA entwickelt.

07.05.26 - 22.11.26

Between the Lines – Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin

Der markante Zick-Zack-Bau des New Yorker Architekten Daniel Libeskind zählt zu den bekanntesten Architekturwerken Berlins. Anlässlich seines 25. Jubiläums widmet das Jüdische Museum Berlin dem Gebäude und seiner Entstehungszeit eine Ausstellung.

 

Im Sommer 1989 gewann Daniel Libeskind den Wettbewerb für den Erweiterungsbau des damaligen Berlin Museums. Sein Entwurf ging weit über die ursprüngliche Bauaufgabe hinaus: Er verband Architektur und Berliner Geschichte auf neuartige Weise und prägte die öffentliche Auseinandersetzung um Erinnerung, Gedenken und Gedächtnis in Deutschland nachhaltig.

 

Anhand von Modellen, Zeichnungen und Diskursen gibt die Ausstellung Einblick in den Entstehungsprozess des Gebäudes. Sie führt zurück in die Zeit der Berliner Wende- und Nachwendejahre und zeigt, wie Libeskinds Entwurf noch heute zum Verständnis von Erinnerungskultur beiträgt.

04.09.26 - 10.01.27

Das Gegenteil von Jetzt – Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart

In einer Zeit der Krisen, einem beunruhigenden Jetzt, sucht das Jüdische Museum Berlin nach etwas Anderem, Besserem: einem Gegenteil. Zwölf Künstler:innen helfen uns dabei. Sie tasten das Bestehende ab nach einer Öffnung, einem Weg in eine andere Gegenwart. Einige beziehen sich auf jüdische Überlieferungen, andere auf Denker wie Ernst Bloch oder Theodor W. Adorno, die in finsteren Zeiten für eine bessere Gesellschaft eintraten.

 

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens wagt das Museum einen Blick nach vorn: ins Offene und Mögliche. Die Ausstellung fragt nach der Kraft der Einzelnen und der Gemeinschaft, sich ein besseres Leben für alle vorzustellen. Diese Kraft ändert sich, und sie kann auch wachsen. Das Gegenteil von Jetzt will sie aufspüren und anregen.

 

Mit Yael Bartana, Andrea Büttner, Chto Delat International, Arnold Dreyblatt, William Forsythe, Dana Kavelina, Alexander Kluge, Daniel Laufer, Dor Zlekha Levy, Ari Benjamin Meyers, Alona Rodeh, Eran Schaerf.

Standort
Standort
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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