Duisburg
Museum

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

Philosophenweg 55, 47051 Duisburg

Werke von Anselm Kiefer bis Gerhard Richter, ein vielseitiges Ausstellungsprogramm und eine markante Architektur zwischen Industriedenkmal und White Cube – willkommen im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst.

 

Das Haus im lebhaften Duisburger Innenhafen ist eines der größten deutschen Privatmuseen (Sammlung Ströher) und gehört zum Netzwerk der RuhrKunstMuseen. Die Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron haben das ehemalige Speichergebäude mit seiner denkmalgeschützten Backsteinfassade in einen modernen Kulturbau verwandelt, der Architekturfans aus aller Welt anzieht.

 

 

Die Sammlung Ströher

 

Auf gut 6.100qm sind im MKM Highlights aus der Sammlung Ströher zu sehen, einer der wichtigsten und umfangreichsten Sammlungen deutscher Kunst nach 1945. Der Fokus liegt auf der Malerei. Die Sammlung umfasst zentrale Positionen der Kunstentwicklung in Deutschland, von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

 

 

1950 bis Heute

 

Im MKM sind aktuell Werke und ganze Werkgruppen von folgenden Sammlungskünstlern zu sehen: Afro, Josef Albers, Jean Arp, Willi Baumeister, Peter Brüning, Alberto Burri, Rafael Canogar, Michael Croissant, Karl Fred Dahmen, Jean Dubuffet, Adolf Richard Fleischmann, Rupprecht Geiger, Karl Otto Götz, Otto Herbert Hajek, Hans Hartung, Bernhard Heiliger, Gerhard Hoehme, Anselm Kiefer, Norbert Kricke, Georges Mathieu, Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff, Manolo Millares, Ernst Wilhelm Nay, Jean-Paul Riopelle, Otto Ritschl, Giuseppe Santomaso, Antonio Saura, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Jaroslav Serpan, K.R.H. Sonderborg, Pierre Soulages, Antoni Tàpies, Fred Thieler, Hann Trier, Hans Uhlmann, Emilio Vedova, Maria Helena Vieira Da Silva, Fritz Winter und Wols.

 

Zu sehen sind über 300 Werke seit den 1950er Jahren.

Veranstaltungen und Ausstellungen

23.04.26 - Auf unbestimmte Zeit

Rolf-Gunter Dienst – Tagebuch der Bilder. Ein Blick in den Nachlass.

Der Künstler, Autor und Verleger Rolf-Gunter Dienst (*1942 Kiel) hat Gemälde und Grafiken geschaffen, eigene Schriften verfasst und auch selbst Kunst und Literatur gesammelt. Diese Ausstellung gibt mit über einhundert Exponaten aus den Jahren 1960 bis 2014 Einblick in den Nachlass, der seit 2022 von der MKM Stiftung betreut wird.

 

In allen Schaffensphasen seines Lebens war Rolf-Gunter Dienst als Künstler und Schriftsteller tätig. In seinen Werken verbindet sich beides, wie zum Beispiel in seiner frühen Idee des Momentetagebuchs: Bis zu seinem Lebensende malte er jeden Tag mindestens ein Bild.

Durch Gastprofessuren, Stipendien und Preise lebte und arbeitete er u. a. in Paris, Rom, Australien und Japan. Sein Lebenswerk spiegelt die postmodernen Kunstströmungen seiner Zeit. Rolf-Gunter Dienst verstarb 2016 in Baden-Baden, kurz vor der Eröffnung seiner großen Einzelausstellung im Museum Küppersmühle.

26.06.26 - Auf unbestimmte Zeit

JAUME PLENSA – Invisible

Das Museum Küppersmühle in Duisburg präsentiert die bislang umfassendste Einzelausstellung des renommierten spanischen Bildhauers Jaume Plensa. Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt widmet ihm ein deutsches Museum eine derartige Schau.

 

Das Museum Küppersmühle in Duisburg präsentiert die bislang umfassendste Einzelausstellung des renommierten spanischen Bildhauers Jaume Plensa. Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt widmet ihm ein deutsches Museum eine derartige Schau. In der Ausstellung erwarten die Besucher über 50 beeindruckende Skulpturen, eine Auswahl seiner Papierarbeiten sowie eigens für das Museum Küppersmühle geschaffene Wandzeichnungen – eine einzigartige Begegnung mit Plensas kraftvoller poetischer Kunst.

 

»Meine Arbeit will immer Brücken bauen, Fragen stellen, Schönheit in den Alltag der Menschen bringen; Verbindungen zwischen Menschen schaffen, ohne dass Hautfarbe, Ideologie, Religion oder Geographie eine Rolle spielen.«

 

Plensa ist international bekannt für seine eindrucksvollen Arbeiten im Öffentlichen Raum, die er seit über 20 Jahren in allen Kontinenten der Welt präsentiert hat. Herausragend war sein Projekt »Secret Garden« im Sommer 2025 anlässlich der Salzburger Festspiele auf dem Residenzplatz der Stadt. n Deutschland hat er Großskulpturen in Bonn-Bad Godesberg (»Laurelle am Bahnhof«, 2024), Frankfurt am Main (»Body of Knowledge«, 2010) und Potsdam (»Gläserne Seele«, 2000) realisiert. Er ist einer der bedeutendsten universellen Künstler unserer Zeit.

 

Die Ausstellung im Museum Küppersmühle präsentiert eine große Skulptur im Eingangsbereich des Hauses – »Flora«, 2021 – sowie eine spektakuläre Installation im Siloraum – »Invisible Anna«, 2018: ein großer, transparenter Kopf aus Edelstahlstäben, dessen erhabene Ausstrahlung den Raum beherrscht.

 

In acht weiteren Räumen wird die formale und inhaltliche Bandbreite der Werke von Jaume Plensa mit Arbeiten aus verschiedensten Materialien anschaulich. Der Künstler arbeitet mit Marmor, Alabaster, Kunststoff, Bronze- und Eisenguss sowie Stahl in verschiedenen Maßstäben.

 

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine außergewöhnliche Publikation im Großformat mit Ausstellungsansichten, einem Interview von Walter Smerling mit dem Künstler und einem Essay von Clemens Setz.

 

Plensas Werke sind rätselhaft und inspirierend zugleich. Sie laden zur Kontemplation über uns selbst, über Schönheit und Erhabenheit ein. Der Schriftsteller Clemens Setz schließt seinen Essay für die Publikation zu dieser Ausstellung mit einer konzisen Beobachtung:

 

»Vor ihnen stehend, bleiben wir allein mit uns selbst, und das nicht eingeschüchtert oder unerfüllt, sondern beschenkt und eigentümlich erhöht.«

08.10.26 - Auf unbestimmte Zeit

FARBE BEKENNEN! – Die Sammlung Haniel im Museum Küppersmühle

Das MKM präsentiert für ein Jahr die renommierte Sammlung Haniel als Sonderschau im Oberlichtsaal im 3. OG. Bedeutende Werke der Nachkriegskunst treten in einen spannenden Dialog mit der Sammlung Ströher und eröffnen neue Perspektiven auf eine Epoche, die wie kaum eine andere für die Freiheit der Kunst steht.

 

Das Museum Küppersmühle für moderne Kunst in Duisburg zeigt für die Dauer eines Jahres die renommierte Sammlung Haniel. Bislang waren viele dieser bedeutenden Werke vor allem Mitarbeitenden und Geschäftspartnern am Unternehmenssitz in Duisburg zugänglich. Nun treten Sie in einen öffentlichen Dialog im Austausch mit der Sammlung Ströher, die das Haus seit langem prägt. Zwar ist die Sammlung Ströher wesentlich umfangreicher, doch gerade die gezielten Ergänzungen durch Haniel ermöglichen neue Sichtweisen. Herausragende Positionen der Nachkriegsmoderne etwa von Wols werden in einer Dichte erlebbar, die selten ist. Die Ausstellung zeigt, wie private Sammelleidenschaft öffentliches Kulturgut werden kann und künstlerische Freiheit immer wieder neu erfahrbar wird.

 

Zu sehen sind Werke von Adolf Frohner | Antoni Tàpies | Arnulf Rainer | Bernard Schultze | Corneille  | Damien Hirst | David Reed | Emil Schumacher | Emilio Vedova | Fritz Winter |  Georges Mathieu | Gerhard Richter | Hans Hartung | Hans Hofmann |  Jean Fautrier | Lucio Fontana | Otto Piene | Piero Manzoni | Pierre Soulages | Wols |  Yves Klein

 

Mit bedeutenden Positionen der abstrakten und informellen Nachkriegskunst ergänzt die Sammlung Haniel die Dauerausstellung des Hauses und eröffnet neue Perspektiven auf eine zentrale Epoche der Moderne. Die versammelten Werke stehen für den künstlerischen Aufbruch nach 1945: für eine Kunst, die sich von äußeren Vorgaben löste und neue Ausdrucksformen individueller Freiheit fand. Im Dialog mit der Sammlung Ströher entstehen spannende Bezüge.

 

Die abstrakte Kunst der Nachkriegszeit, in deren Zentrum das Informel steht, ist in erster Linie eine Manifestation der Freiheit. Die Freiheit der Kunst war seit dem internationalen Aufbruch am Ende des 2. Weltkrieges stets eine Idee, die auf gesellschaftliche und politische Formen des Zusammenlebens ausstrahlte. Die Freiheit der Kunst existiert nur in einer weltoffenen, pluralistischen Gesellschaft, die jeden Menschen als gleichwertig ansieht und seine unantastbare Würde respektiert.

 

Die Ergänzung der Sammlung Ströher durch Hauptwerke der Sammlung Haniel stärkt gerade diesen Aspekt. Die Präsentation der Sammlung Haniel ist also weit mehr als eine hochkarätige Leihgabe. Sie lädt dazu ein, die Kunst der Nachkriegszeit als eindrucksvolles Zeugnis künstlerischer Selbstbehauptung neu zu entdecken.

 

Die Sammlung ist nicht nur wegen der Kunstwerke bedeutend, sondern weil sie selbst ein Akt von Freiheit ist. Jede private Sammlung entsteht aus persönlichen Entscheidungen, aus Neugier, Überzeugung und Leidenschaft. In diesem Sinne verbindet die Sammlung Haniel und die Sammlung Ströher mehr als die Qualität ihrer Werke. Sie sind Ausdruck eines unabhängigen Blicks, der über Jahrzehnte gewachsen ist. Wenn diese beiden Sammlungen nun im Museum Küppersmühle aufeinandertreffen, begegnen sich nicht nur zwei hochwertige Bestände, sondern auch zwei Haltungen: das Vertrauen in die Freiheit der Kunst und in die Freiheit des eigenen Urteils.

Standort
Standort
Philosophenweg 55, 47051 Duisburg
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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